Di., 16.04.2019

Magier und Illusionist Dan Sperry tritt in der Stadthalle Beverungen auf Zaubertricks mit Gruselfaktor

20 Zentimeter lange Nadeln sticht Magier Dan Sperry einer Zuschauerin durch den Arm. In seiner Show, die er in der Stadthalle Beverungen spielt, müssen die Zuschauer häufiger auf die Bühne und werden zu Teilen der Experimente.

20 Zentimeter lange Nadeln sticht Magier Dan Sperry einer Zuschauerin durch den Arm. In seiner Show, die er in der Stadthalle Beverungen spielt, müssen die Zuschauer häufiger auf die Bühne und werden zu Teilen der Experimente. Foto: Yannick Leßmann

Von Yannick Leßmann

Beverungen (WB). Langer schwarzer Mantel, Skelett-Hemd, Tattoos und Make-up: Dan Sperry sieht auf den ersten Blick aus wie Sänger Marilyn Manson. Aber der 33-Jährige ist Illusionist und am Wochenende in der Stadthalle Beverungen aufgetreten.

Laute Musik, ein gruseliges Kostüm und humorvolle Interaktionen mit dem Publikum bot der Amerikaner den etwa 300 Zuschauern, die die Zaubertricks von Dan Sperry bestaunten. Wer jedoch mit einer normalen Zauberei-Show gerechnet hat, wurde überrascht. Der Magier erzählte Anekdoten von den Anfängen seiner Karriere, die in seinem Kinderzimmer im US-amerikanischen Bundesstaat Minnesota ihren Ursprung hatte. Und seine Geschichten endeten mit den Auftritten, die er mittlerweile auf großen Bühnen hat.

Hardrock-Musik und mysteriöse Beleuchtung

Zahlreiche Auszeichnungen, zum Beispiel als jüngster Illusionist (2002) und die Finalteilnahmen bei den Fernsehsendungen »America’s got Talent« und »Das Supertalent«, machten Sperry bekannt. Das war auch in Beverungen zu spüren: Die Plätze im Saal der Stadthalle waren nahezu voll besetzt. Seine Show eröffnete der Illusionist mit einem alten Trick. Doch die Umstände wirkten im Gegensatz zu anderen Künstlern eher kurios. Hardrock-Musik, ein bebender Bass und mysteriöse Beleuchtung ließen eine »alte Nummer« in neuem Licht erstrahlen. Mit Tüchern und geschickten Händen zauberte er drei Tauben herbei und setzte sie in einen Käfig. Doch so schnell die Tiere aus dem Nichts erschienen waren, verschwanden sie auch wieder mit dem Zusammenklappen des Käfigs. Natürlich durfte eines auch in einer Zaubershow der etwas anderen Art nicht fehlen: eine Assistentin. Diese erschien plötzlich in einem leeren Käfig – zum Erstaunen des Publikums.

Junge Frau kommt auf die Bühne

Der Mix aus englischer und deutscher Sprache und sein Drang, einen Witz bis an die Grenze des Möglichen zu treiben, sorgten für ein sympathisches Erscheinungsbild des 33-Jährigen. So fiel es ihm auch nicht schwer, eine junge Frau für ein bizarres Experiment zu gewinnen. Sperry nannte es liebevoll den »Voodoo-Trick«. Zwei 20 Zentimeter lange Nadeln sollten durch die Unterarme der Frau gestochen werden, ohne dass sie etwas spürt. Sichtlich angespannt und mit verbundenen Augen hob die Frau ihre Arme, während der Schockmagier – begleitet von einem Raunen des Publikums – die Nadeln durch die Haut stach. Verblüfft und gleichzeitig erstaunt schaute die Frau anschließend auf ihre Arme. Zwar floß etwas Blut, Schmerzen schien sie jedoch nicht zu verspüren.

Verschluckte Rasierklingen

Eine schwebende Assistentin, ein Faden, den sich der Magier aus dem Auge zieht, Kartentricks, verschluckte Rasierklingen, die an einem Band wieder aus dem Mund zurückkehren oder eine Zeitung aus der, wie durch Geisterhand, Wasser geflossen kommt, gehörten zum vielseitigen Repertoire des Amerikaners. Dabei behielt er immer eine humorvolle Art bei. Obwohl Dan Sperry anfangs recht stumm erschien, erzählte er später in schier endlosen Monologen über sein Leben – auch über einen alten Weggefährten namens Paul. Sein Freund habe immer die Phrase »Magic-Show« für seine kleinen Tricks benutzt. Als Tribut an den Verstorbenen führe er diese Tradition seines Freundes fort.

Perfekte Mischung

Das Publikum war sich nach der Show einig: Ein gelungener Abend mit skurrilen, alten und höchst erschreckenden Elementen, humorvollen Interaktionen und einem zuschauernahen Star waren die perfekte Mischung für eine kabarettistische Zaubershow. Im Foyer der Stadthalle wartete der Magier nach der Show für Fotos und Gespräche mit den Fans.

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