Fr., 13.09.2019

Hochmoderner Kunstrasen mit Korkgranulat wird im Iburgstadion verlegt Trainieren wie bei Kloppo

Die unkomplizierte Zusammenarbeit zwischen der ausführenden Firma Rathert Sportanlagenbau aus Höxter, dem Rat der Stadt Bad Driburg und dem Sportverein loben TuS-Vorsitzender Helge Heinemann (von rechts), Bürgermeister Burkhard Deppe und Sportanlagenbauer Gerhard Fickert.

Die unkomplizierte Zusammenarbeit zwischen der ausführenden Firma Rathert Sportanlagenbau aus Höxter, dem Rat der Stadt Bad Driburg und dem Sportverein loben TuS-Vorsitzender Helge Heinemann (von rechts), Bürgermeister Burkhard Deppe und Sportanlagenbauer Gerhard Fickert. Foto: Jürgen Köster

Von Jürgen Köster

Bad Driburg (WB). Die Arbeiten im Iburgstadion gehen auf die Zielgerade: Bis zum Mittwoch soll der neue Kunstrasen verlegt sein. Und der ist von allerfeinster Qualität. Die Champions League-Finalisten Liverpool FC und Tottenham Hotspurs trainieren auf dem gleichen Geläuf wie künftig alle Fußball-Mannschaften des TuS Bad Driburg.

»Wenn die Gesundheit mitspielte, würde ich noch einmal mit dem Fußball anfangen. Solch einen Spaß macht das darauf zu spielen«, sagt Sepp Kagerbauer. »Das sind Trainingsbedingungen wie bei Kloppo.«

Dem kann Gerhard Fickert nur zustimmen. Er ist Inhaber der Rathert Sportanlagenbau GmbH aus Höxter. »Es ist das Modernste, was an Kunstrasen momentan verarbeitet wird und erst seit gut einem Jahr auf dem Markt«, stellt Fickert fest, der früher selbst aktiv Fußball gespielt hat.

Auf älteren Kunstrasenplätze müsse der Spieler beim Schuss des Balles seinen Fuß eher »schieben«. »Auf diesem Rasen kann er den Fuß unter den Ball bringen und richtig kicken«, beschreibt der Höxteraner den Unterschied.

7900 Quadratmeter Kunstrasen werden im Iburgstadion verarbeitet. 20 Kilogramm Sand kommen pro Quadratmeter auf die Fläche, und es wird eine etwa fünf Millimeter hohe Lage Korkgranulat eingekämmt. Dieses vermittele dem Sportler zusammen mit den zwei unterschiedlichen Halmlängen ein »fast moosiges« Gefühl beim Laufen, sagt Fickert.

Das Interesse an dem neuen Kunstrasen, der ohne das in die Diskussion geratene Granulat aus Ethyl-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM) auskommt, sei im Kreis Höxter und darüber hinaus groß. »Bei mir haben sich bereits mehrere Vereine gemeldet, die sich für den Kunstrasen mit Korkgranulat interessieren«, berichtet der Höxteraner Unternehmer.

Hohe Flexibilität

Dass das Umschwenken auf Kork im Burgstadion so schnell geklappt hat, sei auch der hohen Flexibilität aller Beteiligten zu verdanken, freuen sich Bürgermeister Burkhard Deppe und TuS-Vorsitzender Helge Heinemann. Der Rat habe einstimmig im Interesse der Vereine positiv entschieden, ohne zunächst erst auf die Förderung zu warten.

Nun laufen die Arbeiten auf Hochtouren. »Die Firma arbeitet auch am Wochenende durch, denn das trockene Wetter müssen wir nutzen«, sagt Fickert.

Bis zum kommenden Mittwoch soll alles fertig sein. »Am Freitag wird zum ersten Mal auf dem neuen Rasen trainiert«, gibt sich Fußballabteilungsleiter Sepp Kagerbauer zuversichtlich.

Er glaubt auch, dass die neue Tragschicht hilft, Verletzungen zu vermeiden, die sonst bei Kunstrasenplätzen auftreten können. »Das hier ist ein Traum«, stellt der langjährige Trainerfuchs nach den ersten Schritten auf dem neuen Untergrund fest.

Eröffnungsspiel

Ob dies stimmt, davon werden sich auch die Kicker des SV Bonenburg als erste auswärtige Mannschaft überzeugen können. Sie bestreiten am Sonntag, 6. Oktober, das Eröffnungsspiel auf dem Kunstrasenplatz.

Dieser muss in Zukunft natürlich auch gepflegt werden. »Die Spezialbürste dafür ist schon da«, berichtet Kagerbauer, der sich sichtlich über die Aufwertung der Sportanlage freut. Wie Helge Heinemann berichtet, soll auch die Laufbahn des Stadions im kommenden Jahr auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden.

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