Fr., 11.10.2019

Bis zu 300 Kubikmeter Substrat in Borgholz ausgelaufen - Aufräumarbeiten beginnen am Samstag Leck an Biogasanlage sorgt für langen Einsatz

Bis zu 300 Kubikmeter Substrat sind aus der Biogasanlage ausgelaufen.

Bis zu 300 Kubikmeter Substrat sind aus der Biogasanlage ausgelaufen. Foto: Feuerwehr

Borgentreich (WB). Feuerwehreinheiten aus Borgholz, Natingen, Natzungen und Borgentreich sind am Freitagmittag zu einer Leck geschlagenen Biogasanlage an der B241 bei Borgholz geeilt. Dort war es zu einem Störfall gekommen. Bis um kurz vor Mitternacht waren die Einheiten im Einsatz.

Wie Elmar Nolte, stellvertretender Leiter der Borgentreicher Feuerwehr, mitteilte, waren am Freitag gegen 12 Uhr große Mengen Substrat unkontrolliert aus der Anlage gelaufen. Ursache für das Leck sei wohl ein Rohrbruch innerhalb der Anlage gewesen. Die Feuerwehr konnte ihren Einsatz nach fast zwölf Stunden gegen Mitternacht beenden. Am Samstagvormittag habe der Betreiber dann mit den Aufräumarbeiten beginnen können.

Die Feuerwehr ging am Abend davon aus, dass es zunächst etwa 250 bis 300 Kubikmeter des Substrats waren, die ins Freie gelangten. Dabei drohte die Masse auch in einen Teich in der Nähe zu laufen.

Dieser Gewässer besitzt auch eine Verbindung zum Bach Jordan, was die Angelegenheit besonders brisant machte. Unter Zuhilfenahme eines Baggers konnte schließlich verhindert werden, das die Masse die Gewässer verunreinigte.

In der Steuerungszentrale der Biogasanlage stand die zähflüssige Masse zwischenzeitlich etwa zwei Meter hoch. Bis zum späten Freitagabend war das Leck noch nicht gefunden – und es traten weiterhin geringe Mengen aus.

Komplett abgeschaltet

Die Anlage wurde komplett abgeschaltet, aber der Substratbehälter drohte weiter überzulaufen, da der Gärungsprozess nicht gestoppt werden konnte. Das Substrat wurde also fortlaufend abgepumpt und auf dem Gelände in ein so genanntes Endlager gebracht.

Die Feuerwehr unterstützte den Betreiber der havarierten Biogasanlage, eine Gesellschaft aus Süddeutschland, die Lage wieder in den Griff zu bekommen. Unter anderem klemmte der Energienetzbetreiber den Strom ab. Die Feuerwehr suchte derweil mit Hilfe der Leitstelle nach einem Experten, der weitere Tipps geben konnte. Die Feuerwehr traf zudem Maßnahmen, um den Einsatz auch bei Dunkelheit weiterführen zu können.

Die Ordnungsbehörde des Kreises Höxter wurde zur Einsatzstelle hinzugerufen. Zwischenzeitlich war allein die Feuerwehr mit 23 Einsatzkräften vor Ort.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6994609?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2851042%2F