BGZ will 325-Meter-Halle für 15.000 Container bauen – Endlager in Schacht Konrad
Hebel gegen ein Atommülllager

Beverungen -

Die Ziele der Raumordnung des Regionalplanes OWL stehen dem geplanten Atommülllager auf dem Gelände des ehemaligen KKW Würgassen entgegen. Die von der Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) vorgesehen Fläche an der Weser könne nicht genutzt werden.

Donnerstag, 12.11.2020, 03:23 Uhr aktualisiert: 12.11.2020, 03:30 Uhr
Auf der Wiese rechts neben dem KKW-Reaktorgebäude Würgassen soll das neue Atommülllager gebaut werden.
Auf der Wiese rechts neben dem KKW-Reaktorgebäude Würgassen soll das neue Atommülllager gebaut werden. Foto: Swen Pförtner/dpa

(WB). Diese Einschätzung der Bezirksregierung elektrisiert nicht nur die Gegner des geplanten Lagers, die sich als Bürgerinitiative formiert haben, sondern auch Politiker und Verwaltungen im Kreis Höxter. Sie sehen in der Abfuhr aus Detmold den ersten Hebel, um etwas gegen die BGZ-Pläne in die Hände zu bekommen.

Auf dem Gelände des früheren Kernkraftwerkes wird seit Frühjahr 2020 ein zentrales Lager für Atommüll aus ganz Deutschland geplant. Tausende Behälter mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus 20 dezentralen Zwischenlagern an Atomkraftwerkstandorten sollen laut Planung mit Zügen in eine noch zu bauende oberirdische Stahlbetonhalle gebracht werden. Für das Logistikzentrum soll ein 325 Meter langes, 125 Meter breites und 16 Meter hohes neues Gebäude für 15.000 Container mit Fässern errichtet werden. Der Neubau soll mit der Inbetriebnahme des Atommüll-Endlagers Konrad 2027 fertig sein. Es werden 450 Millionen Euro investiert und 100 Arbeitsplätze entstehen, so die BGZ. Die Bundesgesellschaft hatte angekündigt, auf dem Areal am Dreiländereck von NRW, Niedersachsen und Hessen ein „Logistikzentrum“ nur für 30 Jahre Nutzung errichten zu wollen. Schwach- und mittelradioaktive Abfälle sollen so zusammengestellt werden, dass man sie danach ins Endlager Konrad bei Salzgitter bringen könne. Dort entsteht derzeit ein Endlager für solche Abfälle.

Die Abfälle stammen aus Betrieb, Stilllegung und Rückbau von Atomkraftwerken sowie aus den Bereichen Medizin, Forschung und Gewerbe. Hochradioaktive Abfälle wie Brennelemente werden dort nicht gelagert. Die BGZ hat nach der Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein „Logistikzentrum“ für das Endlager Konrad auf dem großen Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten.

Mehrere Bürgerinitiativen kämpfen mit Demos und multimedial gegen das geplante Lager an der Weser.

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