227,1 Stunden Sonne im drittwärmsten August seit Aufzeichnung
Sehr warm, zu nass, viel Sonnenschein

Beverungen-Drenke (WB). Der August an der HVV-Wetterstation Beverungen-Drenke war sehr warm, zu nass und sonnenscheinreich. Schwülwarme bis -heiße Luftmassen, reichlich Sonnenschein und viel Niederschlag bestimmten zumeist die Witterung, und am 26. August sorgte Tief „Kirsten“ sogar für einen Sturm.

Montag, 28.09.2020, 06:03 Uhr aktualisiert: 28.09.2020, 09:26 Uhr
Wunderschöner Sonnenschein, wie ihn viele im Sommer lieben. Der August 2020 war allerdings, wie schon die vorangegangenen Monate zu warm und auch zu nass. Foto: WB
Wunderschöner Sonnenschein, wie ihn viele im Sommer lieben. Der August 2020 war allerdings, wie schon die vorangegangenen Monate zu warm und auch zu nass. Foto: WB

Fünf Hitzetage

Wie im August 2019 gab es elf Sommer- und fünf Hitzetage. Lediglich in der letzten Augustwoche lag die Tageshöchsttemperatur zweimal geringfügig unter 20 Grad; der Spitzenwert von 35,3 Grad wurde am 08.08.erreicht, und am 21.08. herrschte mit 20,1 Grad sogar eine tropische Nacht. Die mittlere Monatstemperatur von 20,0 Grad übertraf um 4 Grad deutlich die langjährige Norm, so dass der August sich an der Wetterstation in Drenke nach 2003 (20,8 Grad) und 2018 (20,4 Grad) als drittwärmster verbuchen ließ. 2003 hatte es im letzten meteorologischen Sommermonat sogar 12 Hitzetage in Folge gegeben mit der bislang höchsten Maximaltemperatur von 37,6 Grad. 18 Male ist der August in den vergangenen 21 Jahren zu warm gewesen; rein statistisch fiel jeder Augustmonat um knapp 2,2 Grad zu warm aus. Mit 227,1 Stunden Sonnenschein lag die Zahl der Sonnenscheinstunden im vergangenen Monat um rund 25 Prozent über dem langjährigen Referenzwert von NRW.

Schifffahrt eingestellt

Bis einschließlich August schien die Sonne in diesem Jahr bereits 1572,3 Stunden: fast 520 Stunden länger als im gesamten Jahr 2002. Mit 102,1 mm Niederschlag an 15 Tagen war es um rund 55 Prozent zu nass; allein 50,1 mm fielen am 10.08. innerhalb von nur viereinhalb Stunden. In Warburg gab es vier Tage später während eines Gewitters sogar 53 mm Niederschlag – aber innerhalb von nur einer einzigen Stunde! Nichtsdestoweniger musste die Schifffahrt wegen des niedrigen Wasserstandes der Weser bereits Mitte August eingestellt werden, vor allem deshalb, weil der Edersee angesichts der Füllhöhe von nur 20 Prozent nicht mehr genügend Wasser abzugeben vermochte. Der Rückblick auf die Niederschlagsmengen in den jeweiligen Augustmonaten der vergangenen 21 Jahre zeigt zehn zu trockene, aber elf zu nasse Monate – statistisch lag jeder August mit 68,6 mm um 1,6 mm über dem vieljährigen Referenzwert. Der meteorologische Sommer in Kürze: Von Juni bis August dieses Jahres fielen an 44 Tagen (Vorjahreszeitraum: 35 Tage) 232,6 mm Niederschlag (Vorjahr: 160,2 mm). Es gab insgesamt 28 Sommer- und 5 Hitzetage (Sommer 2000: 11 Sommer-, 5 Hitzetage; Sommer 2018: 27 Sommer-, 29 Hitzetage) und damit 38 Tage (Vorjahr: 45 Tage) mit mehr als 25 Grad. 692 Stunden schien die Sonne. Im Sommer 2002 waren es lediglich 373,2 Stunden, im Sommer 2018 dagegen 822,5 Stunden gewesen. Die mittlere Temperatur von 18,0 Grad (Sommer 2018: 19,8 Grad) überschritt den langjährigen Sollwert um 2 Grad und entsprach derjenigen des Sommers 2015. Somit gelten die Sommer der Jahre 2020 und 2015 als die bislang viertwärmsten an der Drenker Wetterstation.

Wie schon der Juli war auch der August recht wechselhaft. Dabei bestimmten zumeist schwülwarme bis -heiße Luftmassen, reichlich Sonnenschein und ziemlich viel Niederschlag die Witterung, und am 26.08. gab es sogar einen Sturm.

Spitzenwert 35,3 Grad

Der Spitzenwert von 35,3 Grad wurde am 8. August erreicht, und am 21. August herrschte mit 20,1 Grad sogar eine tropische Nacht. Lediglich an zwei Tagen lag die jeweilige Maximaltemperatur in Drenke geringfügig unter 20 Grad. Im August 2003 hatte es sogar zwölf Hitzetage in Folge gegeben mit der bisherigen Höchsttemperatur von 37,6 Grad. Die mittlere Monatstemperatur von 20 Grad überschritt das langjährige Soll deutlich um vier Grad und machte den vergangenen Monat nach 2003 (20,8 Grad) und 2018 (20,4 Grad) zum bislang drittwärmsten August.

Hinsichtlich des Niederschlags war es um rund 55 Prozent zu nass; zu berücksichtigen gilt, dass allein 50,1 mm am 10. August innerhalb von nur viereinhalb Stunden fielen. Von Juni bis August fielen an 44 Tagen (Vorjahreszeitraum: 35 Tage) 232,6 mm Niederschlag (Vorjahr: 160,2 mm). Es gab insgesamt 28 Sommer- und fünf Hitzetage (Sommer 2000: elf Sommer-, 5 Hitzetage; Sommer 2018: 27 Sommer-, 29 Hitzetage) und damit 38 Tage (Vorjahr: 45 Tage) mit mehr als 25 Grad. Die Sonne schien 692 Stunden; im Sommer 2002 waren es lediglich 373,2 Stunden, im Sommer 2018 dagegen 822,5 Stunden gewesen.

Die Mitteltemperatur von 18,0 Grad (Sommer 2018: 19,8 Grad) lag wie im Sommer 2015 um 2,0 Grad über dem langjährigen Sollwert.

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