Katharina Willberg von der Polizei Höxter informiert im Gymnasium St. Xaver
Gefahren im Internet richtig begegnen

Bad Driburg (WB). Der Umgang mit den neuen Medien stellt für die meisten Schülerinnen und Schüler eine Selbstverständlichkeit dar, beinhaltet aber auch riskante Gefahren.

Samstag, 26.09.2020, 03:07 Uhr aktualisiert: 26.09.2020, 03:10 Uhr
Beleidigungen, Nötigungen oder Bedrohungen sind Bestandteile des „Cybermobbing“ und genauso strafbar wie im realen Leben. Foto: dpa
Beleidigungen, Nötigungen oder Bedrohungen sind Bestandteile des „Cybermobbing“ und genauso strafbar wie im realen Leben. Foto: dpa

Darauf hat Katharina Willberg von der Polizei Höxter während ihres Vortrags zum Thema „Cybercrime“ aufmerksam gemacht, den sie vor Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 8 am Gymnasium St. Xaver hielt.

Sich zur Wehr setzen

Deutlich wurde dies unter anderem an dem Beispiel „Cybermobbing“: Katharina Willberg führte den Jugendlichen anschaulich vor Augen, wie schnell jeder davon betroffen sein kann, wie sich aber auch jeder dagegen zur Wehr setzen kann.

„Schließlich handelt es sich bei Beleidigungen, Nötigungen oder Bedrohungen im Internet in gleicher Weise um eine Straftat, wie dies auch in der realen Welt der Fall ist“, klärte die Fachfrau auf. Daher seien auch alle, die Zeugen einer solchen Tat seien, gesetzlich dazu verpflichtet, zu helfen und zur Aufklärung des Sachverhalts beizutragen, wie Katharina Willberg erläuterte.

Zur Aufklärung beitragen

„Ebenso stellt die Verbreitung extremistischer Inhalte eine Gefahr dar“, berichtete sie. Mit zunächst noch recht harmlos, weil gedankenlos wirkenden Fotos oder Videos werde zunehmend versucht, unter jungen Menschen extremistische Ansichten zu verbreiten und sie so nach und nach für sich zu gewinnen. Deshalb sei es umso wichtiger, kritisch mit entsprechenden Inhalten umzugehen – auch deshalb, weil der Besitz solcher Inhalte, zum Beispiel durch das Speichern auf dem Smartphone, eine Straftat darstelle.

Kritisch sein

Katharina Willberg: „Bekommt jemand eine Nachricht geschickt, die extremistisches Gedankengut beinhaltet, ist diese Person verpflichtet, die Nachricht zu löschen und diese Straftat zur Anzeige zu bringen – ein Umstand, dem viele keine Beachtung schenken, weil sie vermeintliche Freunde nicht ‚ans Messer liefern‘ wollen.“

Daran und an einigen weiteren Beispielen wie unter anderem dem Recht am eigenen Bild oder dem Urheberrecht wurde exemplarisch deutlich, dass es sich beim „World Wide Web“ eben nicht um einen rechtsfreien Raum handelt, sondern dass jeder auch im Internet Verantwortung für sein Handeln tragen muss.

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