Therme in Bad Driburg investiert 600.000 Euro in neue Technik, Saunen und Schönheitsreparaturen
Saunieren vor Alpen-Panorama

Bad Driburg -

Etwa 600.000 Euro fließen derzeit in die Sanierung der Driburg-Therme. Das Herzstück, eine neue Filteranlage für alle Becken mit 32 Grad warmem Wasser, ist bereits im vergangenen Sommer fertig gestellt worden. „Die alte Technik war nach 26 Jahren abgängig, die Filter hatten Risse bekommen“, berichtet Geschäftsführerin Christiane Seemer.

Samstag, 06.03.2021, 05:41 Uhr aktualisiert: 06.03.2021, 05:50 Uhr
258 Kubikmeter Wasser fasst das Hauptbecken. Christiane Seemer hofft, es bald wieder füllen zu können.
258 Kubikmeter Wasser fasst das Hauptbecken. Christiane Seemer hofft, es bald wieder füllen zu können. Foto: Marius Thöne

Aber auch optisch hat sich in der Therme viel getan. Die Fassaden zum Innenhof wurden frisch gestrichen und schadhafte Stellen am Putz ausgebessert. Die Gänge entlang der Umkleidekabinen erhielten ebenfalls einen neuen Anstrich, einheitlich in drei unterschiedlichen Türkis-Tönen. „So wie es bei der Eröffnung vor mehr als 25 Jahren auch ausgesehen hat“, berichtet Seemer. Besonders stolz ist die 60-Jährige auf ihr 40-köpfiges Team, das sich derzeit in Kurzarbeit befindet. Alle hätten bei den Renovierungsarbeiten mit angepackt und zum Teil selbst zu Farbe und Pinsel gegriffen. „Alle möchten wieder arbeiten. Wir hoffen, dass es bald wieder losgeht.“ Die Chefin schätzt, dass die Therme nach Bekanntgabe eines Öffnungstermins etwa vier Wochen braucht, bis der Betrieb wieder starten kann. Unter anderem sind im Moment die Innenbecken leer, weil Fliesen erneuert oder Fugen abgedichtet wurde. Alleine in das Hauptbecken unter der im Übrigen frisch geputzten Lichtkuppel passen 252 Kubikmeter Wasser. „Das geht nicht von heute auf morgen“, sagt Seemer. Auch müsse das Wasser erst wieder aufgeheizt werden. Dabei hilft in Bad Driburg ein neues 50-Kilowatt großes Blockheizkraftwerk.

Eine Baustelle ist der Saunabereich. Hier soll eine Heu-Sauna entstehen, die einer Almhütte aus Südtirol nachempfunden ist und in der sich Badegäste vor einem Bergpanorama erholen können. Die alte Salzsauna ist bereits ausgebaut worden. Die neuen Fliesen liegen auch schon. Seemer geht davon aus, dass die Sauna Ende April fertig ist.

Auch die Infrarotsauna wird derzeit neu gebaut. Statt einer Bank sollen in der neuen künftig drei einzelne Sessel aufgebaut werden. Das Infrarotlicht schaltet aus Energiespargründen nur dann an, wenn auch jemand in den Sesseln sitzt.

Die Driburg-Therme hat im Corona-Jahr deutlich Besucher eingebüßt. Es kamen rund 48.000 Menschen, 2019 waren es noch 103.000 gewesen. „Wir hatten ja nur sechs Monate geöffnet“, berichtet Christiane Seemer. Nach dem ersten Lockdown hätten nur 100 Menschen gleichzeitig in der Therme sein dürfen.

Das Thermalbad sei für die Infrastruktur wichtig. Seemer widerspricht Aussagen aus der Gastronomie, wonach der Kurpark wichtiger sei als die Therme. „Ich denke, dass wir nur alle zusammen den Standort nach vorne bringen können“, sagt sie und hofft, dass die Liegestühle in der Therme bald wieder herausgestellt werden können.

 

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