Mi., 17.04.2019

Jubiläumsausstellung im Korbmacher-Museum Dalhausen eröffnet 25 Exponate zum Geburtstag

Präsentieren im Korbmacher-Museum einen geflochtenen Sessel: Landrat Friedhelm Spieker (von links), das Korbmacher-Ehepaar Hansgert und Ursula Butterweck und der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Beverungen, Bernhard Villmer.

Präsentieren im Korbmacher-Museum einen geflochtenen Sessel: Landrat Friedhelm Spieker (von links), das Korbmacher-Ehepaar Hansgert und Ursula Butterweck und der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Beverungen, Bernhard Villmer. Foto: Herbert Sobireg

Von Herbert Sobireg

Beverungen (WB). Für den 25. Geburtstag des Korbmacher-Museums Dalhausen haben Flechthandwerker aus Europa einen besonderen Beitrag geleistet: Sie haben Körbe für die Jubiläumsausstellung »25 Jahre – 25 Körbe« zur Verfügung gestellt.

Nun ist die Ausstellung eröffnet worden. Zu Gast war zum Beispiel Bernhard Villmer, stellvertretender Bürgermeister von Beverungen. »Das Korbmachermuseum in Dalhausen ist nicht nur ein Denkmal für das Korbmacher-Handwerk, sondern es ist ein Ort mit großer Strahlkraft geworden.«

Villmer machte in seinem Grußwort auf die Bedeutung des Museums im handwerklichen, kulturellen und gesellschaftlichen Bereich aufmerksam und würdigte die Bedeutung für Dalhausen und die Stadt Beverungen.

Bürgermeister blickt in die Vergangenheit

Der stellvertretende Bürgermeister nahm das Jubiläum zum Anlass, um auf die Anfänge des Museums zurückzublicken. »Vor 25 Jahren, als von Bürgern des Dorfes die Idee realisiert wurde, im seit Jahrhunderten vom Korbmacherhandwerk geprägten Dorf Dalhausen ein Korbmacher-Museum einzurichten, um die lange Tradition des Körbeflechtens nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, war die Euphorie für dieses Projekt sehr groß«, so Villmer.

Unter der Leitung des Vorstandes hätten die Mitglieder des Heimat- und Partnerschaftsvereins in ehrenamtlicher Arbeit viele Exponate zusammengetragen. So sei das Museum mit Ausstellungsstücken für Besucher interessant gemacht worden. Ausstellungen und Workshops hätten in den Folgejahren tausende Besucher angelockt, führte Villmer aus.

Dass das Museum heute von überregionaler Bedeutung sei, dazu hätten die Vorstandsmitglieder aus den Reihen des Heimat- und Partnerschaftsvereins beigetragen. Dafür dankte Villmer den Mitgliedern. Und er rief dazu auf, den derzeitigen Vorsitzenden des Heimat- und Partnerschaftsvereins, Jürgen Böker, und seine Kollegen auch zukünftig tatkräftig bei der Betreuung des Museums zu unterstützen.

4800 Museumstage in 25 Jahren

Böker konnte an der Ausstellungseröffnung nicht teilnehmen, weil er erkrankt war. Er wurde von Hansgert Butterweck vertreten. Dieser bedankte sich bei den Flechthandwerkern, die die Exponate zur Verfügung gestellt haben. Und auch Butterweck nutzte die Gelegenheit, um die vergangenen Jahre Revue passieren zu lassen: »25 Jahre Korbmacher-Museum: Das sind 4800 Museumstage, 100.000 Besucher haben sich hier informiert, rund 100 Sonderausstellungen wurden geboten und mehr als 50 kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen wurden von Vereinsmitgliedern organisiert und unterstützt.«

Die Gründung des Museums sei damals ein Sprung ins kalte Wasser gewesen. »Doch mit Hilfe externer Personen konnten wir ein Museum aufbauen, mit dem Zeugnis über die Vergangenheit unseres Dorfes Dalhausen und das Korbmacherhandwerk gelegt werden konnte.« In 25 Jahren habe sich das Museum entwickelt, es sei »erwachsen geworden«, sagte Butterweck.

Korbflechten hat in Dalhausen Tradition

Damit meinte er zum Beispiel diverse Aktionen, die in Kooperation mit der VHS und anderer Partner angeboten werden können. »Heute arbeiten wir daran, unsere europäische Vernetzung auf einen neuen Stand zu erheben.« Trotzdem könne das Handwerk des Korbflechtens immer noch nachvollzogen werden.

Landrat Friedhelm Spieker erinnerte in seinem Grußwort an die Tradition des Korbflechtens in Dalhausen. »Das Herstellen von Korbwaren war über Jahrzehnte Grunderwerb und Lebensunterhalt für viele Familien im Beverdorf«, sagte er. Außerdem betonte er, dass die Mitglieder des Heimatvereins einen Beitrag leisteten, um den Heimatgedanken zu erhalten.

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