Bezirksregierung will die Kommunen entlasten und den Gesundheitsschutz verbessern
Standby-Plätze in Borgentreich aktiviert

Borgentreich/Bad Arolsen (WB/vah). Die Bezirksregierung Detmold versetzt 100 sogenannten Standby-Plätze für Asylsuchende in der Zentralen Unterbringungseinrichtung Borgentreich (ZUE) in den aktiven Betrieb. Das hat die Behörde mitgeteilt. Auch in Bad Arolsen werden ungenutzte Kapazitäten für Flüchtlinge reaktiviert.

Sonntag, 29.03.2020, 22:41 Uhr aktualisiert: 29.03.2020, 23:30 Uhr
In der ZUE in Borgentreich sind zum Schutz vor dem Coronavirus Reserveplätze reaktiviert worden. Die Regelung soll bis zum 19. April gelten, berichtet die Bezirksregierung. Foto: Ralf Benner
In der ZUE in Borgentreich sind zum Schutz vor dem Coronavirus Reserveplätze reaktiviert worden. Die Regelung soll bis zum 19. April gelten, berichtet die Bezirksregierung. Foto: Ralf Benner

Durch den zusätzlich nutzbaren Raum in der ZUE Borgentreich soll die Unterbringung Schutzsuchender entzerrt und der Gesundheitsschutz verbessert werden, heißt es in einer Pressemeldung. Die Einrichtung verfügt damit ab sofort über 600 aktive Plätze. Ein weiterer Grund für die Maßnahme sei, dass die neu im Bezirk ankommenden Asylsuchenden vorübergehend in Landeseinrichtungen verbleiben. Kommunen würden so vor dem Hintergrund der Corona-Krise bei der Aufnahme Geflüchteter entlastet.

Regelung gilt bis zum 19. April

„Derzeitiger Planungsstand ist, die Plätze in der Borgentreicher Einrichtung nicht vollständig zu belegen. Das ermöglicht außerdem, den Schutz der derzeitigen Untergebrachten vor einer Infektion mit dem Coronavirus noch weiter zu verbessern“, berichtet die Bezirksregierung. Die Inbetriebnahme zusätzlicher Plätze schaffe bessere Voraussetzungen, die Bewohner räumlich zu trennen. Derzeit seien 351 Menschen in der Einrichtung untergebracht. Die Regelung gelte bis zum 19. April. Das Land NRW betreibt in Ostwestfalen-Lippe eine Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) mit zwei Standorten in Bielefeld und drei Zentrale Unterbringungseinrichtungen (ZUE) in Herford, Bad Driburg und in Borgentreich.

Gebäudekomplex in Mengringhausen reaktiviert

Auch in Bad Arolsen-Mengringhausen ist offenbar eine bereits aufgegebenen Erstaufnahmeeinrichtung wieder reaktiviert worden. Wie die Waldecksche Landeszeitung berichtet, werde der Gebäudekomplex mit 528 Plätzen wieder in Betrieb gesetzt, um Asylsuchende aus anderen Einrichtungen aufzunehmen. Auch in Nordhessen geht es darum, Platz für die Flüchtlinge zu schaffen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Derzeit befinden sich in Hessen vier Flüchtlinge in Aufnahmeeinrichtungen, die das Virus tragen. Alle sind isoliert.

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