Großbaustelle Weserufer: Die Arbeiten zur Neugestaltung beginnen Montag
Beverungen macht sich hübsch

Beverungen (WB). Die Arbeiten zur Neugestaltung der Weserpromenade beginnen am Montag, 3. August. Bauausführendes Unternehmen ist die Firma Nolte, die Bauleitung hat das Ingenieurbüro Turk aus Brakel.

Samstag, 01.08.2020, 03:25 Uhr aktualisiert: 01.08.2020, 05:03 Uhr
Hier bleibt kein Pflasterstein auf dem anderen. Am Weserufer haben (von links) Thorsten Wehrmann und Michael Turk vom gleichnamigen Ingenieurbüro, Bauamtsleiter Ludger Ernst, Bürgermeister Hubertus Grimm, der Manager des Wesercenters Norbert Menke sowie Frank Behre, Geschäftsführer der Baufirma Nolte, die Pläne zur Neugestaltung erläutert. Foto: Alexandra Rüther
Hier bleibt kein Pflasterstein auf dem anderen. Am Weserufer haben (von links) Thorsten Wehrmann und Michael Turk vom gleichnamigen Ingenieurbüro, Bauamtsleiter Ludger Ernst, Bürgermeister Hubertus Grimm, der Manager des Wesercenters Norbert Menke sowie Frank Behre, Geschäftsführer der Baufirma Nolte, die Pläne zur Neugestaltung erläutert. Foto: Alexandra Rüther

Gemeinsam mit Bürgermeister Hubertus Grimm und Bauamtsleiter Ludger Ernst wurde man das Vorgehen am Freitag vor Ort erläutert. Die Kosten betragen knapp 990.000 Euro, davon werden 80 Prozent vom Bund und Land NRW mit GRW-Mitteln gefördert (GRW steht für „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur”). Die Summe aller Maßnahmen des Projekts inklusive der Beschaffung von zwei neun Fähren für Herstelle und Wehrden beträgt nach derzeitigen Schätzungen etwa 1,53 Millionen Euro.

Eröffnung 2021

Die Stadt hatte sich gewünscht, die Baustelle parallel mit der Brückenbaustelle einrichten zu können, aber bei den vielen erforderlichen Genehmigungen, gerade wasser- und schifffahrtsrechtlich, habe es Verzögerungen gegeben, wie Bürgermeister Hubertus Grimm erklärt. „Aber jetzt geht es los, Und darüber freuen wir uns. Mit Beginn der Saison im nächsten Jahr möchten wir die Eröffnung feiern.“

Der Parkplatz am Dampferanleger ist ab Montag gesperrt. Dort wird mit dem Bau der Anlegestelle für die Sportboote begonnen. Dazu müssen Spundwände gebaut, Sohle und Wände betoniert und verfüllt werden. Der ursprünglich geplante Steg ist von der Wasserschutzbehörde aufgrund der Nähe zum Dampferanleger nicht genehmigt worden. Deshalb kommt jetzt die Betonwand-Leiter-Lösung in der 20 Meter langen Anlegestelle. Die Straße zum Wesercenter wird weiter befahrbar sein, allerdings müssen sie sich Auto- und Radfahrer teilen.

Leiter-Lösung

Der nächste große Bereich ist die Promenade nördlich des Dampferanlegers. Hier werden ein neuer Radweg und ein breiterer Fußweg entstehen. Der jetzige Parkplatz soll ein attraktiver Aufenthaltsort werden – mit Sitzpodesten, Spielgelegenheiten für Kinder, Info-Terminals und E-Bike-Ladestationen.

Blockstufen aus Wesersandstein sind auch auf der Wiese südlich des Dampferanlegers geplant – direkt am künftigen Kanuanleger, der bequem mit Auto und Anhänger zu erreichen sein wird. Der Radweg wird neu asphaltiert und von Sitzflächen gesäumt.

Die Furt, die mit ihrem Kopfsteinpflaster direkt ins Wasser führt, steht unter Denkmalschutz und wird nicht verändert. Die Anschlüsse aber, der Asphaltweg zum Dampfer und der Bereich zwischen Furt und Fährhaus-Biergarten werden ebenfalls neu gepflastert beziehungsweise asphaltiert, so dass auch hier ein Platz-Charakter und insgesamt mehr Aufenthaltsqualität entsteht.

Mehr Aufenthaltsqualität

Schließlich wird neben dem Wesercenter ein neuer Parkplatz mit 16 Stellplätzen gebaut. Die Fläche hat die Stadt vom Besitzer des Weser-Centers (Klingenthal) langfristig gepachtet. „Dieser Parkplatz soll natürlich vorwiegend für Gäste sein“, sagt Bürgermeister Grimm. Die Dauerparker, die bisher den Parkplatz am Dampferanleger genutzt haben und meist in der Stadt arbeiten, müssen sich künftig einen neuen Platz suchen. „Da wir aber im Rat beschlossen, haben, am Hakel nicht erneut einen Wohnmobilhafen einzurichten, werden dort Flächen frei.“

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