Do., 08.11.2018

»Smart Country Side« kooperiert mit dem Fraunhofer-Institut Plattform vernetzt Modelldörfer

»Smart Country Side« und das Fraunhofer-Institut arbeiten zusammen, um 16 Dörfer in Lippe und Höxter auf dem Weg in eine digitale Zukunft zu begleiten. Das Institut hat den Zuschlag für die Umsetzung der digitalen Dorf-Plattform in den Orten erhalten.

»Smart Country Side« und das Fraunhofer-Institut arbeiten zusammen, um 16 Dörfer in Lippe und Höxter auf dem Weg in eine digitale Zukunft zu begleiten. Das Institut hat den Zuschlag für die Umsetzung der digitalen Dorf-Plattform in den Orten erhalten.

Borgentreich (WB). Das Projekt »Smart Country Side« (SCS) kooperiert jetzt mit dem Fraunhofer-Institut. Das Institut hat den Zuschlag für die Umsetzung der digitalen Dorf-Plattform in 16 Modellorten in den Kreisen Höxter und Lippe erhalten.

Mit diesem Schritt sind die SCS-Dörfer Teil des gut funktionierenden Netzwerkes der digitalen Dörfer von Fraunhofer, was die Nachhaltigkeit des Projektes sichert und SCS in einen bundesweit größeren Zusammenhang stellt.

16 Modelldörfer in den Kreisen Lippe und Höxter

16 Modelldörfer in den Kreisen Lippe und Höxter – darunter auch Borgentreich-Rösebeck – haben sich 2017 auf den Weg gemacht, die Digitalisierung für sich zu nutzen und sich dem digitalen Wandel im Dorf zu stellen. In einem breit angelegten Partizipationsprozess konnten die Bürger in den Modelldörfern im Rahmen von Dorfkonferenzen ihre Wünsche und Bedarfe äußern. Aus den Ergebnissen wurden bedarfsgerechte Lösungen entwickelt.

»Durch das faire und transparente Wettbewerbsverfahren konnten sich im Kreis Höxter sechs Golddörfer für die Umsetzung ihrer insgesamt zehn innovativen Projektideen qualifizieren«, sagt Landrat Friedhelm Spieker. Michael Stolte, Projektleiter SCS im Kreis Höxter, fügt hinzu: »Seit 2017 bereiten sich zahlreiche ehrenamtlich engagierte Dorf-Digital-Experten mit großem Engagement auf die Umsetzungsphase vor, die bald beginnt.«

Digitale Kompetenz der Dorfbewohner verbessern

Neben dem Wunsch, die digitale Kompetenz der Dorfbewohner zu verbessern, Lern- und Medienecken in den Dorfgemeinschaftshäusern (DGH) zu schaffen, ist es den Modellorten auch wichtig, sich untereinander zu vernetzen, die Fürsorge für Hilfsbedürftige und somit eine bessere Teilhabe unterschiedlicher Zielgruppen im Dorf zu gewährleisten. Schnell war klar: Es braucht eine Informations- und Kommunikationsplattform, über die sich Vereine, die Kirche, ehrenamtlich aktive Gruppierungen, sowie Bürger vor Ort untereinander vernetzen können.

Basierend auf diesen Erkenntnissen haben die Projektverantwortlichen von »Smart Country Side« gemeinsam mit den Multiplikatoren aus den Modelldörfern eine Ausschreibung für eine Kommunikationsplattform auf den Weg gebracht.

Wegbereiter und -begleiter zukunftsweisender Ideen

Den Zuschlag hat das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) aus Kaiserslautern erhalten. »Wir freuen uns, dass wir für die Umsetzung der Kommunikationsplattform mit dem Fraunhofer-IESE zusammenarbeiten«, so Dr. Klaus Schafmeister, Projektleiter von SCS. Der Partner aus Kaiserslautern sieht sich als Wegbereiter und -begleiter zukunftsweisender Ideen und will durch Projekte wie die digitalen Dörfer das Leben in den ländlichen Regionen zukunftsfähig gestalten.

»Die 16 SCS-Modellorte in den beiden Kreisen Höxter und Lippe sind jetzt Teil von über 100 digitalen Dörfern bundesweit und profitieren von deren Erfahrungen sowie den modularen Angeboten, die die Fraunhofer-Plattform bereitstellt und fortlaufend ergänzt«, betont Heidrun Wuttke, Projektmanagerin SCS Kreis Höxter.

Arbeit für Modellorte fängt nun erst richtig an

Die Arbeit für die Modellorte fängt nun also erst richtig an. Hans-Werner Gorzolka, Dorf-Digital-Experte aus dem Golddorf Ovenhausen: »Wir möchten mit der digitalen Dorf-Plattform neue Formen der Kommunikation, Information und Vernetzung mit unseren Bürgern erproben, um unser Dorf fit für die digital vernetzte Zukunft zu machen.«

Ziel ist es, die digitale Dorf-Plattform am Ende des Projektes zu verstetigen, so dass auch andere Orte in beiden Kreisen davon profitieren können. Dafür legen die 16 Modellorte in Lippe und Höxter nun den Grundstein.

»Smart Country Side« ist Kooperationsprojekt

»Smart Country Side« ist ein mit Mitteln aus dem »Europäischen Fonds für regionale Entwicklung« (EFRE) gefördertes Kooperationsprojekt der Kreise Lippe und Höxter und eines von zehn Projekten des Handlungskonzeptes »OWL 4.0«.

Zusammen wollen die Akteure die digitale Transformation in Ostwestfalen-Lippe voranbringen und die Zukunftschancen der Region sichern.

Kommentare

Bislang nicht einmal Grundversorgung vorhanden

Die Pläne hören sich gut an, übersehen aber, dass in den Dörfern zum Teil nicht einmal die Grundversorgung vorhanden ist. Ich habe in Haus und Garten in Wehrden trotz mehrfachen Anbieterwechsels nicht einmal Handyempfang und kann dies nur außerhalb des Dorfes nutzen.

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