Sekundarschule im Dreiländereck Beverungen erhält besondere Auszeichnung
Eine Schule mit Courage

Beverungen (WB). Über die Titelverleihung zur „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ darf sich die Schulgemeinschaft der Sekundarschule in Dreiländereck in Beverungen freuen.

Mittwoch, 30.09.2020, 05:46 Uhr aktualisiert: 30.09.2020, 05:50 Uhr
Katja Hermneuwöhner und Freya Gittel (von links) halten stolz das neue Zertifikat in der Hand – umrahmt von Paten, Bürgermeister, Schulleiter, Konrektor, Regionalkoordinator und der engagierten Schülergruppe. Foto: Sekundarschule
Katja Hermneuwöhner und Freya Gittel (von links) halten stolz das neue Zertifikat in der Hand – umrahmt von Paten, Bürgermeister, Schulleiter, Konrektor, Regionalkoordinator und der engagierten Schülergruppe. Foto: Sekundarschule

Im Rahmen einer Feierstunde, an der neben Schülern und Lehrern auch Beverungens Bürgermeister Hubertus Grimm sowie der Pate des Projekts, Rembert Stiewe, teilnahmen, wurde dieser Titel durch Rüdiger Gleisberg von der regionalen Koordinierungsstelle des kommunalen Integrationszentrums des Kreises Höxter übergeben. Damit gehört die Sekundarschule Beverungen jetzt einem Netzwerk von Schulen an, die es sich zur Selbstverpflichtung machen, Demokratie, Menschenwürde und ein solidarisches Miteinander in besonderer Weise in den Schulalltag zu integrieren.

Die Viellfalt leben

In diesem Licht sieht auch Schulleiter Klaus Oppermann die Auszeichnung: „Wir als Schulgemeinschaft wollen Vielfalt leben, bewundern, akzeptieren. Wir wollen unterstützen, helfen, über uns hinauswachsen. Es ist der Gedanke einer ‚Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage‘, den wir in unseren Schulalltag einbeziehen und den wir unseren Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg geben möchten.“

Oppermann widmete einen besonderen Dank Katja Hermneuwöhner und Freya Gittel – stellvertretend für die Projektgruppe –, die sich immer wieder engagiert, vieles koordiniert und schließlich den Kontakt mit dem Projektpaten hergestellt hätten. Hermneuwöhner und Gittel haben auch ein halbes Jahr lang mit einer Schülergruppe an dem Thema „Diskriminierung, Rassismus und Courage“ gearbeitet, bevor die Jugendlichen durch alle Klassen gegangen sind und Unterschriften gesammelt haben.

80 Prozent überzeugt

Denn um den Titel zu erhalten, müssen 70 Prozent der Schüler, Lehrer und des weiteren Schulpersonals eine Erklärung unterschreiben, in der sie sich dazu bereit erklären, gegen Rassismus und Diskriminierung vorzugehen. Katja Hermneuwöhner:: „Wir haben 80 Prozent überzeugen können.“

„Ich bin stolz, Euer Pate zu sein!“, sagte Rembert Stiewe und gratulierte in seiner Ansprache allen Beteiligten für die enge Zusammenarbeit. Er stärkte den engagierten Schülerinnen und Schülern den Rücken. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ sei für ihn ein lebendiges und gleichzeitig wichtiges Projekt. Zur Feierstunde brachte Stiewe eine Videobotschaft des Journalisten und ZDF-Fernsehmoderatoren Jo Schück mit. Schück, der sich selbst als Menschenfreund und Antirassist bezeichnet, gratulierte den Schülern und bedankte sich bei allen Beteiligten der Schule, die sich überall für die Menschenfreundlichkeit und gegen den Hass engagieren.

Noch ein weiter Weg

Allen der Projektgruppe und den Schülerinnen und Schülern ist klar, dass mit dem Schild an der Wand nicht alles getan ist. „Es ist ein weiter Weg. Es ist viel Arbeit, die gemeinsam angepackt werden muss.“

Somit plant die Arbeitsgruppe gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern sowie ihrem Paten, in Projekten für die Idee einer „Bunten Schule“, zu arbeiten. Sie wollen zeigen, dass Menschen aus Randgruppen eben genauso Menschen sind wie sie selbst.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7608316?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2851039%2F
Brandsatz vor Tönnies-Villa: Paar festgenommen
An dieser Zufahrt zum Anwesen der Familie Tönnies wurden die verdächtigen Gegenstände gefunden. Foto: Christian Althoff
Nachrichten-Ticker