Kunstausstellungen in Dringenberg: „Botschaft des Holzes“ und „Die andere Seite“
„Namibia hat mich schwer beeindruckt“

Dringenberg(WB). „Holz ist nicht gleich Holz, denn jedes Holz sieht im Inneren anders aus“, sagt Rose Lichtenberger, die zur Zeit in der Burg in Dringenberg ihre großen und kleinen Holzskulpturen in der Ausstellung „Botschaft des Holzes“ zeigt. Die Künstlerin, 1950 in Kleve geboren, studierte von 1969 bis 1975 in Düsseldorf bei Holger Runge, Gottfried Wiegand, Joseph Beuys und Erwin Heerich Kunst. „Vor allem Joseph Boys nahm mich am Anfang gar nicht ernst und stellte die Frage: ‚Was willst Du eigentlich hier?‘“ sagt Rose Lichtenberger. Und ergänzt: „Da nahm ich entnervt eine dreimonatige Auszeit, entspannte und trat danach mein Kunststudium wieder an. Später wurde Joseph Boys mein – ja man kann es so sagen – Ziehvater, mit dem ich ein sehr gutes Verhältnis pflegte.“

Dienstag, 21.07.2020, 21:43 Uhr aktualisiert: 21.07.2020, 23:30 Uhr
Ingrid Heuchel (von links), Klaus Wiederrecht , Heidemarie Kluge, Sabine Erdmann und Ursula Rückert haben die Ausstellung „Die andere Seite“ im Historischen Rathaus Dringenberg organisiert. Gezeigt werden Zeichnungen, Malerei und Objekte. Foto: Reinhold Budde
Ingrid Heuchel (von links), Klaus Wiederrecht , Heidemarie Kluge, Sabine Erdmann und Ursula Rückert haben die Ausstellung „Die andere Seite“ im Historischen Rathaus Dringenberg organisiert. Gezeigt werden Zeichnungen, Malerei und Objekte. Foto: Reinhold Budde

20 Arbeiten zu sehen

Ihr Material ist Holz, das sie mit der Säge aber vor allem durch Schleifen bearbeitet. „Ich bevorzuge Obstholz, da es sehr hart ist. Und Baumstämme von Waldbränden in Portugal, wo ich neben meinem Atelier in Verl noch ein Atelier besitze. Das tote Holz führt aber auch eine Art Eigenleben, das ich schrittweise freilege, indem ich die Rinde und alle schadhaften Stellen entferne, um dann unter dem Splintholz zum Kern vorzudringen“, sagt Lichtenberger. Und der Kern des verbrannten Holzes ist dunkler und somit sind auch die Skulpturen leicht an der dunkleren Färbung zu erkennen. 20 Arbeiten aus den vergangenen drei bis vier Jahren hat Rose Lichtenberger mit nach Dringenberg gebracht.

Rose Lichtenberger (rechts) arbeitet mit Holz.

Rose Lichtenberger (rechts) arbeitet mit Holz. Foto: Reinhold Budde

Nach ihrer Studienzeit war sie Kunstlehrerin in Düsseldorf und Bielefeld und begann 1983 mit der Holzbildhauerei. 1987 baute sie ein Atelier in Steinhagen, 1998 und 2001 führte sie zusammen mit ihrem Mann zu Studienaufenthalte in Uganda und Namibia. „Vor allem Namibia hat es mir angetan, die Menschen, die Natur, das Licht, Namibia hat mich schwer beeindruckt“, sagt die 70-Jährige. Seit 2008 besitzt sie ein Atelier in Verl, in dem sie täglich arbeitet. Und das mit viel Freude.

Zu besichtigen sind ihre Werke in der Burg Dringenberg mittwochs und samstags von 14 bis 17 Uhr und sonntags/feiertags von 10 bis 12 und um 14 bis 17.30 Uhr.

Im Historischen Rathaus Dringenberg zeigen fünf Mitglieder des Kulturvereins ArtD Driburg ihre Zeichnungen, Malerein, Objekte und Fotografien in ihrer ersten gemeinsamen Ausstellung „Die andere Seite“. Die Künstler Sabine Erdmann, Ingrid Heuchel, Heidemarie Kluge, Ursula Rückert und Klaus Wiederrecht sind teilweise bereits seit vielen Jahren malerisch tätig und arbeiten auf Papier, Pappe oder Glas.

Förderung der Kunst

Der Kulturverein ArtD Driburg hat die Pflege der Künste, insbesondere die Förderung der bildenden Kunst, zur Aufgabe gemacht. 122 Mitglieder besitzt der Verein, darunter sind 62 Mitglieder als aktive Künstler. „Ich bin erst seit einem Jahr dabei und somit noch eine Anfängerin unter den anderen Mitgliedern. Aber durch mein Architekturstudium bin ich zum Zeichnen gekommen und habe dabei viel Freude erhalten“, sagt Ursula Rückert. Geöffnet ist die Ausstellung im Historischen Rathaus samstags von 14 bis 17 Uhr, sonn- und feiertags von 14 bis 17.30 Uhr. Beide Ausstellungen können bis zum 6. September besucht werden.

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