Entlang der Weser suchen viele Gäste Erholung – eine Umfrage unter Betreibern
Ansturm auf die Campingplätze

Beverungen (WB/thö). Auf den Camping- und Wohnmobilstellplätzen entlang der Weser herrscht am langen Pfingstwochenende Hochbetrieb. „Man merkt richtig, wie froh die Leute sind, dass sie wieder reisen können“, sagt Donia Fernhout vom Campingplatz Bootshaus in Beverungen.

Samstag, 30.05.2020, 05:31 Uhr aktualisiert: 30.05.2020, 05:40 Uhr
Die Campingplätze entlang der Weser sind über Pfingsten ausgebucht. Camper, die noch spontan Plätze suchen, haben wenig Chancen. Für die Betreiber ist das Geschäft über die langen Wochenenden in der Corona-Krise wichtig. Foto: dpa
Die Campingplätze entlang der Weser sind über Pfingsten ausgebucht. Camper, die noch spontan Plätze suchen, haben wenig Chancen. Für die Betreiber ist das Geschäft über die langen Wochenenden in der Corona-Krise wichtig. Foto: dpa

Sie hat mit ihrem Partner Paul Straathof das Bootshaus erst Anfang dieses Jahres übernommen, konnte wegen der Corona-Krise aber zunächst nicht öffnen. „Wir freuen uns, dass es jetzt losgegangen ist“, berichtet Fernhout. Die 30 Stellplätze für Wohnwagen und Wohnmobile sind ausgebucht. Auf der Wiese sind auch die ersten Zelte aufgeschlagen worden.

Stadt-Wiese wird mitgenutzt

Ähnlich sieht es bei der Familie Evens in Würgassen aus. Sie betreibt den Gasthof „Alte Linde“ mit angeschlossenem Campingplatz. „Wir sind voll belegt“, berichtet Wirtin Gabriele Evens. Das Camping rette der Familie in der schweren Corona-Zeit zumindest einen Teil des Geschäftes. Der Gasthof, seit 250 Jahren in Familienhand, hat seine Campingfläche sogar vergrößert und darf mit Erlaubnis der Stadt eine kommunale Wiese an der Weser mitnutzen. So ist jetzt Platz für rund 30 Wohnwagen und Wohnmobile. Auch die zehn Doppelzimmer des Lokals seien über Pfingsten ausgebuchtet, berichtet Evens. „Wir haben Glück, dass wir relativ viel Platz haben“, sagt die 64-Jährige. Darum sei es auch möglich, die Tische weiter auseinander zu stellen, um die Abstandsregeln einzuhalten.

50 bis 100 Anrufe täglich

Wolfgang Vössing vom Campingplatz am Yachthafen Dreiländereck zwischen Lauenförde und Würgassen darf nur 60 Prozent seiner Stellplätze füllen, so will es eine niedersächsische Landesvorschrift. Und die sind auch bei ihm ausgebucht. „Ich bekomme jeden Tag 50 bis 100 Anrufe und E-Mails von Campern, die noch einen Platz suchen“, sagt er. Das sei allerdings entlang der Weser kaum mehr möglich. Nach dem vergangenen Himmelfahrtswochenende sei Pfingsten für die Campingplatzbetreiber sehr wichtig, um die Folgen der Corona-Krise abzumildern. Die Gäste, die bei Vössing übernachten, kommen aus einem Umkreis von etwa zwei Stunden Fahrtzeit. „Viele aus dem Ruhrgebiet“, erzählt er. Allerdings seien auch viele Bayern mit Wohnmobilen unterwegs. Dort sei wegen der Corona-Beschränkungen Camping nur im eingeschränkten Maße möglich.

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