Mo., 20.05.2019

USA-Parade und Streetfood-Markt locken viele Besucher zum Stadtfest Bad Driburg Amerika trifft Badestadt

Einige Mitglieder des Harley-Clubs Bielefeld haben auf ihren Motorrädern die USA-Parade am Sonntag eröffnet. Sie fuhren in gemütlichem Tempo durch die Innenstadt und präsentierten ihre Fahrzeuge anschließend in der Fußgängerzone.

Einige Mitglieder des Harley-Clubs Bielefeld haben auf ihren Motorrädern die USA-Parade am Sonntag eröffnet. Sie fuhren in gemütlichem Tempo durch die Innenstadt und präsentierten ihre Fahrzeuge anschließend in der Fußgängerzone. Foto: Angelina Zander

Von Angelina Zander

Bad Driburg (WB). Amerika gilt als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Tellerwäscher können zu Millionären werden, Schauspieler werden in Hollywood berühmt und alles ist eingerahmt in ein besonderen Lebensgefühl. Einen kleinen Eindruck Amerikas haben Besucher am Sonntag beim Stadfest in der Bad Driburger Innenstadt erhalten.

Dort rollten während des Stadtfestes etwa 100 US-Cars und Bikes durch die Fußgängerzone – ganz unter dem Motto »American Style meets Westfalen«. Gesäumt war ihr Weg von zahlreichen Besuchern, die mit Smartphones und Kameras versuchten, einen Blick auf die besonderen Fahrzeuge zu erhaschen.

Der Beginn der großen USA-Parade war für 12 Uhr geplant. Die Besucher hatten sich pünktlich die besten Plätze entlang der Langen Straße gesichert und blickten gespannt von rechts nach links. Niemand wusste, wo die USA-Parade starten sollte – bis Daniel Winkler von der Touristik GmbH auf der Bühne das Startsignal gab.

Ford Mustang in Eisblau

Kurz darauf ertönten Motorengeräusche. Zahlreiche Motorräder fuhren aus Richtung Pyrmonter Straße in die Fußgängerzone ein, um zum Rathausplatz zu fahren. Ihnen folgten zahlreiche US-Cars wie alte und neue Modelle des Ford Mustangs oder Geländewagen. Die Autobesitzer ließen bei ihrer Fahrt durch die Lange Straße auch ihre Motoren lautstark aufheulen. Und immer wieder marschierten auch Tänzer, Musiker, Cheerleader und »bekannte Hollywood-Stars« mit.

Stephan Pohlmann aus Herford hat vor zweieinhalb Jahren sein Geld in einen Ford Mustang investiert. Das Auto ist Baujahr 1966. »Pony-Deluxe-Ausstattung«, sagt er stolz. Was das bedeutet? Auf den Rücksitzen ist jeweils ein Pferd eingeprägt. Das Armaturenbrett ist aus Holz. »Das ist deluxe«, so Pohlmann. Gekauft hat er seinen Ford in Belgien. »Eigentlich stand ein Mustang gar nicht auf dem Zettel«, erzählte er. »Die Farbkombination hat aber den Ausschlag gegeben.« »Eisblau«, ergänzte seine Frau Doris Breuer. Die Sitze sind teilweise weiß.

Vor fünf Jahren habe er einen anderen Mustang in der gleichen Farbe bereits in Belgien gesehen. »Damals war ich noch nicht soweit«, sagte er. Nun ist er Besitzer seines der ersten Mustangs und Teil der Interessengemeinschaft (IG) Ami-Oldtimer OWL. Insgesamt drei Fahrzeuge waren von der IG beim Stadtfest vertreten.

Streetfood-Markt auf dem Rathausplatz

Mehr von alten Fahrzeugen aus den 1960er Jahren hätte Besucher Reinhard Bruns gerne gesehen, verriet er nach der Parade auf dem angrenzen Streetfood-Markt auf dem Rathausplatz. »Es gab nur eine alte Corvette und eine alte Cobra. Aber das sind die Fahrzeuge aus den 1960er Jahren. Mir haben die alten Fahrzeuge gefehlt.« Besonders die Cobra habe es ihm angetan, sagt der Borgen­treicher, der das Fest in Western-Outfit mit seiner Frau Okka besuchte. »Die Cobra ist ein Traum von mir.« Ferngesteuert habe er sie bereits Zuhause. Aber für ein großes Modell fehle das Kleingeld.

Nach der Parade zog es die meisten Besucher direkt zum Streetfood-Markt und anschließend in die Geschäfte, die am Sonntag geöffnet hatten. 16 Street-Food-Wagen standen auf dem Rathausplatz. Mit Aktivkohle gefärbtes Vanilleeis oder Erdbeer-Käsekuchen-Eis verkaufte Nicole Goltz. »Vanille ist der Verkaufsschlager«, sagte sie. Das Konzept habe sie in den USA entdeckt.

Die Besucher hatten auf dem Markt, der bereits am Samstag geöffnet hatte, die Qual der Wahl: amerikanisch, ungarisch und japanisch, süß oder herzhaft.

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