Kulturgemeinschaft stellt neue Spielzeit vor und hat Corona-Schutzverordnung im Blick
Eine Saison unter Vorbehalt

Beverungen (WB). Im neuen Spielzeitbegleiter steht es noch drin, das Weser Open Air am 11. und 12. September. „Es wird aber nicht stattfinden und wir versuchen derzeit alles, um es nächstes Jahr durchführen zu können“, so Volker Faltin gestern bei der Vorstellung der neuen Spielzeit.

Freitag, 26.06.2020, 08:20 Uhr aktualisiert: 26.06.2020, 08:30 Uhr
Hoffen darauf, die angekündigten Veranstaltungen auch wirklich durchführen zu können (von links): Karl-Günter Marquardt, Ute Menne, Volker Faltin, Nathalie Nesseler, Dr. Andreas Knoblauch-Flach und Ute Pannewitz. Foto: Alexandra Rüther
Hoffen darauf, die angekündigten Veranstaltungen auch wirklich durchführen zu können (von links): Karl-Günter Marquardt, Ute Menne, Volker Faltin, Nathalie Nesseler, Dr. Andreas Knoblauch-Flach und Ute Pannewitz. Foto: Alexandra Rüther

„Eine Saison unter Vorbehalt“ nannte es auch Kulturgemeinschaftsvorsitzender Dr. Andreas Knoblauch-Flach. Die Corona-Schutzverordnung des Landes ändere sich momentan mindestens alle zwei Wochen. „Wir sind aber auf alle Szenarien eingestellt und werden uns so kurzfristig wie es möglich ist auf das vorbereiten, was zu Saisonbeginn Sache ist.“ Gehe man von der aktuellen Corona-Schutzverordnung aus, dürfe die Stadthalle mit ihren 1000 Sitzplätzen voll bespielt werden, erklärte der Vorsitzende. Denn die am 15. Juni in Kraft getretenen Lockerungen in NRW sehen vor, dass bei Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen, bei denen eine Rückverfolgung aller Teilnehmer sichergestellt werden kann, die Abstandsregelung von 1,5 Metern entfällt. „Inwieweit das sinnvoll wäre, ist eine andere Frage.“

Rückblick

Die vier Abo-Veranstaltungen der vergangenen Saison haben sich 2215 Besucher angesehen – unter Berücksichtigung der bereits verkauften Karten für die zwei ausgefallenen Veranstaltungen wären es 2875 gewesen. Insgesamt kamen 29.828 Besucher (15.000 davon waren beim Open Air mit Mark Forster und Roland Kaiser). Zählt man wieder die verkauften Karten für die abgesagten Veranstaltungen hinzu, wäre die Kulturgemeinschaft auf 32.362 Besucher gekommen. Die Zahl der Abonnenten ist seit Jahren konstant und liegt bei 304. Die Mitgliederzahlen dagegen steigen in den vergangenen sieben Jahren stetig an und liegen jetzt bei 782 (2013 waren es 583).

Ausblick

Die neue Saison kommt mit alten Bekannten und neuen Gesichtern daher. Einer der „Neuen“ ist Oliver Pocher. Während der Kartenvorverkauf seit dem Lockdown eigentlich stillsteht, ist die Nachfrage nach Pocher (6. März 2021) sehr groß – dicht gefolgt von Joey Kelly (27. November) und Jürgen von der Lippe (7. Mai 2021). Ein Wiedersehen gibt es mit Götz Alsmann, Mary Roos und Wolfgang Trepper, Sebastian Puffpaff, Jürgen Becker, Heidi Mahler, den Amigos und Christoph Sieber. Unter den Abo-Veranstaltungen ist eine Lesung mit Eva Mattes, eine Komödie mit Oliver Mommsen und nach langer Zeit auch wieder klassische Musik – ein Neujahrskonzert mit den Kölner Symphonikern am 20. Januar. Ein Schauspiel nach den original Verhörprotokollen beschäftigt sich mit den letzten Tagen der Sophie Scholl. Hier sind unter anderem Janna Semmelrogge als Sophie Scholl und Claude-Oliver Rudolph als Roland Freisler zu sehen.

Das Abo wird in der kommenden Saison ausgesetzt. Die Abonnenten wurden bereits darüber informiert, dass auch die Abo-Stücke nur im freien Verkauf angeboten werden, dass sie aber Vorkaufsrecht haben. Die Aboplätze bleiben für die nachfolgenden Spielzeiten erhalten.

Das Junge Theater bietet Unterhaltung für die Kleinsten, Wissenschaft gepaart mit Zauberkraft für die 12- bis 15-Jährigen und episches Theater für Oberstufenschüler. Auf Wunsch der Schulen wird hier „Leben Eduards des Zweiten von England“ von Bertolt Brecht gezeigt. Der Vorverkaufsbeginn für das Junge Theater ist am 1. September, für die anderen Veranstaltungen „in Kürze“. „Wir müssen erst sicher sein, mit welchem Stuhlkonzept wir in die Veranstaltungen gehen können“, erklärt Ute Pannewitz vom Kulturbüro. Sie geht davon aus, dass dies ab August möglich sein wird. Reservierungswünsche nimmt das Kulturbüro aber auch jetzt schon unter 05273/392223 entgegen.

Solidarität

„Aus Solidarität tragen wir die T-Shirts unseres Veranstaltungsnachbarn Orange Blossom Special“, erklärte Dr. Andreas Knoblauch-Flach. Und um Solidarität bittet auch er: „Alle, die Karten für Nachholtermine haben: Verschenken oder verkaufen Sie die Karten weiter, wenn Sie die neuen Termine nicht wahrnehmen können. Denn jede zurückgegebene Karte bedeutet einen unmittelbaren Verlust für Künstler, Techniker, Agenturen und weitere Beteiligte.“

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