Do., 10.10.2019

Umbau der Langen Straße wird nach zehn Jahren abgeschlossen Am Montag kommen die Baken weg

Die Baken werden am kommenden Montag endgültig weggeräumt, wissen Tiefbauamtsleiter Roland Forner (von links), Baudezernent Marin Kölczer und Christian Hoblitz. Auch im Kreuzungsbereich bekommen die Fahrradfahrer eigene Spuren, ebenso wie der Busverkehr.

Die Baken werden am kommenden Montag endgültig weggeräumt, wissen Tiefbauamtsleiter Roland Forner (von links), Baudezernent Marin Kölczer und Christian Hoblitz. Auch im Kreuzungsbereich bekommen die Fahrradfahrer eigene Spuren, ebenso wie der Busverkehr. Foto: Jürgen Köster

Von Jürgen Köster

Bad Driburg (WB). Fast exakt zehn Jahre liegt es zurück, dass das damalige Architekturbüro den Vorentwurf im Rat präsentierte, nun endet der Umbau der wichtigsten Bad Driburger Straße: Am kommenden Montag werden Baken und Sperrschilder weggeräumt. Der Verkehr fließt wieder in der unteren Langen Straße.

Mit einer Baustellenparty am Freitag wird der Abschluss der Arbeiten gefeiert, die 2009 mit dem ersten Abschnitt der gesamten Maßnahmen zwischen Pyrmonter Straße und Bahnhof begonnen hatten. »Während der Umbau in der Oberstadt, in der Fußgängerzone und am Rathaus aus Städtebaufördermitteln mit finanziert wurde, kamen die Gelder im Abschnitt untere Lange Straße aus Mitteln für den kommunalen Straßenbau«, berichtet Baudezernent Martin Kölczer.

Baustellen-Party

Alle Interessierten sind am Freitag, 11. Oktober, von 18 Uhr an zu einer Baustellenparty eingeladen. Die Partyband Flexx sorgt für die musikalische Unterhaltung, an Verpflegung und an ein Zelt bei Regen ist ebenso gedacht. Die Stadt Bad Driburg freut sich über eine rege Teilnahme. Vorher besteht ab 17.30 Uhr die Gelegenheit zur Baustellenbesichtigung. Treffpunkt hierzu ist die neue Bushaltestelle unterhalb des Kinoparkplatzes.

Etwa 1,5 Millionen Euro habe die reine Baumaßnahme gekostet. Hinzu kämen weitere Ingenieur-Leistungen, die neue Ampelanlage und Arbeiten in Eigenregie. »Alles zusammengenommen, dürften fast zwei Millionen Euro zusammenkommen«, schätzt Roland Forner, Leiter des Tiefbau- und Umweltamtes bei der Stadt.

Etwa 5000 Fahrzeuge nutzen täglich die Lange Straße in ihrem Abschnitt zwischen Bahnübergang und Konrad-Adenauer-Ring. An der historischen Entwicklungsachse der Stadt zwischen Altstadt und Kurpark gibt es naturgemäß aber auch viele Fußgänger. Die bekommen nun mehr Platz. Die Fahrradfahrer erhalten eigene Streifen auf der Fahrbahn – auch im Kreuzungsbereich.

Eine eigene Spur wird ebenfalls der Busverkehr bekommen. Vor dem Kino ist die neue Bushaltestelle platziert worden. »Die Busfahrer können an der Ampelanlage eine Vorrangschaltung auslösen, die ihnen das Abbiegen nach links und rechts ermöglicht«, erklärt Forner. Die Schaltung der kompletten Ampelanlage sei sehr kompliziert. Bis Montag solle aber alles funktionieren.

»Richtig gut gelaufen«

Eigentlich sei die komplette Baumaßnahme »richtig gut gelaufen«. »Das lag einerseits daran, dass die Bodenarbeiten überwiegend schon im Vorjahr erledigt wurden, da ist man vor Überraschungen weitestgehend sicher. Andererseits spielt es eine große Rolle, dass ein örtlicher Unternehmer die Arbeiten ausgeführt hat. Da sind die Kommunikationswege kurz. Zudem hatten wir Glück mit dem Wetter«, zieht Forner ein positives Resümee.

Bei diesem Bauabschnitt sei statt des in den anderen Bereichen verwendeten Natursteins ein Betonstein zum Einsatz gekommen, weil dieser die höhere Belastung besser aufnehmen könne. Die Betonvariante sei farblich den angrenzenden Bereichen angepasst.

Erstmals Metallroste

Erstmals würden an den zu pflanzenden Bäumen Metallroste eingesetzt, betont Martin Kölczer. Sie seien begehbar und unterstrichen die großzügige räumliche Gestaltung auf den Fußwegen. Entgegen der ursprünglichen Planung könnten nur 28 neue Bäume gepflanzt werden. »Es liegen einfach an vielen Stellen zu viele Kabel und Leitungen in der Erde. Das ist zu eng«, nennt Forner den Grund. Statt der früher vorhandenen Linden würden nun Amberbäume gepflanzt, die besser für den Standort geeignet seien. »Die Linden vegetierten nur noch vor sich hin«, beschreibt der Baudezernent deren früheren Zustand.

Mit dem aktuellen Bauabschnitt sei die Umgestaltung in der Innenstadt noch nicht abgeschlossen. Im kommenden Jahr werde der Parkplatz vor dem Kino fertiggestellt.

Dann müsse man den Blick auf die Bahnhofstraße und die Brunnenstraße richten. Deren Umbau werde die Stadt zusammen mit dem Kreis realisieren, ebenso wie den der Brakeler Straße. Ebenfalls auf der Agenda hat der Baudezernent vier Dorfplatzprojekte: in Reelsen, Langeland, Alhausen und Dringenberg. »Zu tun gibt es städtebaulich immer etwas«, sagt Kölczer.

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