Pflanzenflohmarkt in Borgentreich zieht hunderte Besucher an
Stöberlaune auf der »Grünen Meile«

Borgentreich (WB). Trotz winterlicher Temperaturen sind am Samstagvormittag hunderte Besucher zum Pflanzenflohmarkt nach Borgentreich gekommen. Nicht wenige von ihnen hatten die Winterjacken und warmen Mützen wieder aus dem Schrank geholt – der Stöberlaune tat die Kälte aber keinen Abbruch.

Montag, 06.05.2019, 14:00 Uhr
Schöne Deko aus Beton und Sukkulenten präsentierte Uta Wiederuh-Gluns aus Beverungen. 28 Hobbygärtner und Aussteller hatten ihre Schätze aus dem Garten auf der »Grünen Meile« am Steinernen Haus ausgebreitet. Foto: Verena Schäfers-Michels
Schöne Deko aus Beton und Sukkulenten präsentierte Uta Wiederuh-Gluns aus Beverungen. 28 Hobbygärtner und Aussteller hatten ihre Schätze aus dem Garten auf der »Grünen Meile« am Steinernen Haus ausgebreitet. Foto: Verena Schäfers-Michels

Ein bisschen Sorge um ihre tschechische Blockpaprika und die Tomatenpflanzen machte sich Natalie Andres aus Peckelsheim: »Eigentlich können die Pflanzen Temperaturen bis Null Grad gut ab, aber der Wind reibt an ihnen«, sagte sie, war aber zuversichtlich, dass ihre Gemüsepflanzen den Vormittag gut überstehen würden.

28 Hobbygärtner und Aussteller hatten ihre Schätze aus dem Garten auf der »Grünen Meile« am Steinernen Haus ausgebreitet. Der Flohmarkt wurde von der Landschaftsstation im Kreis Höxter und der Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal ausgerichtet.

Pflanzenflohmarkt in Borgentreich

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Garten-Tipps für die Kunden

»Wenn der Schnittlauch blüht, ist er immer noch essbar. Die Blüte selbst ist sogar sehr lecker, besonders in Kräuterbutter«, räumte Hobbygärtner Steffen Böhme aus Lichtenau mit dem Gerücht auf, dass blühender Schnittlauch unbrauchbar sei. Der junge Mann bot an seinem Stand Saatgut für zahlreiche Tomaten- und Paprikasorten an, hatte aber auch diverse Küchenkräuter und sogar Fliederbuschableger und junge Wildkirschen dabei.

Auch Christel Engemann hatte gute Tipps für ihre Kunden: »Rhabarber sollte bis zum 24. Juni, dem Johannestag, geerntet und danach in Ruhe gelassen werden.« Das Gleiche gelte für Spargel.

Wenige Meter von ihr entfernt bot der Warburger Imkerverein Kostproben seiner Honigsorten an. Dabei erlangte Jens Flörke besonders durch seinen weißen Imkeranzug die Aufmerksamkeit der Vorbeigehenden. »Bienen sind die Feuerwehr der Natur«, sagte sein Kollege Volker Schlieker. Beide Imker stellten fest, dass viele Besucher des Gartenflohmarkts bereits regionalen Honig kauften. »Der Honigkonsum boomt«, so Schlieker. In den vergangenen Jahren sei die Öffentlichkeit auf den Nutzen und die Gefährdung der Honigbienen aufmerksam geworden. Auch die Mitgliederzahl der Warburger Imker habe sich innerhalb von vier Jahren nahezu verdoppelt. Schlieker: »Ich selbst habe mir dieses Hobby gesucht, weil ich es später als Rentner immer noch genießen kann.«

Auch kleine Händler bieten ihre Ware an

Schöne und skurrile Dekoartikel aus Beton boten Klara Stamm und Jonne Lücke aus Borgentreich gegen eine Spende an. Zustande gekommen war die Idee durch die Borgentreicher Rollkultur. »Wir bauen Skaterbahnen aus Beton«, erklärt Architekt Dirk Lücke von der Rollkultur. »Und meistens bleibt eine Schippe ungenutzt übrig. Irgendwann sprach mich Monika Stamm vom Kinderferienprogramm an, ob wir nicht auch mit den Kindern Betonsachen machen könnten.« Inzwischen gebe es Blumen, Käfer, Flaschenöffner, Kerzenhalter und vieles mehr.

Einen Spielzeug-LKW wünschte sich der vierjährige Hannes aus Körbecke. Um sein Ziel zu erreichen, hat er Sonnenblumen, Gurken und Paprika ausgesät und die kleinen Pflanzen auf dem Markt verkauft. »Die Geschäfte laufen gut«, meinte Papa Andre Brinkmann mit einem Augenzwinkern.

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