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Fr., 10.02.2017

Zehn-Millionen-Euro-Projekt: Bau-Fahrplan für 2017 steht – Absprachen von Straßen NRW mit Stadt Beverungen Erster Brückenneubau an der Oberweser seit fast 40 Jahren

Für 700 000 Mark ist die Beverunger Brücke 1949 errichtet worden, 1950 war Freigabe der 200 Meter langen Stabbogenbrücke. Im Zweiten Weltkrieg sprengten Pioniere beim Anrücken der Amerikaner die Weserbrücke. Das neue Bauwerk wird parallel der Altanlage gebaut. Diese Bäume müssen Montag dafür weichen.

Für 700 000 Mark ist die Beverunger Brücke 1949 errichtet worden, 1950 war Freigabe der 200 Meter langen Stabbogenbrücke. Im Zweiten Weltkrieg sprengten Pioniere beim Anrücken der Amerikaner die Weserbrücke. Das neue Bauwerk wird parallel der Altanlage gebaut. Diese Bäume müssen Montag dafür weichen. Foto: Timo Gemmeke

Von Michael Robrecht

Beverungen (WB). Erstmals seit fast vier Jahrzehnten wird an der Oberweser eine neue Brücke gebaut. Die Bauarbeiten für den Beverunger Flussübergang sollen im Frühsommer 2017 starten, kündigte Straßen NRW an. Vorbereitende Maßnahmen laufen bereits.

Auf der niedersächsischen Weserseite am Lauenförder Ufer hat es in diesem Winter erste Rodungsarbeiten gegeben. Auf der ostwestfälischen Weserseite sind für kommenden Montag Baumfällungen auf dem Neubaugelände direkt neben der alten Beverunger Brücke angekündigt worden, die die Landesbetrieb-Niederlassung Peckelsheim übernimmt.

Laut Gerhard Hüllweg, Sprecher von Straßen NRW in Paderborn, verlassen die Ausschreibungen für die neue Brücke, über die auch die B241 führt, Ende Februar/Anfang März sein Haus. Das Angebote-Sichten und die Submission sollen dann zügig folgen, so dass noch im ersten Halbjahr 2017 der erste Spatenstich getätigt werden könne.

Hüllweg weist aber auch darauf hin, dass bei einem Überschreiten der Zehn-Millionen-Euro-Kostengrenze in der Ausschreibung erst noch das Berliner Bundesverkehrsministerium das Projekt prüfe und es gesondert genehmigen müsse. »Das könnte den Baubeginn verschieben«, erläuterte der Sprecher von Straßen NRW. Dennoch sei er sich sicher: »In diesem Sommer wird gebaut.«

Brücke mangelt es an Tragkraft

Der Brückenneubau ist notwendig, weil die Nachkriegsbrücke von 1949 (200-Meter-Stahlbogenbrücke) nicht mehr die erforderliche Tragkraft besaß, um den Schwerlastverkehr aufzunehmen. Eine Ampel engt seit März 2014 die beiden Fahrspuren auf der Brücke ein. Nur so ist es möglich, dass weiter Lkw die Brücke überqueren können.

Ein Abriss droht übrigens auch der 1956 eingeweihten Weserbrücke in Höxter, wo die Gutachter noch in diesem Februar Straßen NRW das lang erwartete Statikgutachten übergeben und ein »Urteil« sprechen wollen, wie Gerhard Hüllweg berichtete.

Beverungens Bürgermeister Hubertus Grimm erklärte, dass die Stadt in permanenten Gesprächen mit Straßen NRW stehe und alle Details zum Brückenbau im Vorfeld abgesprochen worden seien. Beim Stadtjubiläum »600 Jahre Beverungen« und beim Schützenfest könnten die Festwiesen und für den Lunapark das Areal an der Halle unbeeinträchtigt einbezogen werden. Die Koordinierung sei bisher problemlos gelaufen.

Ein genaues Modell fehlt noch

Wie die Brücke genau aussieht, davon gibt es laut Straßen-NRW-Sprecher Hüllweg noch kein genaues Modell. Gewünscht sei erneut eine Konstruktion mit Bogen, aber die genaue Optik werde mit dem Generalbauunternehmen, das die Ausschreibung gewinne, im Detail festgelegt. Es könne ein Bogen werden, vielleicht aber auch nur eine flache Lösung wie sie in Höxter zurzeit stehe.

Gerhard Hüllweg denkt optimistisch: Vielleicht sei die neue Brücke schon Ende 2018 und nicht erst 2019 fertig. Die neue Beverunger Weserquerung ist der erste Brückenneubau seit Einweihung der Lüchtringer Brücke 1977 und der Brücke am früheren Kernkraftwerk Würgassen Anfang der 80er Jahre.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Wochenende, 11./12. Februar, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Höxter.

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