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Di., 24.03.2015

»Deutz-Willi« hat ein neues Ziel: Winfried Langner (79) aus Lauenförde macht sich mit »Robert« auf Rentner will mit Traktor zum Nordkap

Zusammen mit Günther Ingwersen aus Nordfriesland beginnt Winfried Langner (Foto) aus Lauenförde am 2. Mai seine Reise ans Nordkap. Vier Länder werden die 77 und 79 Jahre alten Männer durchqueren, insgesamt 7600 Kilometer zurücklegen. Langner freut sich drauf.

Zusammen mit Günther Ingwersen aus Nordfriesland beginnt Winfried Langner (Foto) aus Lauenförde am 2. Mai seine Reise ans Nordkap. Vier Länder werden die 77 und 79 Jahre alten Männer durchqueren, insgesamt 7600 Kilometer zurücklegen. Langner freut sich drauf. Foto: Alexandra Rüther

Von Alexandra Rüther

Lauenförde (WB). Winfried Langner aus Lauenförde geht wieder auf große Tour. Nach seinem Mallorca-Abenteuer 2013 plant der rüstige Rentner jetzt mit Robert, seinem Deutz-Traktor, eine Reise ans Nordkap. Am 2. Mai geht es los.

Seit 2006 unternimmt der ehemalige Baumaschinenmonteur immer wieder größere Touren mit seinem Deutz: angefangen mit der Trecker-WM auf dem Großglockner über eine Reise in die Schweiz auf den St. Gotthard bis zum vorläufigen Höhepunkt 2013 – Mallorca. Die Reise hatte er seiner kurz zuvor verstorbenen Frau gewidmet, die die Balearen-Insel schon mehrmals angeflogen hatte. »Ich habe aber Muffe vor den Flugzeugen, deshalb bin ich nie mitgeflogen«, erzählt Langner, der die Reise nach Spanien deshalb mit seinem Robert angetreten hat. Warum heißt sein Traktor eigentlich Robert? Langner klärt auf: »Es gab ein Bilderbuch, das ich meiner Enkelin oft vorgelesen habe. In der Geschichte ging es um einen Opa, der einen Trecker restauriert und ihn dann Robert genannt hat. Und als ich dann selber begonnen habe, einen alten Deutz zu restaurieren, hat meine Enkelin ihm diesen Namen gegeben.«

Seit seinen Touren ist Langner als »Deutz-Willi« bekannt. Ein Fernsehteam vom NDR hat ihn nach Mallorca begleitet, mit Robert ist er ins RTL-Fernsehstudio getuckert und war Gast beim Jahresrückblick mit Günther Jauch. Das hat er in diesem Jahr wieder vor. Doch zunächst steht erst einmal die Reise ans Nordkap an. Er wird die Tour zusammen mit Günther Ingwersen aus Nordfriesland bestreiten. Dessen Sohn hatte die Berichte über Winfried Langner im Fernsehen gesehen und seinen Vater (77) darauf angesetzt. »Günther hat mich eines Sonntags hier in Lauenförde besucht und die Chemie hat spontan gestimmt«, sagt Langner, der mittlerweile auch schon einmal zehn Tage in Nordfriesland zu Besuch war und auf den zwei Ponyhöfen mit angepackt hat, die Günther Ingwersens Sohn dort betreibt. Die beiden hatten Gelegenheit sich kennen zu lernen und sind deshalb fest davon überzeugt, dass sie gut zusammenpassen.

Einmal Nordkap und zurück, das sind 6700 Kilometer, die die beiden vor der Brust haben. Fünf Monate planen sie dafür ein. Die Route ist vom ADAC ausgearbeitet worden, »aber mein Sohn Wolfgang hat sie verfeinert, damit wir auch genügend Anlaufstellen haben«. 120 bis 130 Kilometer wollen sie pro Tag zurücklegen, auf Campingplätzen übernachten. »Das ist schon nicht ohne«, sagt Langner. Schließlich ist auch sein Robert nicht mehr der jüngste. Langner hat ihn deshalb jüngst auf Herz und Nieren geprüft, Kolben und Zylinder erneuert – er läuft.

Mit dabei wird wieder ein Team vom NDR sein – Langner war gerade zusammen mit seinem Mitstreiter in Hamburg, um alles zu besprechen. »Sie werden in Lauenförde filmen, wenn es los geht und dann bis Dänemark mitfahren.« Für Winfried Langner ist es das Größte, auf seinem 15 PS starken Robert durch die Lande zu tuckern. »Das ist ein Gefühl von Freiheit und noch viel mehr«, sagt er. Er könnte sich nicht vorstellen, mit dem Bus oder Schiff ans Nordkap zu reisen. Denn dann würden ihm all die besonderen Erlebnisse und Begegnungen entgehen, die auch seinen Mallorca-Trip zu etwas ganz Besonderem gemacht haben.

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