Di., 09.10.2018

Verantwortliche informieren über Brückenbaustelle – Fertigstellung erst 2020 Mittwoch wandert der Bogen

Gegen 8 Uhr Mittwochmorgen wird mit dem ersten Verschub des Bogenteils begonnen. Im Hintergrund ist die alte Weserbrücke zu erkennen.

Gegen 8 Uhr Mittwochmorgen wird mit dem ersten Verschub des Bogenteils begonnen. Im Hintergrund ist die alte Weserbrücke zu erkennen. Foto: Alexandra Rüther

Von Alexandra Rüther

Beverungen (WB). Der Rosenmontagsumzug des Carnevalsvereins Weserbrücke wird auch 2019 über die alte Weserbrücke führen. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die neue Brücke in 2019 nicht mehr fertig wird . Vielmehr ist mit einer Einweihung im Frühjahr oder Sommer 2020 zu rechnen.

Knapp 100 Bürger nutzten am Montagabend die Gelegenheit, aus erster Hand, nämlich von den Verantwortlichen der Arbeitsgemeinschaft Echterhoff und Schachtbau Nordhausen, über die Arbeiten auf der Brückenbaustelle informiert zu werden. Projektleiter Günther Funke erklärte anschaulich, was bisher geschehen ist und wie die Arbeiten fortschreiten werden. Aufgrund des Hochwassers gleich zu Beginn der Bauarbeiten und des strengen Frostes kurz danach seien die Verzögerungen entstanden, die zu der zeitlichen Korrektur geführt hätten.

Neuer Bogen ohne obere Verbindungsstreben

Mittlerweile sind die weißen »Christo«-Schutzplanen verschwunden , neuer und alter Brückenbogen stehen jetzt vis-á-vis. Im Vergleich zum alten hat der neue Bogen keine oberen Verbindungsstreben mehr, die unteren sind dafür stabiler. Gegen 8 Uhr am Mittwochmorgen wird mit dem ersten Verschub des Bogenteils bis auf den vierten Träger begonnen. Zwischen vier und acht Stunden werde das dauern. »Wir schieben das Bogenteil quasi nach und nach vor uns her und können dann die einzelnen Brückenfelder betonieren«, erklärte Funke. Ab der Mitte der Weser übernehme ein Autokran auf Lauenförder Seite und lege die Brücke auf den Vorbauschnabel. »Das passiert zweimal und dann wird Weihnachten sein«, so Funke. Wahrscheinlich werde der Bau dann erst einmal stillliegen, denn für Konservierungs- und Betonarbeiten braucht es mindestens zehn Grad Celsius.

Zweiwöchige Vollsperrung

Beginnend mit dem Frühjahr 2019 werde es dann noch etwa ein Jahr dauern, die Brücke fertig zu stellen und die alte abzureißen. In dieser Zeit ist kein Autoverkehr zwischen Beverungen und Lauenförde möglich. Fußgänger und Radfahrer können die Weser über die neue Brücke queren. Lediglich für die etwa zwei Wochen, die der Querverschub dauern wird, ist eine Vollsperrung nötig. Insgesamt werde die neue Brücke etwas breiter als die alte, die Radfahrer bleiben aber weiter auf der Fahrbahn. »Dieses Thema ist lange diskutiert worden, das Ergebnis bleibt unbefriedigend, aber aufgrund der Engstellen ist kein gesonderter Radweg möglich«, erklärte Bürgermeister Grimm.

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