Do., 08.11.2018

Flächennutzungsplan für Borgentreich soll geändert werden – Bau- und Planungsausschuss begrüßt Vorhaben Stadt will neue Zonen für Windräder ausweisen

Die Stadt Borgentreich will neue Konzentrationszonen für die Errichtung von Windkraftanlagen ausweisen.

Die Stadt Borgentreich will neue Konzentrationszonen für die Errichtung von Windkraftanlagen ausweisen. Foto: Patrick Pleul/dpa

Von Ralf Benner

Borgentreich (WB). Die Stadt Borgentreich will neue Konzentrationszonen für die Windenergienutzung im Flächennutzungsplan der Orgelstadt ausweisen. »Wir wollen damit die Möglichkeiten, Windenergie in unserem Gemeindegebiet zu nutzen, erweitern«, sagt Bürgermeister Rainer Rauch dem WESTFALEN-BLATT.

Der Bau- und Planungsausschuss der Stadt hat am Dienstagabend mit großer Mehrheit (zwei Nein-Stimmen) den Beschlussvorschlag für den Rat gefasst, die Verwaltung damit zu beauftragen, ein entsprechendes Verfahren zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange einzuleiten.

Vorausgegangen war die Vorstellung und Genehmigung einer Potenzialflächenanalyse, die das Planungsbüro Huesmann im Auftrag der Orgelstadt erarbeitet hatte.

Anlagen haben Bestandsschutz

Demnach würde von den drei bereits seit den 90er Jahren bestehenden Konzentrationszonen in den Stadtbezirken Manrode, Körbecke und Rösebeck mit einer Gesamtgröße von 146 Hektar nur die Zone in Manrode übrig bleiben.

Für die bisherigen Zonen in Körbecke und Rösebeck hätte diese Vorgehensweise zur Folge, dass alte Anlagen nicht durch wesentlich größere Windräder ersetzt werden können (Repowering), wobei die bestehenden Anlagen jedoch Bestandsschutz genießen.

Harte und weiche Tabuzonen

Neu ausgewiesen würden dagegen laut Potenzialflächenanalyse weitere Konzentrationszonen nördlich von Manrode sowie nördlich und westlich von Bühne. Ausschlaggebend für die Ausweisung möglicher Konzentrationszonen war zunächst die Feststellung der harten und weichen Tabuzonen, in denen keine Windräder errichtet werden dürfen.

Zu den harten Tabuzonen gehören Bereiche mit anderweitiger und mit der Windkraft nicht verträglicher Nutzung (insbesondere Siedlungsflächen oder Gebiete mit geringem Windaufkommen).

Bauverbot kann aufgehoben werden

Nicht zu diesen Bereichen gehören dagegen Gebiete, in denen zwar ein Bauverbot besteht, das aber im Einzelfall durch Ausnahmen oder Befreiungen aufgehoben werden kann. Dies trifft etwa in der Regel für Landschaftsschutzgebiete zu.

Zu den so genannten weichen Tabuzonen zählen die Schutzbereiche der Radarstellung Auenhausen, das Drehfunkfeuer (DFS) in Ossendorf (K.o.-Kriterium für Rösebeck und Körbecke) oder etwa der Abstand zur Wohnbebauung, den die Stadt Borgentreich auf 800 Meter festgelegt hat.

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