Fr., 20.12.2019

Preis geht an Raimunde Weßler, Andreas Hartmann und Willi Mikus Stadt Beverungen würdigt das Ehrenamt

Der Bürgermeister der Stadt Beverungen Hubertus Grimm (links) und sein Stellvertreter Bernhard Villmer (rechts) übergaben im Rathaus die Ehrenamtspreise an (von links) Andreas Hartmann, Raimunde Weßler und Willi Mikus.

Der Bürgermeister der Stadt Beverungen Hubertus Grimm (links) und sein Stellvertreter Bernhard Villmer (rechts) übergaben im Rathaus die Ehrenamtspreise an (von links) Andreas Hartmann, Raimunde Weßler und Willi Mikus. Foto: Astrid E. Hoffmann

Von Astrid E. Hoffmann

Beverungen (WB). Der Ehrenamtspreis der Stadt Beverungen geht an Raimunde Weßler, Willi Mikus und Andreas Hartmann. Bürgermeister Hubertus Grimm hat diese drei engagierten Bürger im Saal des Rathauses geehrt. Ratsmitglieder sowie Angehörige und Freunde der Preisträger wohnten der Feierstunde bei. Die festliche Tischdekoration stammte vom städtischen Kindergarten und Silvia Wohlfahrt hatte diese entsprechend drapiert.

„In unserer Stadt ist die Vielfalt des Vereinslebens trotz rückläufiger Bevölkerungszahlen außerordentlich groß und das Engagement von ganz vielen Menschen außerordentlich vielfältig“, sagte Hubertus Grimm. Dass dieser Einsatz anerkannt und bekannt wird, dazu dient der Preis, der seit 2002 alljährlich zum Jahresende vergeben wird.

Raimunde Weßler

„Raimunde Weßler hat sich immer dort engagiert, wo sie gebraucht wurde“, hieß es von Ingeborg Zarnitz und Helmut Benz, die die Beverungerin vorgeschlagen hatten. Ihr Geschick im Umgang mit Stoffen und ihre Kreativität führten dazu, dass Raimunde Weßler beim Karneval, der Theatergruppe, bei Veranstaltungen im Kindergarten, der Schule, beim Kinderschützenfest und dem Kinderschutzbund immer eine begehrte Helferin war.

Von der Mutter, die ihre Tochter zum Volleyball brachte, stieg sie bald zur Vorsitzenden des TuS 07 Beverungen auf. Das ist Geschichte, dafür ist Raimunde Weßler als Wandererin seit 2005 Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins und Vorsitzende des Kirchenvorstands. Dabei war sie aktiv an der Neugründung der Pfarrgemeinde im Pastoralverbund beteiligt. Politisch ging es über die Junge Union, die Kreisfrauen-Union, den Stadtverbandsvorstand schließlich zum Ratsmandat, das sie von 1989 bis 1999 inne hatte. „Seit 2008 bist du als Schiedsfrau aktiv und beschäftigst dich oft mit kniffligen Fällen“, berichtete Hubertus Grimm und dankte besonders für dieses Engagement. „Dies alles ist nur ein Streifzug durch dein großartiges Wirken. Allein die Bandbreite ist ein Beweis dafür, dass du ein würdiger Ehrenamtspreisträger unserer Stadt bist“, sagte Grimm und überreichte die Urkunde und einen Gutschein. Raimunde Weßler dankte: „Das Ehrenamt wird oft nicht so wertgeschätzt. Die kann es, die macht es und gut – so ist es oft. Aus diesem Grund freue ich mich ganz besonders und glaube, ich habe es auch verdient.“ Die 71-Jährige stellte heraus, dass sie ohne die Unterstützung von Ehemann Klaus all die viele Verpflichtungen nicht hätte erfüllen können.

Willi Mikus

„Als Wirt der einzigen verbliebenen Dorfgaststätte ist es für Willi Mikus selbstverständlich, dass er allen örtlichen Vereinen angehört“, eröffnete Grimm die Ehrenrede auf den 65-jährigen Drenker. 1970 trat Willi Mikus in den Heimatschutzverein Drenke ein und wurde 1982 Schützenkönig. Er übernahm Verantwortung als Fahnenoffizier, Fähnrich und ist seit 2016 Vereinsvorsitzender. Inzwischen passives Mitglied, trat Willi Mikus 1977 der Freiwilligen Feuerwehr bei.

Der zentrale Treffpunkt von Drenke ist das Bürgerhaus. „Es ist der stetigen Initiative von Willi Mikus zu verdanken, dass das Bürgerhaus den Qualitätsanforderungen der Zeit entsprechend immer wieder saniert und aufgerüstet wurde“, erklärte Grimm. Von 2006 bis 2019 war der zweifache Vater Willi Mikus Vorsitzender des Bürgerhallenvereins. Unter seiner Regie war zuletzt noch ein Raum für die Ortsjugend in der Halle geschaffen worden.

Auch die Organisation von Benefizkonzerten zu Gunsten der Renovierung des Drenker Heldenkreuzes lag in Willi Mikus Händen. „Du kannst voller Stolz auf fast fünf Jahrzehnte ehrenamtliches Engagement zurückblicken, Du bist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie man das Leben in seiner Ortschaft mitgestalten kann“, lobte das Stadtoberhaupt.

Willi Mikus sagte nach dem Empfang der Urkunde: „Seit 27 Jahren bin ich irgendwie, irgendwo im Vorstand, auch bei mir ginge das alles nicht, wenn nicht meine Ehefrau Elisabeth und meine Kollegen mir den Rücken frei hielten. Danke an die Menschen der Dorfwerkstatt, die mich vorgeschlagen haben.“

Andreas Hartmann

„Wer Andreas Hartmann beim Nikolaus-Turnen des TV Dalhausen erlebt hat, kann nicht glauben, dass er seine Tätigkeit als Moderator bei solchen Veranstaltungen reduzieren möchte“, leitete Grimm seine Rede auf den dritten Ehrenamtspreisträger ein. Feuereifer und Enthusiasmus bestätigte der Bürgermeister dem 52-Jährigen. Mit zwölf Jahren war Andreas Hartmann in den Spielmannszug Dalhausen eingetreten, er lernte Trompete und Schifferklavier und war fortan bei zahlreichen Veranstaltungen im Einsatz. Die musikalische Gestaltung beim Klönabend der Caritas, der weihnachtliche Musikgruß im Altenheim Beverungen, aber auch das Bereitstellen von elektronischen Geräten für das Festival T-Mania und letztlich die Vereinsgründung des Musikvereins Dalhausen 2002 sind nur einige Beispiele der Umtriebigkeit des Familienvaters. Als Trompeter, Techniker, Organisator und Vorsitzender des Musikvereins ist Hartmann auch Bindeglied zwischen den Ortsvereinen.

1997 errang Hartmann die Königswürde der Schützenbruderschaft St. Joseph Dalhausen und wurde 1999 Bezirksschützenkönig. Von 2002 bis 2014 war er als Beisitzer im Vorstand. Die Prozessionen der Katholischen Kirchengemeinde unterstützt er mit seiner Tontechnikanlage bis heute, er war selbst einige Jahre Vorsitzender des Pfarrgemeinderats.

Mit 14 Jahren trat Andreas Hartmann der Freiwilligen Feuerwehr bei und ist inzwischen Hauptfeuerwehrmann und Atemschutzgeräteträger. Andreas Hartmann hat einen Elektrobetrieb, wenn die Feuerwehr zum Einsatz muss, stehen dort alle Räder still, denn seine Angestellten sind ebenfalls in der Wehr.

„Wie bei meinen Vorredner, geht es auch bei mir nicht ohne die Unterstützung meiner Ehefrau Steffi. Ich danke auch Florian Derenthal, der mich für den Preis vorgeschlagen hat und selbst schon ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen ist“, erklärte Andreas Hartmann.

Hubertus Grimm hatte das Schlusswort: „Ehrenamt ist wichtig und das müssen wir immer wieder betonen. Mit der Einrichtung eines Ehrenamtsbeauftragten beim Kreis Höxter im nächsten Jahr ist ein wichtiger Baustein hinzugekommen, um die Vielfalt unserer Vereine und Organisationen zu erhalten und die Ehrenamtlichen zu entlasten.“

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