Fr., 10.08.2018

Dalhäuser Verein feiert 70-jähriges Bestehen Spielleute prägen Dorfleben

Der Spielmannszug Dalhausen feiert am vorletzten Augustwochenende sein 70-jähriges Bestehen in einem Festzelt auf dem Bleicheplatz. Höhepunkt ist ein großer Musikumzug am Samstag mit vielen befreundeten Vereinen.

Der Spielmannszug Dalhausen feiert am vorletzten Augustwochenende sein 70-jähriges Bestehen in einem Festzelt auf dem Bleicheplatz. Höhepunkt ist ein großer Musikumzug am Samstag mit vielen befreundeten Vereinen. Foto: privat

Dalhausen (WB). Der Spielmannszug Dalhausen wird 70 Jahre alt und feiert das am Wochenende, 24. bis 26. August, mit einem Dorffest auf dem Bleicheplatz.

Am Freitagabend beginnt das Fest zunächst mit einer Messe in der Kirche. Im Anschluss wird am Kriegerdenkmal der Gefallenen gedacht.

Großer Umzug mit vielen Gästen und Gemeinschaftsspiel

Mit einem großen Musikumzug der befreundeten Vereine startet dann der Samstag. Daran nehmen folgende Spielmannszüge und Musikvereine teil: Musikverein Auenhausen, Spielmannszug Borgholz, Spielmannszug Istrup, Spielmannszug Ottbergen, Fanfarenzug Siddesen, Spielmannszug Steinheim, Spielmannszug Würgassen, Musikverein Dalhausen und der Spielmannszug Dalhausen. »Der Spielmannszug Natzungen sowie der Spielmannszug Lütmarsen werden an dem Tag mit einer Abordnung unsere Gäste sein«, sagt die Schriftführerin des Vereins, Anna-Maria Rose.

Tanz im Zelt und Frühschoppen

Nach dem Umzug durchs Dorf treffen sich alle Musikanten zum Gemeinschaftsspiel vor der Kirche. Im Festzelt haben dann die Vereine die Möglichkeit, beim Bühnenspiel ihre Musik zum Besten zu geben. Am Abend lädt die Bevertaler Dorfmusik zum Tanz ein.

Der Sonntag startet mit einem Frühschoppen, nachdem die Spielleute zum Wecken durch das Dorf marschiert sind. Die musikalische Begleitung des Frühschoppens erfolgt durch den Musikverein Dalhausen. Am Nachmittag treten die Bevertaler Dorfmusiker noch einmal auf. Parallel hierzu gibt es Kaffee und Kuchen im Ansgariushaus.

Schon ein Jahr nach der Gründung war der Verein erfolgreich

Im Jahr 1948 gründeten acht Spielmannsmusikinteressierte in der Gastwirtschaft Groll in Dalhausen einen neuen Spielmannszug. Die ersten drei Trommeln und fünf Flöten waren Überbleibsel einer im Zweiten Weltkrieg bestehenden »Knüppelmusik« der Turnerschaft in Dalhausen. Noten gab es in dieser Zeit noch nicht.

Bereits im Jahr 1949 erreichten diese acht Spielleute, von denen Karl Salmagne der flötespielende Stabführer war, den vierten Platz in der B-Klasse beim Kreiswettstreit in Stahle. Als Karl Salmagne 1952 den Spielmannszug aus beruflichen Gründen verließ, herrschte bis 1953 Sorge um den Fortbestand, da die Übungsabende ohne einen geschulten Ausbilder nicht möglich waren.

Zufälliges Treffen bringt neuen Stabsführer

Anfang 1953 trafen die Dalhäuser Spielleute jedoch zufällig auf den Haarbrücker Heinrich Bochnig, welcher dort vergeblich versuchte einen Tambour-Corps aufzubauen. »Unter seiner mit militärischer Zackigkeit durchgeführten Leitung erhielt der Verein einen perfekten Schliff des äußeren Erscheinungsbildes« heißt es in der Vereinschronik.

1957 musste dann Heinrich Bochnig den Spielmannszug aus beruflichen Gründen verlassen. In dieser besonderen Situation, war es dann Joachim Keil, der neuer Stabführer wurde. In den folgenden Jahren kamen dann zum ersten mal auch außermusikalische Auftritte des Spielmannszuges hinzu. So führte der Spielmannszug an Weihnachten 1958 das Laienspiel »Das Lied der Mutter« und 1960 das Laienspiel »Der Bergteufel« auf.

Neue Ausbilder, neue Herausforderungen

1971 verließ Joachim Keil überraschend den Spielmannszug. Erneut stand der Verein vor der Aufgabe einen Ersatz für die Aufgaben des Stabführers zu finden, um den Fortbestand des Spielmannszuges zu sichern. Es war dann das langjährige Mitglied Gert Butterweck, der dem Verein aus dieser Krise heraushalf. Kurz nach dem Austritt von Keil hatte Gert Butterweck auch gleich die Ehre am 1. Mai 1974 ein Platzkonzert mit insgesamt 52 Spielleuten vor der Marienkirche aufzuführen.

Danach folgten Günter Rose und Heiko Kornhoff als Stabführer. Zur Zeit führt Andre Menke den Stab.

Tagesablauf auf einen Blick

Freitag, 24. August: 18.30 Uhr: Heilige Messe mit anschließender Gefallenenehrung.

Samstag, 25. August: 14 Uhr Musikumzug, 15 Uhr Gemeinschaftsspiel vor der Kirche, 16 Uhr Bühnenspiel im Zelt, 20 Uhr Tanzabend mit der Bevertaler Dorfmusik.

Sonntag, 26. August: 9 Uhr Wecken, 10 Uhr Frühschoppen mit dem Musikverein, 14.30 Uhr Tanzmusik mit der Bevertaler Dorfmusik, 15 Uhr Kaffee und Kuchen im Ansgariushaus.

An allen Tagen ist der Eintritt in das Festzelt frei.

 

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