Fr., 15.02.2019

Bad Driburger Karnevalisten für närrischen Lindwurm gerüstet Der Zug kann kommen

Page Aiman Kamareddine (von links), Prinz Martinus I., Prinzenführerin Katharina Schulte, Prinzessin Emilija I. und Pagin Johanna Schäfers haben schon einmal »ihren« Wagen erklommen und üben ein wenig, damit es beim Umzug auch mit dem Winken und den »Helau«-Rufen klappt.

Page Aiman Kamareddine (von links), Prinz Martinus I., Prinzenführerin Katharina Schulte, Prinzessin Emilija I. und Pagin Johanna Schäfers haben schon einmal »ihren« Wagen erklommen und üben ein wenig, damit es beim Umzug auch mit dem Winken und den »Helau«-Rufen klappt. Foto: Frank Spiegel

Von Frank Spiegel

Bad Driburg (WB). 20 bis 25 Wagen, sieben Kapellen und palettenweise Kamelle – die Bad Driburger Karnevalisten sind für den großen Umzug durch die Stadt am Sonntag, 3. März, bestens gerüstet. Doch auch hier gilt: »Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.«

Aber der Aufwand für die Karnevalisten der Garde in Sachen Wagenbau hält sich in diesem Jahr in Grenzen. »Da geht es vor allem im Wesentlichen um Verschönerungs- und Instandhaltungsarbeiten«, berichtet Präsident Jochen Blum. Aber auch die müssen erledigt werden. Seit Herbst sind die fleißigen Karnevalisten bei der Arbeit.

Wunschlos glücklich sind sie deshalb aber dennoch nicht. Sorgen bereiten ihnen in jedem Jahr Glasscherben auf dem Umzug. »Die kommen von den kleinen Schnapsfläschen wie Klopfer, Feigling und anderen«, weiß Wagenbauer Wolfgang Becker. Schon dreimal habe der Verpflegungs-Bollerwagen der Glamour-Girls der Garde aus diesem Grund einen Platten gehabt.

»Vor allem gibt es außerdem die Gefahr, dass jemand stürzt und sich an den Scherben verletzt«, so Becker. Die Karnevalisten würden sich deshalb freuen, wenn die Gäste des Umzuges auf die handlichen Fläschchen aus Glas verzichten und solche aus Kunststoff bevorzugen.

Kein Glas

Wer nicht am Rand zusehen, sondern im Zug dabei sein möchte, hat noch bis Dienstag, 26. Februar, die Gelegenheit sich anzumelden.

Neun Paletten Kamelle haben die Karnevalisten der Rot-Weißen Garde eingekauft. Abgeholt werden können diese am Freitag, 22. Februar, von 17 bis 18.30 Uhr sowie am Samstag, 23. Februar, von 9.30 bis 12.30 Uhr an der Wagenbauerhalle.

In dieser haben sich jüngst die Majestäten der Garde getroffen, um den Fortschritt der Arbeiten dort in Augenschein zu nehmen. Das Kinderprinzenpaar Martinus I. und Emilija I. hat zusammen mit Page Aiman Kamareddine und Pagin Johanna Schäfers sowie Prinzenführerin Katharina Schulte den Wagen bestiegen, in dem sie am 3. März durch die Stadt gefahren werden und schon einmal zur Probe gewunken.

Sie freuen sich ebenso auf die Session wie das Senioren-Prinzenpaar Wim Pepers und Annegret Versen, die am kommenden Samstag in ihr Amt eingeführt werden. Wim Pepers (79) ist ein Karnevalist durch und durch und hat unter anderem in den Niederlanden, wo er geboren wurde, Karnevalsvereine aus der Taufe gehoben.

Zweimal Prinzessin

Auf die tolle Stimmung freut sich Annegret Versen – und sie weiß, wovon sie spricht. Schließlich war sie schon einmal Prinzessin der Rot-Weißen Garde: Von 1991 bis 1993 regierte sie an der Seite von Klaus-Dieter Will.

Als bereits gekröntes Königspaar haben Prinzessin Christina I. und Prinz Michael I. schon einige Termine absolviert. Auch sie sehen dem Umzug erwartungsfroh entgegen.

Damit dieser auch in geordneten Bahnen beendet werden kann, bitten die Organisatoren dringend darum, dass die Wagen die Strecke auch wirklich bis zum Ende zurücklegen. »Der Zug darf sich erst an der Kreuzung Pyrmonter Straße/Konrad-Adenauer-Ring in Höhe der LVM auflösen – sonst gibt es ein heilloses Chaos«, sagt Jochen Blum. Er erinnert zudem daran, dass nach Beendigung des Zuges niemand mehr auf den Wagen mitfahren darf.

Närrischer Gottesdienst

Zum ersten Mal soll es in diesem Jahr einen närrischen Gottesdienst geben. Gefeiert wird dieser am Sonntag, 24. Februar, von 10.30 Uhr an in der Pfarrkirche St. Peter und Paul. »Eine Kostümierung ist hier ausdrücklich erwünscht, ich würde mich auch über eine närrische Predigt freuen«, verrät Jochen Blum. Zudem würde er mit »Stääne« von der Band »Klüngelköpp« oder »Heimat es« der Gruppe »Paveier« auch karnevalistische Lieder hören wollen.

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