Mi., 21.08.2019

Endspurt in der Grundschule St. Walburga vor der Eröffnung »Ein kleines Stückchen Bullerbü«

Axel Kebernik (von links), Sandra Freitag, Anne Kemper, Claudia Föller, Hannes Wiederhold, Antonia Grau, Willi Böhler, Andrea Schlüter, Johanna Schlüter, Karl-Heinz Schwarze, Barbara Biermann und Uwe Schramm kümmern sich um die Schule.

Axel Kebernik (von links), Sandra Freitag, Anne Kemper, Claudia Föller, Hannes Wiederhold, Antonia Grau, Willi Böhler, Andrea Schlüter, Johanna Schlüter, Karl-Heinz Schwarze, Barbara Biermann und Uwe Schramm kümmern sich um die Schule. Foto: Frank Spiegel

Von Frank Spiegel

Bad Driburg-Neuenheerse (WB). »Jeder kennt jeden«, »Alle passen aufeinander auf«, »Das Schulkonzept ist ideal«, »Hier gibt es noch ein kleines Stückchen Bullerbü« – die Gründe, warum Eltern ihre Kinder in die Grundschule St. Walburga in Neuenheerse schicken wollen, sind vielfältig. Am Sonntag, 25. August, wird sie eröffnet.

Bereits am Donnerstag sollen alle Arbeiten in und an der Schule erledigt sein – und das waren deutlich mehr als zunächst angenommen.

»Das Engagement im Ort war so groß, dass wir diesen Schwung gern genutzt haben, um auch im Altbau Arbeiten vorzunehmen«, freut sich Karl-Heinz Schwarze, Vorsitzender des Trägervereins der Grundschule St. Walburga über den breiten Rückhalt im Ort.

So hätten sich schnell für viele Aufgaben Freiwillige gefunden, die Arbeiten ehrenamtlich übernehmen. Die Palette ist vielfältig. Es gibt einen Rentner, der sich um das Rasenmähen kümmert, eine Floristin pflegt die Beete und vieles mehr.

Ehrenamtlich aktiv

Aktuell ist Restaurator Axel Kebernik dabei, den Sandstein an den Treppen und rund um den Altbau in den Ursprungszustand von 1949 zu versetzen. »Es geht vor allem darum, kleinere Schäden zu sanieren«, berichtet der Neuenheerser. Die historische Patina bleibe dabei aber erhalten. »Ziel ist es, das Ursprüngliche für die Zukunft zu erhalten«, sagt Karl-Heinz Schwarze.

Der Rückhalt in der Bevölkerung spiegelt sich auch durch die Mitgliedschaft im Förderverein wider: 60 Prozent der Neuenheerser Haushalte sind diesem beigetreten.

Wie Karl-Heinz Schwarze berichtet, stehen so jährlich 50.000 Euro an Mitteln für Investitionen zur Verfügung. Um das Gebäude für den Schulanfang am kommenden Mittwoch fit zu machen, seien 150.000 Euro investiert worden. »Möglich war das nur durch die Hilfe von Sponsoren, insbesondere auch des Ehepaares Schröder«, ist Schwarze dankbar.

Seit Beginn der Sommerferien sind 2000 Arbeitsstunden ehrenamtlich zur Grundsanierung und Modernisierung des Gebäudes und der Räumlichkeiten geleistet worden. »Zum Schulbeginn 2019/2020 können sich die Schüler der ersten und dritten Klasse als auch das Lehrerkollegium unter Leitung von Anne Kemper auf eine ›neue‹ Schule freuen, die einer zukunftsorientierten Schulinfrastruktur entspricht«, berichtet Karl-Heinz Schwarze.

Doch damit nicht genug: »Abschließende Erweiterungs- und Sanierungsarbeiten werden bis zu den Osterferien 2020 wiederum ehrenamtlich geleistet werden«, kündigt Karl-Heinz Schwarze an.

Die Kosten für diesen zweiten Bauabschnitt sind mit 125.000 Euro kalkuliert.

Wie Schulleiterin Anne Kemper berichtet, besuchen 20 Kinder die erste Klasse und 23 Kinder die dritte Klasse. Unterrichtet werden sie von zur Zeit sechs Lehrkräften. Schon jetzt lägen für das kommende Schuljahr 20 Anmeldungen für die erste Klasse vor. Dann werde natürlich auch das Lehrpersonal aufgestockt.

Inklusion

In der Grundschule St. Walburga spielt auch die Inklusion eine Rolle. »Ich bin von Haus aus Son­derpädagogin«, erläutert Anne Kemper. Daher sei die Grundschule St. Walburga auch bei der Inklusion dabei, es gebe eine entsprechende sonderpädagogische Förderung.

»Mir ist an einer guten Zusammenarbeit mit der Stadt und den umliegenden Schulen gelegen«, sagt die Schulleiterin. »Die Grundschule St. Walburga soll nicht der Exot in der heimischen Schullandschaft sein«, sagt sie. Heute trifft sich die Lehrerkonferenz zum ersten Mal. Gemeinsam wolle man dazu beitragen, die heimische Schullandschaft zu gestalten und zu entwickeln.

Wie vor 70 Jahren

Wenn am kommenden Sonntag die Schule ihrer Bestimmung übergeben wird, wird der Auftakt wie bei der Eröffnung 1949 sein. »Auch damals zogen alle nach dem Gottesdienst in einer feierlichen Prozession zur Grundschule«, weiß Kar-Heinz Schwarze. Das soll auch am Sonntag so sein.

Der Vorsitzende: »Der Beginn des kommenden Schuljahres ist für das ganze Dorf Neuenheerse ein besonderes Ereignis. Die Grundschule St. Walburga Neuenheerse wird erstmals die Türen für ihre Schülerinnen und Schüler öffnen und den Schulbetrieb aufnehmen.«

 

Das Eröffnungsprogramm

9.30 Uhr: Gottesdienst in der Schulkapelle St. Kaspar, anschließend Prozession zur Grundschule St. Walburga 10.30 Uhr: Segnung der modernisierten Grundschule durch die Missionare vom Kostbaren Blut und Einführung der Schulleiterin Anne Kemper

10.50 Uhr: Festakt, Moderation: Christian Schwarze; Musik: Wilfried Drüke und Campbell Shillinglaw; Begrüßung: Marcus Weiß, stellvertretender Vorsitzender Trägerverein Grundschule St. Walburga, Bernfried Jacobi, Vorsitzender Förderverein, Schulleiterin Anne Kemper und ein Schulkind

11.10 Uhr: Grußworte: Generalkonsul Manfred O. Schröder und Helga Schröder, Matthias Nadenau, Schulleiter Gymnasium St. Kaspar

11.25 Uhr: Ansprache: Karl-Heinz Schwarze, Vorsitzender Trägerverein Grundschule St. Walburga, anschließend Enthüllung der Maskottchen, Besichtigung der Grundschule Geselligkeit auf dem Schulgelände

13 Uhr: Familienprogramm mit dem Künstler Erwin Grosche: »Und Löffel zu Löffel ins Löffelfach«.

 

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