Etwa 292.000 Euro Kosten – NRW-Ministerin bringt Förderbescheid
Orgelmuseum wird restauriert

Borgentreich (WB). Das Borgentreicher Orgelmuseum wird restauriert, die Ausstellung multimedialer gestaltet. Etwa 292.000 Euro soll das kosten. Das Land übernimmt bis zu 80 Prozent der Summe. Einen entsprechenden Zuwendungsbescheid brachte NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach am Donnerstag persönlich vorbei.

Freitag, 25.10.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 25.10.2019, 09:44 Uhr
Durch die Ausstellung führte Jörg Kraemer (von links), Dekanatskirchenmusiker und Leiter des Orgelmuseums, Borgen­treichs Bürgermeister Rainer Rauch, NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach und MdL Matthias Goeken. Foto: Daniel Lüns
Durch die Ausstellung führte Jörg Kraemer (von links), Dekanatskirchenmusiker und Leiter des Orgelmuseums, Borgen­treichs Bürgermeister Rainer Rauch, NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach und MdL Matthias Goeken. Foto: Daniel Lüns

Mit dem Projekt hatte sich die Stadt Borgentreich an die Bezirksregierung Detmold gewandt. Die leitete den Antrag für den Fördertopf »Heimatzeugnis« ans Heimatministerium weiter. »Und sechs Tage später stand für uns fest: Das machen wir«, erklärte Ina Scharrenbach. Bis zum 31. Dezember 2020 kann die Stadt Borgentreich nun bis zu 233.833,72 Euro an Fördermitteln in Anspruch nehmen. Das Orgelmuseum ist damit das erste Heimatzeugnis-Projekt im Kreis Höxter.

Konkret sollen am Orgelmuseum vier Maßnahmen umgesetzt werden. Geld soll in die museale Ausstattung fließen. Die Ausstellung des Museums soll dadurch eine modernere, technische Ausstattung erhalten. »Wir möchten zum Beispiel Hörstationen einrichten, um die Orgelmusik ins Museum zu holen«, erklärte Museumsleiter Jörg Kraemer. Auch Filmstationen seien geplant.

Barockorgel soll in Szene gesetzt werden

Zudem solle die größte Barockorgel Westfalens, die sich in der gegenüberliegenden Pfarrkirche St. Johannes Baptist befindet, in einem Raum des Museums besonders in Szene gesetzt werden. Sowohl optisch als auch akustisch. »Aufgrund ihrer speziellen Bauweise zählt sie zu den berühmtesten Denkmalorgeln Europas«, ergänzte Jörg Kraemer. Von 2005 bis 2011 sei sie für 1,7 Millionen Euro aufwendig restauriert worden.

Eine weitere Baustelle ist die Toilettenanlage des Gebäudes. Sie soll komplett erneuert werden. Auch die Außentreppe aus Sandstein steht auf der Liste. »Sie ist nicht mehr reparabel«, sagte Borgentreichs Bürgermeister Rainer Rauch. Außerdem soll das Orgelmuseum eine Außenbeleuchtung bekommen, »um es als ortsbildprägendes Gebäude auch in Szene setzen zu können«, sagte Kraemer.

Nun soll die Ausschreibung schnell auf den Weg gebracht werden. Der Bürgermeister hofft, dass die Arbeiten bereits Anfang des kommenden Jahres beginnen können. Nicht nur wegen der Frist, an welche die Fördermittel gekoppelt sind, sondern auch wegen des Museums selbst. Das wird 2020 nämlich stolze 40 Jahre alt. Ende August soll der runde Geburtstag gefeiert werden.

2020 wird das Museum 40 Jahre alt

Unter Druck setzen lassen möchte sich das Stadtoberhaupt aber nicht. »Wenn wir bis dahin nicht fertig sind, dann feiern wir das in einem kleineren Rahmen«, erklärte Rauch. Wichtiger sei, dass nun der Zuwendungsbescheid vorliege und dass die Arbeiten in Ruhe und vernünftig erledigt würden.

Das Orgelmuseum ist im alten Rathaus untergebracht, das 1850 gebaut worden war. Von 2002 bis 2004 war es neu gestaltet worden. »Es ist also alles andere als eine verstaubte Heimatstube«, sagte Jörg Kraemer. »Aber nach 15 Jahren wird es Zeit, dass wir wieder etwas erneuern.«

Ina Scharrenbach pflichtete ihm bei. »Hier geht es nicht nur um die Sichtbarkeit von Heimat, sondern auch um den Klang der Heimat«, sagte die NRW-Heimatministerin, die sich auch ins Goldene Buch der Orgelstadt eintrug.

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