Würgassen: Rückblick auf Aktionen der Bürgerinitiative
Ein Jahr rollt der Widerstand

Beverungen-Würgassen -

An diesem Sonntag jährt sich der Widerstand gegen das Vorhaben, Würgassen zum bundesweiten Umschlagplatz für Atommüll aus ganz Deutschland zu machen. Ein Rückblick.

Samstag, 06.03.2021, 06:13 Uhr aktualisiert: 07.03.2021, 13:41 Uhr
Nach den Offiziellen kamen die Demonstranten: Das Bild ist am 15. Juli 2020 entstanden, direkt im Anschluss an die Verkehrsfreigabe der nagelneuen Weserbrücke.
Nach den Offiziellen kamen die Demonstranten: Das Bild ist am 15. Juli 2020 entstanden, direkt im Anschluss an die Verkehrsfreigabe der nagelneuen Weserbrücke. Foto: Dennis Pape

 Am 6. März 2020 geht die BGZ mit der Nachricht an die Presse, am 7. März gibt es schon die erste spontane Kundgebung am Werkstor. Auch Beverungens Bürgermeister Hubertus Grimm ist „auf 180“ und sieht die Planungshoheit der Stadt massiv verletzt. Die Politik stellt sich geschlossen gegen die Pläne des Bundes. Unterdessen reist Dirk Wilhelm von einer Infoveranstaltung zur nächsten und wird zum Gesicht der BI.

Die fordert im April, weitere Planungen zur Errichtung eines Zwischenlagers sofort auf Eis zu legen. Die BGZ richtet ein Online-Forum für Bürgerfragen ein. Bürgermeister Grimm pocht darauf, politisches Gehör zu finden, schreibt Briefe nach Berlin. Die Antworten sind unbefriedigend. Im Mai organisiert die BI eine Mahnwache anlässlich der beginnenden Bodenuntersuchungen entlang des Radweges zwischen Lauenförde und Würgassen. Im Juli – aus der Bürgerinitiative ist inzwischen ein Verein geworden – wird der Tag der Eröffnung der Weserbrücke für einen Autokorso genutzt. Im September wird die Bürgerversammlung der BGZ nachgeholt. Wegen Corona sind nur 130 Menschen in der Stadthalle. Vor der Tür demonstrieren dreimal so viele Unterstützer eines „atomfreien Dreiländerecks“. Im Oktober dann der überraschende Rücktritt von Dirk Wilhelm als Vorsitzender nach internen Querelen und Zoff.

Im März 2021 ist Wilhelm wieder Vorsitzender. Und die BGZ hält unbeirrt an ihren Plänen fest, in Würgassen ein zentrales Bereitstellungslager für radioaktiven Müll zu bauen – für 450 Millionen Euro.

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