Parteivorsitzende unterstützt CDU-Wahlkämpfer Armin Laschet in Beverungen – mit Video
Angela Merkel: »Vieles wird besser!«

Beverungen (WB). Offenbar war lange niemand mehr von Rang in diesem Zipfel Nordrhein-Westfalens. »Sie sind der erste Regierungschef seit Ludwig Erhard, der den Kreis Höxter besucht!«, rief CDU-Landtagskandidat Matthias Goeken unter tosendem Applaus Bundeskanzlerin Angela Merkel zu, als sie  in der Stadthalle von Beverungen eintraf.

Freitag, 28.04.2017, 15:25 Uhr aktualisiert: 28.04.2017, 15:36 Uhr
Mit ihrer fast 40-minütigen Rede begeisterte Angela Merkel offenbar das Publikum, denn das klatschte zum Schluss stehend. Foto: Oliver Schwabe
Mit ihrer fast 40-minütigen Rede begeisterte Angela Merkel offenbar das Publikum, denn das klatschte zum Schluss stehend. Foto: Oliver Schwabe

Der Saal tobte, als sich die CDU-Chefin händeschüttelnd nach vorne durch die Reihen kämpfte. Es war ihr erster von sieben Wahlkampfauftritten in Nordrhein-Westfalen, mit denen sie den CDU-Landesvorsitzenden Armin Laschet in den letzten zwei Wochen vor der Wahl unterstützen will.

Kanzlerin in Beverungen: viel Sicherheit und Warteschlangen

1/31
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht
  • Foto: Michael Robrecht

Schon eine Stunde vor Öffnung der Halle hatten viele der fast 1000 Menschen, die eine Karte ergattert hatten, vor den Türen gewartet, um einen Platz weit vorne zu bekommen. Jetzt jubelten sie der Kanzlerin zu, die Laschet in den höchsten Tönen angekündigt hatte: »Wenn ich gefragt werde, warum es Deutschland so gut geht, sage ich: ›Weil wir Frau Merkel haben‹!« Die Bundeskanzlerin erklärte, sie begleite Armin Laschet bewusst aufs Land, weil  die NRW-Regierung in ihrer Politik den Fokus auf die großen Städte lege und den ländlichen Raum vernachlässige. Die CDU-Chefin erwähnte das langsame Internet und den Abzug von Polizisten aus der Fläche. »Menschen auf dem Land haben das gleiche Sicherheitsbedürfnis wie die in der Stadt.« Einbrüche seien ein großes Problem. »NRW hat 22 Prozent der Einwohner in Deutschland, aber 38 Prozent der Einbrüche. Deshalb ist jetzt die Zeit zum Wechsel da!«

Von Jubel und Applaus unterbrochen

Immer wieder wurde Merkel von Applaus und Jubel unterbrochen, wenn sie die rot-grüne Landesregierung geißelte und vom Unterrichtsausfall in NRW sprach, vom zögerlichen Straßenausbau und mangelnder Finanzausstattung der Städte. »Keine andere Bundesregierung hat den Ländern soviel Geld für die Kommunen gegeben wie wir, aber wir haben den Verdacht, dass in NRW nicht alles vor Ort ankommt.«

Dann war es kein Beifall, sondern ein Zwischenruf, der die Kanzlerin innehalten ließ. »Sie können Menschen doch nicht einfach in den Krieg nach Afghanistan zurückschicken!«, erregte sich ein Besucher, und Merkel griff die Kritik auf. »Der Mann hat ja recht!«, rief sie – um dann zu erklären: »Die Hälfte der Afghanen bekommt eine Aufenthaltserlaubnis, die andere nicht.« Es sei das falsche Signal, allen 30 Millionen Afghanen zu sagen, sie könnten kommen – ganz gleich, ob verfolgt oder aus anderen Gründen. »Es ist eine schwierige Abwägungen, weil es so viele Plätze auf der Welt gibt, die nicht den Wohlstand und die Sicherheit haben wie wir.«

Zum Schluss äußerte Merkel noch einen Wunsch: »Viele Leute sind heute nicht mehr in die volle Halle hereingekommen, und viele wollten das auch gar nicht. Erzählen Sie allen, was wir heute besprochen haben.« Jeder solle sich am 14. Mai fragen, ob es ihm so gut gehe wie beispielsweise den Menschen in Bayern. »Auch mit einer neuen Landesregierung werden in NRW nicht alle Probleme verschwinden«, sagte Merkel. »Aber vieles wird besser.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4795496?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2851039%2F
Grenzkontrollen und Einreiseregeln wegen Corona verschärft
Das Nachbarland Tschechien zählt als Hochrisikogebiet. Nun gelten strengere Einreiseregeln nach Deutschland.
Nachrichten-Ticker