Fr., 15.02.2019

Brandschutzbedarfsplan weist Investitionen im Millionenbereich aus Die Feuerwehr wird teuer

Beverungen (WB/thö). Rund 2,9 Millionen Euro wird die Stadt Beverungen in den kommenden Jahren in ihre Feuerwehr investieren müssen. So sieht es der Brandschutzbedarfsplan vor, der gestern Abend im Hauptausschuss vorgestellt worden ist.

Demnach muss das Geld vor allem in Neu- und Umbauten an den Gerätehäusern und in neue Fahrzeuge investiert werden. Darüber hinaus muss an der in einigen Stellen die Löschwasserversorgung verbessert werden.

Gebäude

Um die Struktur der Feuerwehrstandorte im Beverunger Stadtgebiet zu verbessern, ist der Umbau der Feuerwache Beverungen mit der Schaffung von Alarmparkplätzen mit rückwärtigem Eingang vorgesehen. Kostenpunkt: 25.000 Euro. Die Maßnahme soll noch in diesem Jahr ausgeführt werden. Darüber hinaus ist 2020 ein Anbau an das Gerätehaus in Jakobsberg geplant (200.000 Euro) und der Neubau einer Umkleide in Beverungen für etwa 75.000 Euro. 2021 und 2022 sind jeweils 650.000 Euro für den Neubau eines Gerätehauses in Amelunxen vorgesehen. Der wird perspektivisch auch in Dalhausen notwendig. Hier sind 2023 100.000 Euro für Planungsarbeiten und Grunderwerb im Bedarfsplan vorgesehen.

Fahrzeuge

Er sieht darüber hinaus die Anschaffung von acht neuen Feuerwehrautos bis 2023 vor. Bereits bestellt wurde für den Standort Herstelle ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrtzeug (HLF 10).

Für Beverungen soll ein Boot inklusive Trailer für 25.000 Euro angeschafft werden. Das bisher in Beverungen stationierte Boot soll nach Wehrden umziehen und das dortige ausgemustert werden. Für den Standort Jakobsberg ist 2020 der Kauf eines Löschfahrzeugs (MLF) für 200.000 Euro vorgesehen. Ein Feuerwehrauto mit 3000-Liter-Wassertank soll 2021 für Beverungen angeschafft werden. Es kostet 350.000 Euro.

Etwa 25.000 Euro günstiger ist das Fahrzeug, das 2022 im Gerätehaus Amelunxen seinen neuen Platz finden wird. 2023 ist geplant, zwei Mehrzweckfahrzeuge für jeweils 75.000 Euro anzuschaffen, eines für Dalhausen, das andere für Amelunxen.

Ebenfalls 2023 soll die Löschgruppe Würgassen ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank bekommen, das als Reserve für die Gesamtwehr dienen soll. Es kostet 175.000 Euro.

Wasserversorgung

In Rothe soll noch in diesem Jahr der ehemalige Hochbehälter zu einem Löschwasserbehälter mit entsprechender Entnahme- und Einspeiseeinrichtung umgebaut werden. Darüber hinaus sollen in Tietelsen und Amelunxen zusätzliche Löschwasserbrunnen eingerichtet werden, um die Wasserverfügbarkeit zu verbessern.

Der Bedarfsplan

Der Brandschutzbedarfsplan ist von einem Planungsbüro in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr erstellt worden. Darin wird bemerkt, dass die Zahl der Einsatzkräfte leicht zurück gegangen, grundsätzlich aber ausreichend ist. Verbessert werden müsse die Ausbildung. Entwicklungspotenzial gebe es bei den tauglichen Atemschutzgeräteträgern und bei ABC-Abwehr-Experten.

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