Verfahren gegen 56-jährigen Zahnarzt beginnt Ende Juli
Waffennarr steht vor Gericht

Borgentreich (WB). Am Warburger Schöffengericht beginnt am Donnerstag, 30. Juli, um 9 Uhr ein Verfahren gegen einen 56-jährigen Zahnarzt. Ihm werden von der Staatsanwaltschaft Paderborn Verstöße gegen das Kriegswaffenkontroll- und das Waffengesetz vorgeworfen. Dem Mann droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr.

Mittwoch, 08.07.2020, 09:04 Uhr aktualisiert: 08.07.2020, 09:20 Uhr
Der Zahnarzt, der ohne Genehmigung in Borgentreich und Dessau diese Waffen gehortet haben soll, wird von der Staatsanwaltschaft angeklagt. Ihm droht eine Freiheitsstrafe. Foto: Polizei
Der Zahnarzt, der ohne Genehmigung in Borgentreich und Dessau diese Waffen gehortet haben soll, wird von der Staatsanwaltschaft angeklagt. Ihm droht eine Freiheitsstrafe. Foto: Polizei

Der Zahnarzt lebte früher in Borgen­treich und wohnt heute in Dessau (Sachsen-Anhalt). Der Kreis Höxter hatte ihm bereits 2016 wegen „Unzuverlässigkeit“ die Waffenerlaubnis entzogen. Der Sammler hatte bis dahin zahlreiche Waffen und Munition legal in seinem Besitz. Trotz des Verbots behielt der Angeklagte aber ganz offenbar eine Vielzahl von Waffen und Munition in seinem Besitz, wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor.

Der Waffennarr, der Anfang 2016 nach einer Zwangsräumung seines Hauses in Borgentreich untergetaucht war, wurde am 1. Februar 2017 vor seiner neuen Wohnung in Dessau (Sachsen-Anhalt) festgenommen. Bei Durchsuchungen in Borgentreich und Dessau wurden bei ihm Kriegswaffenmunition – laut LKA ein bis zwei Tonnen –, fünf Gewehre und 14 halbautomatische Pistolen gefunden.

Die Behörden stellten die Waffen sicher. Die meisten hatte er auf dem Dachboden seiner neuen Wohnung in Dessau deponiert, weitere bei seiner Ex-Partnerin in Borgentreich. Darüber hinaus hatte er wohl weitere fünf halbautomatische Kurzwaffen aus der Schweiz nach Deutschland gebracht.

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