Di., 05.03.2019

Zehntausende feiern bei Rosenmontagszügen – mit Videos Narren trotzen den Wetterkapriolen

Die Narren haben sich am Rosenmontag in Steinheim von ihrer ­besten Seite gezeigt. Sie hatten auch allen Grund zur Fröhlichkeit. Denn genau zum Start des Umzugs klarte der Himmel auf und die Sonne traute sich sogar zeitweise nach vorn.    

Die Narren haben sich am Rosenmontag in Steinheim von ihrer ­besten Seite gezeigt. Sie hatten auch allen Grund zur Fröhlichkeit. Denn genau zum Start des Umzugs klarte der Himmel auf und die Sonne traute sich sogar zeitweise nach vorn.     Foto: Harald Iding

Von Harald Iding, Frank Spiegel und Michael Robrecht

Steinheim/Nieheim/Beverungen (WB). Zehntausende Närrinnen und Narren haben am Rosenmontag ihren Straßenkarneval gefeiert. Regen und Sturm taten der guten Stimmung keinen Abbruch.

Steinheim

Die Führungsspitze der Steinheimer Karnevalsgesellschaft kann sofort als »Wetter-Expertenteam« anfangen. Eine echte Punktlandung legten die Verantwortlichen mit um den genau 33 Minuten verschobenen Start des närrischen Lindwurms hin. Denn vorher sorgten ein Mini-Sturm und vor allem reichlich Wasser von oben für wenig optimale Bedingungen. Mit jeder Minute säumten immer mehr verkleidete Narren jeden Alters den innerstädtischen Ring Steinheims. Als das Signal »Man teou« zum

Aufbruch ertönte, konnte man schon die Sonne durch die Wolken sehen. »Wenn ich hier in der Kurve noch länger stehe, dann brauche ich Sonnenschutzmittel«, lachte ein sichtlich vergnügter Elferrat. In diesem Jahr haben die Steinheimer einen Rekord geknackt: Mit 60 Fußgruppen (auch viele Lipper waren dabei) waren so viele Leute wie nie unterwegs – insgesamt rund 2500 Akteure, inklusive 26 Wagen und neun Kapellen.

Nieheim

»Petrus muss ein Nieheimer sein« – da waren sich viele Karnevalisten einig, als beinahe pünktlich zum Zugbeginn der zuvor teilweise heftige Regen endete. Während des Zugs waren sogar blaue Wolken am Himmel über der Weberstadt zu sehen. Am

Boden zogen 50 Gruppen, Wagen und Kapellen durch die Stadt. Wie in den Hochburgen des Rheinlandes spielte auch in Nieheim Donald Trump eine Rolle. »Olle meh first!«, war die Botschaft, die die auf einem Wagen thronende Figur zu verkünden hatte.

Da lief er bei den Nieheimern offene Türen ein. Tausendfach erklang der Ruf der Nieheimer Narren aus nicht ganz so vielen Kehlen wie bei vergangenen Umzügen. Diejenigen, die gekommen waren, waren allerdings bester Stimmung. In diesem Jahr war auch ein tierischer Gast dabei: Ziege Elvis bringt – wie sein Besitzer Ulrich Pieper berichtet – zwar bestenfalls ein »Määhhh« zustande, war aber Hingucker im Umzug.

Beverungen

In Beverungen hat sich der Rosenmontagsumzug gut eine Stunde verschoben, weil ein Gewitter niederging. Hunderte Teilnehmer mussten sich auf der Aufstellungsmeile in Lauenförde vor der Nässe schützen, in Beverungen flüchteten die Besucher in Hauseingänge und Kneipen. Manch einem war sonderbar zumute, als die Gruppen

 

letzmalig die alte Weserbrücke überschritten. Die neue steht schon daneben. Besonders umjubelt wurden die CVWB-Regenten 2019: Prinz Berni Scheele und Prinzessin Linda Block sowie das Kinderprinzenpaar Prinz Janne Piljug und Prinzessin Jule Giefers. Im Umzug durfte auch das an mehreren Stellen intonierte Weserlied nicht fehlen. Immer wieder wurde eine gewisse »Cordula Grün« besungen – der inoffizielle Narrenhit 2019.

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