»Yebo Zululand Initiativen«: Projektpartner aus Südafrika besuchen Freunde in Dringenberg und Bad Driburg
Zusammen eine bessere Welt schaffen

Dringenberg (WB). »Wir haben Menschen mit großem Herzen getroffen. Es ist bewundernswert, wie hart alle arbeiten und wie ehrlich dieses Land mit seiner Gesichte umgeht.« Diese bewegenden Eindrücke hat Mduduzi Nzuza aus Südafrika bei seinem ersten Besuch in Deutschland gewonnen. Er ist Koordinator der segensreichen Hilfsprojekte der »Yebo Zululand Initiativen« und hat zusammen mit dem landwirtschaftlichen Berater Njabulo Mdalose drei Wochen lang von Dringenberg und Bad Driburg aus Land und Leute kennen gelernt.

Montag, 13.05.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 13.05.2019, 10:26 Uhr
Der Rotary-Club Bad Driburg hat die »Yebo Zululand Initiativen« mit Computern unterstützt. Bei einer Begegnung mit Dr. Sascha Nolte (links) und Dr. Mahmoud Affani (3. von links) ) während des Europa-Frühstücks in Bad Driburg nutzen Mduduzi Nzuza (2. von links), Njabulo Mdalose (2. von rechts) und Edeltraud Parensen die Gelegenheit, für die Hilfe zu danken. Foto: Sabine Robrecht
Der Rotary-Club Bad Driburg hat die »Yebo Zululand Initiativen« mit Computern unterstützt. Bei einer Begegnung mit Dr. Sascha Nolte (links) und Dr. Mahmoud Affani (3. von links) ) während des Europa-Frühstücks in Bad Driburg nutzen Mduduzi Nzuza (2. von links), Njabulo Mdalose (2. von rechts) und Edeltraud Parensen die Gelegenheit, für die Hilfe zu danken. Foto: Sabine Robrecht

Eine-Welt-Lauf

Yebo-Vorsitzende Edeltraud Parensen hat die Gäste betreut. Viele Begegnungen prägten den Besuch. Einer der Höhepunkte war der Eine-Welt-Lauf im fränkischen Titting zugunsten zweier Projekte der »Yebo Zululand Initiativen«. Njabulo Mdalose ist mit an den Start gegangen und schaffte die 24 Kilometer souverän.

Genossenschaft

Die landwirtschaftliche Genossenschaft Nyansiba Co-operative LTD ist eines der beiden Projekte der »Yebo Zululand Initiativen«, für die der Erlös des Sponsorenlaufs in Titting bestimmt war. Die Genossenschaft liegt in Isithebe nahe der Industriestadt Mandeni in KwaZulu/Natal. Nyansiba heißt soviel wie »Kämpfen, Helfen, Bilden«. Die 2015 gegründete Genossenschaft hat acht Mitglieder. Vorsitzender ist Njabulo Mhlongo (25), der jetzt in Bad Driburg zu Gast war. Er ist in Teilzeit Berater in den landwirtschaftlichen Gemeinschaftsprojekten des Entwicklungsdepartments der Diözese Eshowe. »Dieses Department ist unser Partner in Südafrika«, erläutert Edeltraud Parensen. »Wir als Yebo Zululand Initiativen haben 2017/2018 durch anfängliche Zuschüsse ermöglicht, dass Njabulo sein Projekt mit Gemüseanbau beginnen konnte.« Die Gegend um Mandeni ist geprägt von Kriminalität und Arbeitslosigkeit. Das Projekt will jungen Menschen Arbeitsmöglichkeiten bieten.

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Der junge Mann hat Landwirtschaft studiert und baut mit arbeitslosen Agraringenieuren in der Nähe der Industriestadt Mandeni, rund 100 Kilometer nordöstlich von Durban, ein landwirtschaftliches Gemeinschaftsprojekt auf. Junge Menschen bewirtschaften brach liegendes Land und bauen Gemüse an. Wertvolle Anregungen nahm Njabulo Mdalose vom Besuch mehrerer Höfe im Kreis Höxter mit. »Die Landwirte haben mich beeindruckt. Sie wissen, was sie bis zum Ende des Tages erreichen wollen. Ich habe sehr viel gelernt«, bilanzierte der Gast, der auf zwei Höfen mit angefasst hat. Ihm ist es ein Herzensanliegen, dass junge Menschen in seiner Heimat Brachland nutzen, anstatt in den Townships der Großstädte vor sich hin zu vegetieren.

Nähkurse sind ein Erfolg

Ein weiteres Projekt – die Nähkurse und die Schneiderei »Sewing Center Yebo Zululand« – erfüllt Frauen mit großer Hoffnung. Sie treffen sich, um unter Anleitung nähen zu lernen und mit ihren Schneiderarbeiten schließlich zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. »Aus kleinen Anfängen in Eshowe sind zehn Nähgruppen entstanden. Wir helfen mit dem Kauf von Nähmaschinen und der Vorfinanzierung erster Stoffe«, berichtet Edeltraud Parensen.

Bundesförderung verlängert

Mit Mduduzi Nzuza, dem Koordinator aller Projekte, steht sie in ständigem Austausch und teilt mit ihm und Njabulo Mdalose die Freude darüber, dass die Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) um weitere drei Jahre verlängert wird. Die Unterstützung sei eine Chance, Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen und mithin der Verelendung von jungen Menschen in den Ballungsräumen der Großstädte entgegenzuwirken, betont Edeltraud Parensen.

Die Vereinsvorsitzende dankt dem Internationalen Ländlichen Entwicklungsdienst (ILD) der Katholischen Landvolkbewegung mit Sitz in Bad Honnef. »Ohne den ILD hätten wir die Verlängerung nicht erreicht.«

Grundschule in Dringenberg besucht

Mit ihren Gästen besuchte sie natürlich auch die Grundschule und die Caritas in Dringenberg. Beide stellen Jahr für Jahr den beliebten Weihnachtsbasar zugunsten der »Yebo Zululand Initiativen« auf die Beine. Edeltraud Parensen zieht nach den vielen Begegnungen während des Deutschland-Aufenthalts ihrer Projektpartner ein ermutigendes Fazit: »Auch das Gute hat eine große Dynamik.«

Getragen von diesem Eindruck und der Aufgeschlossenheit ihrer Gesprächspartner traten Mduduzi Nzuza und Njabulo Mdalose am Sonntag zuversichtlich die Heimreise an. Der Projektkoordinator bringt diesen Optimismus in berührenden Worten auf den Punkt: »Zusammen können wir eine bessere Welt schaffen.«

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