Fleißige Seniorentruppe engagiert sich im Eder-Dorf Großeneder
Drei Wegkreuze gesegnet

Borgentreich-Großeneder (WB). Einen weiten Blick über die Börde und zum Hüssenberg haben die Besucher des Wegkreuzes am Alfredshöher Weg in Großeneder. Frisch gepflückte Wiesenblumen in einer Vase am Fuße des Kreuzes locken Hummeln und Bienen an.

Montag, 06.07.2020, 11:00 Uhr
Das Wegkreuz im Stubbig wurde als Erstes von drei renovierten Kreuzen von Diakon Alfons Ebbers (4. von links) eingesegnet. Seit zwei Jahren kümmert sich die Rentnertruppe um Hartmut Scholz (2. von links), Werner Atteln (3. von links), Herbert Lohre (5. von links), Reinhard Wieners (2. von rechts) und Günter Karls (rechts) darum, dass Ederdorf aufzuwerten. Roland Spenger (vorne mit Sohn Johann),Vorsitzender des Schützenvereins, hatte 2018 beim Frühschoppen zur Gründung einer Rentnertruppe aufgerufen. Für deren großartiges Engagement bedankte sich auch Großeneders Ortsvorsteherin Maria Hördemann (links). Foto: Verena Schäfers-Michels
Das Wegkreuz im Stubbig wurde als Erstes von drei renovierten Kreuzen von Diakon Alfons Ebbers (4. von links) eingesegnet. Seit zwei Jahren kümmert sich die Rentnertruppe um Hartmut Scholz (2. von links), Werner Atteln (3. von links), Herbert Lohre (5. von links), Reinhard Wieners (2. von rechts) und Günter Karls (rechts) darum, dass Ederdorf aufzuwerten. Roland Spenger (vorne mit Sohn Johann),Vorsitzender des Schützenvereins, hatte 2018 beim Frühschoppen zur Gründung einer Rentnertruppe aufgerufen. Für deren großartiges Engagement bedankte sich auch Großeneders Ortsvorsteherin Maria Hördemann (links). Foto: Verena Schäfers-Michels

Noch vor wenigen Monaten bot das Kreuz keinen schönen Anblick. Nach 37 Jahren ungeschützt Wind und Wetter ausgesetzt, hatte es deutlich gelitten und das Holz war durchgefault. Dank der Seniorentruppe Großeneder ist das nicht mehr so.

Douglasienholz

Aus Douglasienholzbrettern haben Reinhard Wieners und Hartmut Lohre einen 2,60 Meter hohes Kreuz angefertigt und diesen in der Flur aufgestellt. Ein Zweites von 2,90 Meter Höhe steht im Schatten einer Birke und eines vollhängenden Kirschenbaums im Stubbig. Dort trafen sich am Freitagnachmittag Ortsvorsteherin Maria Hördemann, Roland Sprenger (Vorsitzender des Schützenvereins) und die fast vollständige Rentnertruppe um Werner Atteln, Günter Karls, Reinhard Wieners, Herbert Lohre und Hartmut Scholz. Nur Josef Berendes konnte nicht teilnehmen.

Anlass war die feierliche Einsegnung der neu gebauten Wegkreuze durch Diakon Alfons Ebbers. 30 Stunden haben die Männer pro Kreuz in den Bau investiert. Die Wahl fiel auf Douglasie, weil das Holz haltbar ist, aber deutlich günstiger als Eiche oder Lärche, das schnell das Vierfache kostet. Hinzu kamen Schrauben, Farbe und Befestigungsmaterialien.

Spenden erwünscht

Die Kosten werden durch den Schützenverein, den Pfarrgemeinderat, den Heimatverein und durch anonyme Spenden finanziert. Auch die Stadt Borgentreich übernahm Holzrechnungen und aus dem Budget der Ortsvorsteherin kam ein Geldbeitrag. Die Truppe hofft, dass die Corona-Beschränkung bald enden, um auch wieder größere Arbeiten in Gemeinschaft erledigen zu können – wie die Instandsetzung des Wanderweges zum Sportplatz. „Wir sind zurzeit etwas in den Miesen, aber es steht noch einiges an“, berichtet Reinhard Wieners, Über Spenden für die Dorfverschönerung würden sich die Rentner daher freuen.

Zwölf Wegkreuze, davon eines aus Eisen und eines aus Stein, wurden in der Vergangenheit in Großeneder aufgestellt. „Sie wurden von den Vorfahren errichtet, um für den Gedeih der Feldfrüchte zu bitten und um die Verschonung vor Katastrophen“, erklärt Diakon Ebbers. Das Steinkreuz hat die Rentnertruppe bereits gereinigt und möchte nun noch die Inschrift der Widmung erneuern. Bei den Holzkreuzen ist der Austausch des Holzes und eine damit verbundene Neueinsegnung notwendig.

36 Bänke betreut

An der Ederhalle haben die Rentner zudem den gemauerten Fuß eines Kruzifixes gereinigt und die Fugen ausgebessert sowie die beiden dazugehörigen Holzbänke repariert. Insgesamt 36 Bänke werden von ihnen gepflegt. Durch eine Spende von Frank Arendes war es dem Sextett auch möglich, die Stellflächen einiger Bänke zu pflastern. „Dadurch können wir das Wachstum des Unkrauts eindämmen“, berichtet Günter Karls.

Handwerklich geschickt ist die gesamte Truppe, und Ortsvorsteherin Maria Hördemann ist sehr froh, dass sie die Ehrenamtlichen hat: „Sie sind sehr aktiv und sprechen mutig aus, welche Ecken im Dorf nicht so schön aussehen.“

Aufruf beim Schützenfest

Vor zwei Jahren rief Roland Sprenger, Vorsitzender des Schützenvereins, beim Frühschoppen des Schützenfestes zur Gründung einer solchen Rentnertruppe auf, was rasch unter der Leitung des inzwischen verstorbenen Ortsvorstehers Hubertus Nolte geschah. Über Neuzugänge würden sich die Männer sehr freuen. Einen festen Termin zum Treffen haben die Männer nicht. Sie verständigen sich über ihre Handys, wenn etwas ansteht.

Um die Pflege eines anderen Wegkreuzes in der Grabenstraße, das auch eine von vier Fronleichnamsstationen darstellt, kümmern sich seit über 40 Jahren die Familien Schwiddessen und Zwinge. Nun hat Andreas Zwinge das Eichenholz des Kruzifixes erneuert und den Korpus neu lackiert. Ehefrau Heike und ihre Eltern Gertrud und Willi Schwiddessen kümmern sich um die Begrünung und Wässerung der Blumen. Auch dieses Kruzifix wurde von Diakon Alfons Ebbers eingesegnet.

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