Mo., 04.03.2019

Die Jecken des CVWB erstürmen das Rathaus und sichern sich reichlich Kamelle Beverungen in Narrenhand

Von Simone Stickeln

Beverungen (WB). Nach dem Rathaussturm am Rosenmontag war Beverungen wieder fest in der Hand der Narren des CVWB. Zuvor brachte Prinzessin Linda beim Aufwiegen fast 380 Kilo auf die Waage und sicherte den Karnevalisten damit reichlich Kamelle für den Umzug.

Zahlreiche Schaulustige in fantasievollen Verkleidungen waren wieder in die Beverunger Sparkasse gekommen, um zuzuschauen, wie Prinzessin Linda Block »die geheimnisvolle Kecke« auf die Waage steigt, und den Narren für ihren Karnevalsumzug so ordentlich Süßkram sichert – wie es die Tradition will.

»Ich hoffe, Prinz Berni hat dich in den letzten Tagen richtig versorgt und so manche Kalorien dir besorgt«, richtete sich der CVWB-Sitzungspräsident Philipp Driehorst an die Beverunger Tollitäten.

Sparkassenangestellte stapeln Süßigkeiten

So nahm Prinzessin Linda auf der einen Seite der Waage Platz, während die Sparkassen-Angestellten um Filialleiter Michael Knipping auf der anderen Seite die Süßigkeiten aufstapelten. Sie traten passend zum Motto dieser Session »Ganoven, Diebe, scharfe Mädchen, die Unterwelt im Weserstädtchen« in Gefängnis-Kluft auf und legten Beutel um Beutel auf die Waagschale – zunächst jedoch ohne Auswirkung: Die Waage schlug nicht um.

»Wir sind schon bei 80 Kilo und die Waage rührt sich nicht«, gab Philipp Driehorst während des Wiegens einen Zwischenstand bekannt. »Man könnte denken, du trägst ein Gewicht unter deinem Kittel.«

379,46 Kilogramm Kamelle

Es dauerte schließlich bis 379,46 Kilogramm Kamelle auf der Waage aufgetürmt waren, ehe sich der Sitz der Prinzessin langsam nach oben hob. Dieses Ergebnis wurde mit einem dreifachen »Weserbrücke Helau!« und mit musikalischer Untermalung des Musikvereins Würgassen standesgemäß gefeiert, bevor es für die Narren zum Rathaussturm weiterging.

Dort wartete der Beverunger Bürgermeister Hubertus Grimm schon auf die Karnevalisten. Zusammen mit seinem Amtskollegen aus Lauenförde, Werner Tyrasa, versuchte er, die Meute, die vor dem Cordt-Holstein-Haus wartete, vom Rathaus fernzuhalten.

»Mädchen rein – Ganoven fort!«

In Bezug auf die »scharfen Mädchen« aus dem Sessionsmotto schlug er den Gardisten vor: »Mit ihnen würden wir im Rathaus regieren wollen und alle anderen sollen sich von dannen trollen. Also mein Angebot sofort: Mädchen rein – Ganoven fort!«

Darauf wollte sich aber niemand so recht einlassen und so machte die Blau-Weiße Garde einen ersten Versuch, das Rathaus zu erstürmen: Ein Gardist rückte mit einer Fackel bewaffnet an das Rathaus heran, um den Bürgermeister zur Herausgabe des Schlüssels zu bewegen.

Jecken und Narren haben die Macht

Als das nicht den erhofften Erfolg brachte, mussten dann härtere Geschütze her: Mit dem Rammbock gelang es den Narren des CVWB schließlich, das Rathaus zu entern.

»Unser Konfetti-Inferno ist vollzogen und der Bürgermeister kurzerhand ganz einfach ausgezogen«, verkündete dann auch Philipp Driehorst. »Mit dem Schlüssel zum Rathaus haben nun die Jecken und Narren die Macht«, jubelte auch Prinz Berni Scheele »der schwungvolle Jecke«.

Nun hatte auch Hubertus Grimm den Narren nichts mehr entgegenzusetzen und er lud sie herzlich ein, im Rathaus zu feiern, bevor am Nachmittag mit dem Rosenmontagszug der nächste Höhepunkt anstand.

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