Sachverständige prüfen neue Glocken der Gemeinde St. Peter und Paul Bad Driburg
Sehr gute Qualität bescheinigt

Bad Driburg -

Eine „sehr gute Qualität“ hat Dr. Gerhard Best am Freitagnachmittag den sieben neuen Glocken der katholischen Gemeinde St. Peter und Paul bescheinigt. Er muss es wissen, denn er ist Glockensachverständiger des Erzbistums Paderborn.

Samstag, 21.11.2020, 04:29 Uhr aktualisiert: 21.11.2020, 08:21 Uhr
Die Glockensachverständigen des Erzbistums Dr. Gerhard Best (rechts) und Theo Halekotte prüfen die Glocken mit voller Konzentration.
Die Glockensachverständigen des Erzbistums Dr. Gerhard Best (rechts) und Theo Halekotte prüfen die Glocken mit voller Konzentration. Foto: Frank Spiegel

Zusammen mit seinem Kollegen Theo Halekotte hat er die Klangdaten der Glocken analysiert. Dazu gehören auch die so genannten Nachhallwerte. „Das ist ein Kriterium für eine gute Gussqualität“, erläutert der Fachmann. Darüber hinaus werden die Glocken exakt vermessen und schließlich fotografiert.

Fachleute prüfen Bad Driburgs neue Glocken

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  • Ein sehr gutes Gehör ist gefragt, wenn die Klangdaten der Glocken analysiert werden, in diesem Fall von Dr. Gerhard Best..

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  • Acht Ohren hören mehr als zwei - drei Ohrenpaare gehören in diesem Fall dem Glockensachverständigen-Nachwuchs.

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  • Theo Halekotte (links) und Dr. Gerhard Best schlagen die Glocken mit Stimmgabeln an.

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  • Die Klangkörper werden auch gemessen und fotografiert.

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  • Die beiden Glockensachverständigen verzichten auf elektronische Geräte und arbeiten lieber mit Stimmgabeln und ihrem geschulten Gehör.

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  • Die Fachleute wollen sicherstellen, dass die Kirchengemeinden für ihr Geld eine gute Qualität bekommen. In Bad Driburg ist das der Fall.

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  • Der Klang wird sowohl im unteren als auch im oberen Bereich überprüft.

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  • Die Glocke trägt das Bibelwort aus dem 1. Johannesbrief: „Wir sind aus dem Tod in das Leben hinübergegangen, weil wir die Schwestern und Brüder lieben.“ Sie wird der Heiligen Mutter Teresa von Kalkutta geweiht und wiegt 1250 Tonnen.

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  • Dr. Gerhard Best ist nicht nur Glockensachverständiger, er ist auch nicht residierender Domkapitular.

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Dr. Gerhard Best und Theo Halekotte schlagen die Glocken immer wieder an – mit dem großen Schlägel und auch mit sehr viel kleineren verstellbaren Stimmgabeln. Konzentriert hören sie zu und ziehen daraus ihre Schlüsse. „Es gibt auch elektronische Messgeräte. Aber da sind Herr Halekotte und ich noch von der alten Welt“, sagt der Glockensachverständige schmunzelnd.

„Wir sind verantwortlich dafür, dass die Kirchengemeinden für ihr Geld eine gute Qualität kriegen, und das ist in dem Fall auch so“, versichert er.

Ebenfalls konzentriert zu hören auch drei jüngere Männer. Sie sind Glockensachverständige in der Ausbildung und wollen von den beiden erfahrenen Profis lernen.

An sich hätte diese akustische Bestandsaufnahme Anfang November in der Gießerei in Holland sein sollen. Coronabedingt durften die beiden Sachverständigen nicht einreisen, so prüfen sie die Glocken vor Ort. Die Pandemie ist auch dafür verantwortlich, dass das neue Geläut erst Anfang Januar und nicht wie geplant von Montag an erklingt: Von sechs Mitarbeitern des Glockenstuhlbauunternehmens waren zwei an Corona erkrankt.

„Und eine Party mit Pommes und Bier wie geplant wird es auch nicht geben“, bedauert Pfarrer Hubertus Rath. Gleichwohl freut er sich riesig über die neuen Glocken. Sie werden diesen Sonntag geweiht.

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