Workshops vermitteln Tipps und Tricks am Gymnasium St. Xaver
Schüler lernen mit iPads

Bad Driburg (WB). Die Digitalisierung am Gymnasium St. Xaver schreitet in großen Schritten voran. Als nächster „Meilenstein“ wurden iPads als digitale Lernbegleiter in den Jahrgangsstufen 8 und 10 eingeführt. Im Zuge von verschiedenen Workshops erlernten die Schülerinnen und Schüler nun Tipps und Tricks rund um den Umgang mit dem neuen digitalen Endgerät.

Montag, 28.09.2020, 22:00 Uhr
Caterina Rehermann und Viola Stefan (von links) aus der Jahrgangsstufe 10 des Bad Driburger Gymnasiums St. Xaver arbeiten, mit der App ‘GoodNotes’. Unterstützt werden sie dabei von Lehrer Albert Hellekes. Foto: Gymnasium St. Xaver
Caterina Rehermann und Viola Stefan (von links) aus der Jahrgangsstufe 10 des Bad Driburger Gymnasiums St. Xaver arbeiten, mit der App ‘GoodNotes’. Unterstützt werden sie dabei von Lehrer Albert Hellekes. Foto: Gymnasium St. Xaver

Die Freude war spürbar groß, als die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 10 Anfang September endlich ihre iPads in Empfang nehmen konnten. Nach langer Zeit der Vorbereitungen und einer durch die Corona-Pandemie verlängerten Wartezeit kann es nun also losgehen. Bereits im Schuljahr 2017/18 begannen am Gymnasium St. Xaver mit der Erarbeitung eines neuen schulinternen Medienkonzepts auf Basis des „Leitbilds Medien“ des Erzbistums Paderborn sowie des Medienkompetenzrahmens NRW die Vorbereitungen für die Einführung von iPads als Lernbegleiter.

Professionell ausgerüstet

Mehrere Fortbildungsveranstaltungen zum schulischen Einsatz des iPads bereiteten zunächst die Lehrerinnen und Lehrer auf Chancen und Risiken vor. Seit dem Schuljahr 2019/20 ist nun auch die professionelle Infrastruktur (WLAN, AppleTV, Beamer oder Touchscreens) in allen Räumen des Gymnasiums St. Xaver vorhanden und alle Lehrenden am St. Xaver benutzten dienstliche iPads für die Unterrichtsvorbereitung, -durchführung und -nachbereitung. Verbunden mit dieser eingeleiteten Entwicklung wurde das St. Xaver im Oktober 2019 als „Digitale Schule“ bei der nationalen Initiative „MINT Zukunft schaffen“ ausgezeichnet.

Nun folgte also mit der Einführung der Lernenden-iPads der nächste große Etappenschritt. Schulleiter Antonio Burgos freut sich über den bereits erfolgreich gemeisterten Prozess und betont die „neuen Möglichkeiten der Individualisierung von Lernprozessen durch die iPads, zum Beispiel durch ein breiteres Spektrum an Lernmedien wie Texten, Podcasts, Fotos, Videos, Musik oder auch 3D-Modellen.“

Enorme Möglichkeiten im Schulalltag

Aber auch im Hinblick auf den Erwerb medialer Kompetenzen bieten die Tablets enorme Möglichkeiten im Schulalltag, wie Koordinator Severin Girolstein ergänzt: „Wir können so den Lernenden mehr Verantwortung im eigenen Lernprozess übertragen und ihnen gerade durch die 1:1-Ausstattung umfassendere Medienkompetenzen vermitteln, auch durch eine regelmäßige kritische Reflexion des Medieneinsatzes.“ Denn, so betont Severin Girolstein, es müsse klar gesagt werden, dass die iPads nicht als „Allheilmittel“ gesehen werden dürften. So werden traditionelle Lehr- und Lernmethoden fortan durch die digitalen Möglichkeiten gewinnbringend ergänzt, nicht aber ersetzt – beispielsweise durch den sehr anschaulichen Einsatz von „augmented reality“ in den Naturwissenschaften. Wie wichtig und notwendig ein angeleitetes, tägliches und in allen Fächern praktiziertes Erlernen und Einüben von Medienkompetenzen unter anderem für die angestrebte Studierfähigkeit und das spätere Berufsleben sei, hätten ihnen bereits die Erfahrungen der ersten Tage gezeigt, so der Medienkoordinator.

iPads privat nutzen

Für die Einführung der iPads hat das Erzbistum Paderborn als Schulträger ein spezielles Konzept erarbeitet: Die ungefähr 200 Tablets (inklusive Apple Pencil, Tastatur und Versicherung) für die Jahrgangsstufen 8 und 10 wurden von den Eltern der Schülerinnen und Schüler bei der Gesellschaft für digitale Bildung (GfdB) gekauft, so dass die Geräte Eigentum der Schülerinnen und Schüler oder ihrer Eltern sind. Sie unterliegen zwar als schulische Lernmittel bestimmten, von der Schule definierten Einschränkungen, können aber nach dem Unterricht sowohl für schulische Zwecke als auch privat von der Familie genutzt werden. Derzeit laufen nun bereits die Planungen für die kommenden Jahrgangsstufen 8 und 10, die im folgenden Schuljahr mit iPads ausgestattet werden. Langfristig werden am St. Xaver also alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 13 mit digitalen Endgeräten arbeiten.

Endgeräte für alle

Neben diesen elternfinanzierten Schüler-iPads freut sich Schulleiter Antonio Burgos über die Anschaffung weiterer 180 schuleigener Tablets. Diese beachtliche Anzahl an Endgeräten sei vom Schulträger finanziert worden. Sie stünden allen Klassen nach vorheriger Reservierung durch die jeweiligen Lehrerinnen und Lehrer zur Verfügung, meint der Schulleiter.

Um die iPads nun auch möglichst schnell konstruktiv im Unterricht einsetzen zu können, wurden die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 10 in schulinternen Workshops mit verschiedenen Apps, Tipps und Tricks sowie den Regeln zum Einsatz vertraut gemacht. So führte beispielsweise Dr. Stephan Blazy die Lernenden in die Benutzung des Schulportals ein, der neuen digitalen Lernplattform des St. Xaver.

In weiteren Workshops wurden Grundstrukturen der Apps „GoodNotes“, „Keynote“, „Pages“ und „Numbers“ praxisorientiert durch Kolleginnen und Kollegen vermittelt. Paul Nolte, Schüler der Jahrgangsstufe 10, fasst passend zusammen: „Es ist einfach spannend und praktisch, was man alles mit dem iPad machen kann, insbesondere die Möglichkeit, all seine Unterlagen ‚auf einem Fleck‘ zu ordnen.“

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