16. Feldtag von Agravis und Landwirtschaftskammer Brakel in Großeneder
Parzellen werden zu Einbahnstraßen

Borgentreich-Großeneder (WB). Mit einem klar definierten Corona-Konzept und entsprechenden Hygienemaßnahmen wurde der 16. Feldtag bei Großeneder ausgerichtet. Die gemeinsame Veranstaltung der Agravis Kornhaus Ostwestfalen GmbH und der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen aus Brakel zog 120 angemeldete Teilnehmer an.

Mittwoch, 08.07.2020, 23:20 Uhr aktualisiert: 08.07.2020, 23:40 Uhr
Die Beteiligten können dank eines klar definierten Corona-Konzepts auf einen erfolgreichen Feldtag in Großeneder zurückblicken (von links): Ferdi Stamm (Landwirtschaftskammer Brakel), Landwirt Josef Michels, Stefan Bobbert und Stefan Pielsticker (beide Agravis). Sie trafen sich zum letzten Mal auf dem Gelände in Großeneder. Foto:
Die Beteiligten können dank eines klar definierten Corona-Konzepts auf einen erfolgreichen Feldtag in Großeneder zurückblicken (von links): Ferdi Stamm (Landwirtschaftskammer Brakel), Landwirt Josef Michels, Stefan Bobbert und Stefan Pielsticker (beide Agravis). Sie trafen sich zum letzten Mal auf dem Gelände in Großeneder.

Auf etwa 15.000 Quadratmeter Fläche und in zirka 200 Kleinparzellen wurden am bekannten Standort verschiedene Sorten von Getreide, Raps, Leguminosen, Mais und Blühmischungen vorgestellt. Aussteller aus den Bereichen Landtechnik, Saatgut und Pflanzenschutz konnten aufgrund der Corona-Auflagen und der limitierten Personenzahl erstmals nicht an der Veranstaltung auf dem Versuchsfeld teilnehmen.

Neuheiten in der Züchtung

Die Teilnehmer hatten sich für vier verschiedene Zeitfenster angemeldet, heißt es in einer Pressemitteilung weiter. Für die Besucher ging es im Einbahnstraßen-System durch die Parzellen: Am Ein- und Ausgang wurden die Besucher erfasst. Zudem bekamen sie ein Lunchpaket. Die räumlich getrennten Besichtigungen übernahmen dann die Experten der Landwirtschaftskammer Brakel, Ferdi Stamm, sowie der Agravis, Eckhard Seemann und Stefan Bobbert.

Unter anderem informierten sich die Landwirte über Neuheiten in der Züchtung, wie zum Beispiel Resistenzen gegen das Wasserrübenvergilbungsvirus im Raps oder das Verzwergungsvirus in der Wintergerste, das durch Blattläuse übertragen werden kann. „Diese Resistenzzüchtungen ermöglichen den Landwirten, mit deutlich weniger Pflanzenschutz auszukommen“, wird Agravis-Pflanzenbauexperte Stefan Bobbert in der Mitteilung zitiert. Alle Getreidesorten konnten in einem Fungizid-Steigerungs-Versuch besichtigt werden – von einer Null-Behandlung bis zu einer schrittweise erhöhten Intensität.

Großes Interesse

Auch umweltrobuste Sorten beziehungsweise Arten stießen bei den Landwirten auf großes Interesse. Dazu zählten etwa Feldfrüchte, die milde Winter, kühle trockene Frühjahre und extreme Sommer aushalten können. „In den Fachgesprächen wurde außerdem häufig der Anbau mit Winterroggen diskutiert, da er auf schwachen Standorten oder unter Dürrebedingungen gut zurechtkommt“, sagt Bobbert.

Für einen intensiven Austausch zu den aktuellen Herausforderungen in der Landwirtschaft standen auch Stefan Berens, Leiter der Landwirtschaftskammer Brakel, und Kreislandwirt Heinrich Gabriel zur Verfügung.

Erstmals wurden Dinkelkulturen in den Demo-Flächen ausgedrillt, die als zusätzliche Glieder einer erweiterten Fruchtfolge zu sehen sind. Ebenfalls konnte ein eigens angelegter Block mit Parzellen für ökologisch wirtschaftende Betriebe besichtigt werden.

Ende nach 16 Jahren

Mit dem Abschluss des Feldtags ging auch die Veranstaltungsserie in Großeneder zu Ende: 16 Jahre lang hatte Landwirt Josef Michels seine Fläche für den Demo-Standort zur Verfügung gestellt. Zudem hatte er die Pflegemaßnahmen von der Aussaat bis zur Ernte in enger Absprache mit den Experten der Agravis und der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen übernommen.

Mit einem Blumenstrauß und einem Präsent sprachen ihm Stefan Bobbert und Ferdi Stamm ihren Dank für seine Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft aus: „Diese erfolgreiche Zusammenarbeit war die Basis für 16 tolle Feldtage im Kreis Höxter.“

Neuer Standort in Hohenwepel

Ab dem Jahr 2021 wird der gemeinsame Feldtag der Agravis und der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen auf einem neuen Standort in Hohenwepel ausgerichtet. Dann wird die Veranstaltung auf dem Gelände von Landwirt Ulrich Brechtken, direkt neben der Betriebsstätte der Agravis Kornhaus Ostwestfalen GmbH, ihre Tore öffnen.

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