Fr., 13.12.2019

Motorboote erhalten Anlegestelle, Schwimmsteg entfällt, Platanen müssen weichen Weserufer kann jetzt gestaltet werden

Das künftige Weserufer: Treppen und Sitzstufen aus Stein sollen den Fluss erlebbar machen. Der jetzige Parkplatz am Dampferanleger wird ein Spielbereich, der Fährplatz ist konzipiert als Ort zum Treffen und Feiern. Statt eines Schwimmsteges wird es eine reine Anlegestelle für Motorboote geben.

Das künftige Weserufer: Treppen und Sitzstufen aus Stein sollen den Fluss erlebbar machen. Der jetzige Parkplatz am Dampferanleger wird ein Spielbereich, der Fährplatz ist konzipiert als Ort zum Treffen und Feiern. Statt eines Schwimmsteges wird es eine reine Anlegestelle für Motorboote geben. Foto: B.S.L. Landschaftsarchitekten

Von Alexandra Rüther

Beverungen (WB). Für die Umgestaltung der Weserpromenade werden etwa 920.000 Euro benötigt. Die Kostenschätzung hat das Planungsbüro Turk nach Abschluss der Abstimmung mit den Fachbehörden aufgestellt. Die Kosten beinhalten auch die Ausstattung.

Dazu gehören Bänke, Bäume, eine Infostele, eine Fahrradladestation und Fahrradbügel und die Zulage für kugelgestrahltes Pflaster in Höhe von 19.000 Euro. Insgesamt entspricht die Summe nahezu dem im Förderantrag für den Weseruferbereich im Haushalt 2020 kalkulierten Kosten von etwa 912.000 Euro.

Der Rat hatte am Donnerstag noch über einige Abweichungen zu entscheiden. So war im ursprünglichen Konzept vorgesehen, einen frei liegenden Schwimmsteg anzuordnen. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt hat das aber abgelehnt, da der geforderte Mindestabstand von jeweils 50 Meter zur oberhalb liegenden Anlegestelle für Dampfer und zur unterhalb gelegenen Anlegestelle für Frachtschiffe nicht eingehalten werden kann.

Rat entscheidet sich für Motorboot-Anlegestelle

Alternativ wurde ein etwa 20 Meter langer Schwimmsteg vorgeschlagen, von dem aus das Ufer über eine Betontreppe erreicht werden kann. 

Wo hier noch Weiden den Blick auf die Weser verhindern, sollen Foto: Alexandra Rüther

Bedingung: Die Steganlage muss bei Hochwasser abgebaut werden. Als maßgeblicher Hochwasserstand ist hierfür die Gehweghöhe anzunehmen, da ein Abtransport der Steganlage bei höheren Wasserständen nicht mehr möglich ist.

„Nach entsprechenden Auswertungen der Hochwasserpegel der vergangenen Jahres kann es erforderlich werden, die Schwimmstege nicht nur grundsätzlich im Winter, sondern auch etwa einmal im Sommer herausnehmen zu müssen“, erklärte die Verwaltung.

Deshalb entschied man sowohl im Bezirksausschuss als auch im Rat, auf eine Schwimmsteganlage zu verzichten und stattdessen eine reine Anlegestelle für Motorboote zu schaffen, die über mehrere Leitern genutzt werden kann. Der wesentliche Vorteil der Leitervariante, die auch schon in Bad Karlshafen und Höxter umgesetzt wurde, ist die Wartungsfreundlichkeit. Zusätzlich reduzieren sich die Kosten um etwa 36.000 Euro.

Platanen weichen Amberbäumen

Durch das Einrücken des Motorbootanlegers in den Uferbereich kann allerdings eine Beschädigung des Wurzelbereichs der unterhalb des Dampferanlegers stehenden Platanen nicht verhindert werden. Zudem behindern die deutlichen Wurzelansätze dieser Platanen die Ausführung der eigentlichen Promenade in der Lage und der Höhe. Deshalb sollen die sieben Bäume gefällt und durch Amberbäume ersetzt werden, wie sie bereits in der Weser- und der Burgstraße gepflanzt worden sind.

Ein neuer Parkplatz (der jetzige am Weserufer entfällt) soll auf dem Nachbargrundstück des Weser-Centers entstehen. Dafür sind 60.000 Euro im Wirtschaftsplan der Straßen- und Immobilienbetriebe der Stadt veranschlagt, weil noch nicht feststeht, ob der Parkplatz noch im Rahmen der Maßnahme oder von der Stadt als normale Straßenbaumaßnahme umgesetzt werden soll.

Wareten auf Genehmigung der Bezirksregierung

Zur Regelung des Busverkehrs soll nach dem Ergebnis entsprechender Fahrtversuche eine Einbahnstraßenregelung ausschließlich für Busse getroffen werden. Diese sieht vor, dass Busse das Weserufer über die Straße Post-twete anfahren und über die Weserstraße wieder verlassen.

Bei der Stadt wartet man jetzt auf die Genehmigung der Bezirksregierung, um in die Ausschreibung gehen und dann mit den Bauarbeiten beginnen zu können.

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