Maria Göllner geht nach 43 Jahre in St. Johannes Beverungen in den Ruhestand
Mit einer guten Ernte verabschiedet

Beverungen (WB). Um den Anlass gebührend zu feiern, hätte Detlef Müller am liebsten die Stadthalle in Beverungen anmieten und alle Ehemaligen zu einem großen rauschenden Fest einladen wollen. Doch unter den Corona-Schutzbedingungen verbot sich solch großes Vorhaben, auch wenn es, wie der Geschäftsführer der gemeinnützigen katholischen Kita GmbH als Träger des Kindergartens St. Johannes betonte, angemessen gewesen wäre für die Verabschiedung von Kita-Leitung Maria Göllner (63). Sie geht zum Monatsende in den Ruhestand und gibt nach 43 Jahren den Staffelstab der Leitung für die KiTa St. Johannes und das Familienzentrum „Die Brücke“ weiter an ihre langjährige Stellvertretung Nadine Golla (40).

Samstag, 18.07.2020, 04:00 Uhr aktualisiert: 18.07.2020, 05:01 Uhr
Dank für 43 Jahre in der Einrichtung: Pastor Karsten Lücking und Kirchenvorstand Hans-Werner Stickel für die Gemeinde verabschieden Maria Göllner gemeinsam mit Kita-Geschäftsführer Detlef Müller und der pädagogischen Regionalleitung Kirsten Gerold (von links). Foto: Kita GmbH
Dank für 43 Jahre in der Einrichtung: Pastor Karsten Lücking und Kirchenvorstand Hans-Werner Stickel für die Gemeinde verabschieden Maria Göllner gemeinsam mit Kita-Geschäftsführer Detlef Müller und der pädagogischen Regionalleitung Kirsten Gerold (von links).

 

Viel erlebt in 43 Jahren

Sie hat viel erlebt in den 43 Jahren in der Kita, hat Generationen von Kindern kommen und gehen gesehen und mittlerweile bereits die Enkel ihrer ersten Kindergartenkinder kennengelernt. Gebürtig aus Manrode hatte Maria Göllner direkt nach der Fachschule im katholischen Kindergarten Beverungen begonnen. Damals zählte der dreigruppige Kindergarten noch 90 Kinder. Heute sind es durch kleinere Gruppengrößen 59 Jungen und Mädchen. Jedes Kind, das die Kita verlässt, erhält einen ausführlichen Lern- und Entwicklungsstandsbericht. Viel hat sich also verändert, es wurde umgebaut und angebaut, der Träger wechselte von der örtlichen Kirchengemeinde auf die Kita gem. GmbH.

„Ich habe den Beruf mit Freude ausgeübt und frage mich schon, wo denn die 43 Jahre geblieben sind“, wunderte sich die scheidende Leitung, wie die Jahre so ins Land gegangen seien. Jetzt geht sie mit 63 Jahren und widmet sich künftig ihren Hobbys, allen voran dem eigenen Garten. Genau mit diesem Bild der Gartenarbeit bedankte sich Detlef Müller bei Maria Göllner. Der neue Lebensabschnitt Ruhestand könne ganz verheißungsvoll sein. Doch zuerst gelte es, sich wie bei der Gartenarbeit umzudrehen und zu sehen, was gewachsen sei. Auch im Kindergarten habe sie durch ihre beständige Arbeit viele Früchte ernten können. Das unterstrichen auch Pastor Karsten Lücking und Kirchenvorstand Hans-Werner Stickel. Sie gaben Maria Göllner die besten Wünsche der Kirchengemeinde mit auf den Weg. Bereits ein Wochenende zuvor hatte das Kita-Team Maria Göllner zuhause abgeholt und zu einem Überraschungs-Gottesdienst mit kleiner Abschiedsfeier zur Klus Eddesen gebracht (Bericht vom 13. Juli). Mit der offiziellen Verabschiedung durch den Träger in Paderborn wurde das jetzt noch einmal offiziell besiegelt.

Nadine Golla wird neue Leiterin

Zugleich überreichte Maria Göllner den Staffelstab der Leitung an ihre langjährige Stellvertreterin Nadine Golla. Die 40-jährige Mutter eines Sohnes aus Jakobsberg ist seit bereits 21 Jahren in der Einrichtung. Mit den besten Wünschen von Kita-Geschäftsführer Detlef Müller ausgestattet wird sie nun die Leitung in der Kita St. Johannes in Beverungen mit den 59 Kindern und 13 Teammitgliedern übernehmen.

Der Abschied sei ihr durch die ganze Aufregung um Corona und die folgenden Regelungen etwas leichter gefallen, beschrieb Maria Göllner. Doch neben allen Belastungen ist der Kontakt zu den Kindern in den vergangenen Wochen noch einmal gewachsen: Nach den neuen Regeln werde jetzt jedes Kind von den Eltern morgens nur noch bis zur Kitatür gebracht und dort von den Erziehrinnen einzeln empfangen. Das geschehe auch inklusive Anziehen und Verabschieden durch das Kita-Team am Nachmittag wieder. Das sei zwar mehr Aufwand, stärke aber die Bindung, beschreibt auch Nadine Golla. Sie freut sich auf die Zeit als Leitung, in der sie dann, übrigens ganz im Einverständnis mit ihrer Vorgängerin, auf dem Bewährten aufbauen, aber auch einige neue Akzente setzen möchte.

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