Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags verteilt Fördergelder – Beverungen erhält 1,7 Millionen Euro
Bund fördert Hallenbad-Neubau

Beverungen -

Beverungen erhält vom Bund 1,7 Millionen Euro für den Neubau eines Hallenbades. Das hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags am Mittwoch beschlossen.

Mittwoch, 03.03.2021, 17:43 Uhr aktualisiert: 03.03.2021, 17:46 Uhr
Auf dem Gelände des Freibades will die Stadt mit Hilfe des Bundes ein neues Hallenbad bauen.
Auf dem Gelände des Freibades will die Stadt mit Hilfe des Bundes ein neues Hallenbad bauen. Foto: Alexandra Rüther

Der Beverunger Bundestagsabgeordnete Christian Haase (CDU) ist Mitglied im Haushaltsausschuss und hatte sich für die Förderung eingesetzt. Jetzt freut er sich über den Zuschlag: „Die Bundesförderung ist eine große Hilfe für Beverungen und die anderen geförderten Kommunen in unserem Land. Häufig können nur mit diesen Bundeshilfen so umfangreiche Baumaßnahmen wie der Neubau eines Hallenbades realisiert werden. Dabei leisten die kommunalen Sportstätten einen großen Beitrag für den sozialen Zusammenhalt in unserem Land und diese Begegnungsstätten werden in der Zeit nach Corona besonders wichtig sein. Es war daher richtig, dass das Corona-Konjunkturpaket der Bundesregierung diese direkte Förderung der Kommunen beinhaltet, denn die Kommunen vor Ort wissen am besten, wo der größte Investitionsbedarf ist. Diese und noch weitere Fördermittel des Bundes, die über die Länder an die Kommunen verteilt werden, sind eine große Hilfe gegen den Investitionsstau in vielen Kommunen.“

Mit dem Nachtrag zum Bundeshaushalt 2020 hatte der Bund erneut Mittel in Höhe von 600 Millionen Euro für die Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereich Sport, Jugend und Kultur bereitgestellt. Der Anspruch an die Projekte ist hoch. Sie sollen von besonderer regionaler oder überregionaler Bedeutung sein und eine sehr hohe Qualität im Hinblick auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die soziale Integration in der Kommune und den Klimaschutz aufweisen. Insgesamt war das Bundesprogramm deutlich überzeichnet und nur ein geringer Anteil der eingereichten Projekte konnte gefördert werden.

Das Hallenbad in Dalhausen ist ein wirtschaftlicher Totalschaden.

Das Hallenbad in Dalhausen ist ein wirtschaftlicher Totalschaden. Foto: Alexandra Rüther

Im Beverunger Rathaus wusste man gestern Nachmittag noch nichts von der Entscheidung in Berlin. „Wir freuen uns natürlich, dass wir im Rahmen dieses Förderprogramms zum Zuge gekommen sind“, sagte Bürgermeister Hubertus Grimm auf Anfrage. „Wir müssen allerdings jetzt auf die Entscheidung des Landes warten, ob wir auch für die Sanierung des Umkleidegebäudes auf dem Freibadgelände Fördermittel bekommen, erst dann können wir rechnen und weiter planen“, so Grimm. Zudem hatte die Stadt gehofft, vom Bund als finanzschwache Kommune anerkannt zu werden, dann hätte es mehr Geld gegeben. So entsprechen die 1,7 Millionen Euro einer 45-prozentigen Förderung der von der Stadt Beverungen beantragten Baukosten in Höhe von knapp 4,5 Millionen Euro.

Rückblick

Das Hallenbad in Dalhausen ist 45 Jahre alt und musste im Oktober 2019 geschlossen werden, weil die Überlaufrinne undicht war, Wasser in den Keller gelangte und die dortigen Anlagen gefährdete. Eine erste grobe Einschätzung des Schadens ergab einen Sanierungsaufwand von 250.000 Euro. Zur Hälfte hätte die Summe vom Bund übernommen werden können, die andere Hälfte hatte die Stadt in den Haushalt gestellt. Das war obsolet, als weiterführende Untersuchungen an der Betonsubstanz des Bades gezeigt haben, dass auch hier erheblicher Sanierungsbedarf besteht. Also wurde nach Auswertung des vorliegenden Betongutachtens nunmehr mit Kosten in Höhe von rund 800.000 Euro gerechnet. Im Rat war man sich einig, das Bad sanieren zu wollen, wenn es dafür Fördermittel gibt.

Um nun Zuschüsse aus dem Sportstättenförderprogramm des Landes zu bekommen, hatte die Stadt das Planungsbüro Rohling aus Osnabrück beauftragt, die für den Förderantrag benötigte Kostenberechnung anzustellen. Diplom-Architektin Christina Seiters nahm das Bad zusammen mit einem Experten für Schwimmbadtechnik unter die Lupe und präsentierte im August 2020 das erschütternde Ergebnis: Eine Sanierung würde mindestens zwei, eher zweieinhalb Millionen Euro kosten und sei aus ihrer Sicht nicht lohnenswert.

So entstand der Plan, ein Hallenbad auf dem Freibad-Areal zu errichten, um so die benötigte Technik und die Umkleidekabinen von beiden Bädern nutzen und den Schwimmunterricht der Schulen weiter gewährleisten zu können.

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