„Atomfreies 3-Ländereck e.V.“ setzt auf die Erfahrung von Siegfried de Witt und Professor Runge
Bürgerinitiative beauftragt Gutachter

Beverungen (WB/hai). Die Bürgerinitiative „Atomfreies 3-Ländereck e.V.“ hat zwei unabhängige Gutachter beauftragt, die Standortwahl des zentralen Bereitstellungslagers in Beverungen-Würgassen für das Endlager Schacht Konrad nach objektiven wissenschaftlichen Kriterien zu überprüfen.

Donnerstag, 20.08.2020, 21:32 Uhr aktualisiert: 20.08.2020, 21:40 Uhr
Zuletzt gab es Im Juli eine nächtliche Protestaktion der örtlichen Bürgerinitiave und der Anti-Atom-Organisation „.ausgestrahlt“ direkt am ehemaligen KKW Würgassen. Foto: Harald Iding
Zuletzt gab es Im Juli eine nächtliche Protestaktion der örtlichen Bürgerinitiave und der Anti-Atom-Organisation „.ausgestrahlt“ direkt am ehemaligen KKW Würgassen. Foto: Harald Iding

Die Gutachter sind: Rechtsanwalt Siegfried de Witt, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Potsdam (www.dewitt-potsdam.de) und Professor Dr. Karsten Runge (OECOS GmbH Hamburg, www.oecos.com).

Beide Gutachter beraten seit fünf Jahren erfolgreich das Landkreisbündnis „Hamelner Erklärung e.V.“ bei der Planung des Suedlinks, so ein Sprecher der Bürgerinitiative. Rechtsanwalt de Witt hat für das Landkreisbündnis eine Vereinbarung mit Kali und Salz ausgehandelt und erreicht, dass auf die Oberweser-Pipeline verzichtet wird – und Kali und Salz ab 2028 keine Prozess-Salzabwässer mehr in die Werra einleiten will. Den Landkreis Holzminden habe er bei der komplexen Planfeststellung B 83 unterstützt. „Er hat langjährige Erfahrung im Atom- und Planungsrecht“, so der Verein.

Umweltverträglichkeit

Professor Dr. Karsten Runge betreibt seit mehr als 20 Jahren ein Planungsbüro, welches sich schwerpunktmäßig mit Fragen der Regionalplanung sowie der Umweltverträglichkeit von Infrastrukturen der Energieversorgung befasst. Neben konkreten Planungsvorhaben ist er diesem Zusammenhang regelmäßig an Forschungs- und Entwicklungsvorhaben des Bundesumweltministeriums, des Umweltbundesamtes oder des Bundesamtes für Naturschutz beteiligt.

Das Gutachten zur Standortwahl des zentralen Bereitstellungslagers für das Endlager Schacht Konrad soll voraussichtlich im Herbst vorliegen – und wird dann der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Immer wieder macht die Initiative mit Protestaktionen auf ihren Unmut aufmerksam - wie zum Beispiel bei der Eröffnung der neuen Weserbrücke .

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