Borgentreicher Kandidaten äußern sich zur Corona-Pause und Digitalisierung
Wie geht es mit den Schulen weiter?

Borgentreich (WB). Crona hat gezeigt, wie stark Familien von Schul- und Kitaschließungen betroffen sind. „Was wollen Sie tun, um diese Einrichtungen in Zukunft stabil aufzustellen und wie sieht die von ihnen geplante Unterstützung von Familien aus?“ Diese Fragen hat das WESTFALEN-BLATT in einer dritten Runde den drei Borgentreicher Bürgermeisterkandidaten gestellt. Die Antworten sind recht unterschiedlich ausgefallen:

Freitag, 21.08.2020, 04:00 Uhr aktualisiert: 21.08.2020, 05:02 Uhr
Um die Entwicklung der Kitas und Schulen in Borgentreich geht es in der dritten Fragerunde mit den drei Bürgermeisterkandidaten. Auch das Thema Familienfreundlichkeit wird angeschnitten. Die Antworten sind doch sehr unterschiedlich. Foto: Jürgen Vah
Um die Entwicklung der Kitas und Schulen in Borgentreich geht es in der dritten Fragerunde mit den drei Bürgermeisterkandidaten. Auch das Thema Familienfreundlichkeit wird angeschnitten. Die Antworten sind doch sehr unterschiedlich. Foto: Jürgen Vah

Nicolas Aisch (CDU):

Die Investitionen in die Schulen und die Kitas waren in den vergangenen Jahren herausragend. Alle drei städtischen Kindergärten sind für die U3-Betreuung ausgebaut und in einem guten Zustand. Die Bedarfe werden in meinen Augen noch weiter steigen. Hier möchte ich Gespräche mit den Trägern der drei anderen Kindergärten über ihre weiteren Pläne führen.

Kinder sind unsere Zukunft! Aus diesem Grund ist es auch unsere Pflicht, ihnen bestmögliche Bildung zu ermöglichen. Im Bereich der Grundschule gibt es das Bestreben, die Gebäude in „Jahrgangshäuser“ umzubauen. Diese bestechen durch eine „gemeinsame Mitte“ zu den umliegenden Klassenräumen eines Jahrgangs und viele Glasflächen. Ich halte dieses Projekt für absolut gewinnbringend!

Auch die digitale Ausstattung der Grundschule wird weiter verbessert. Neben einer Glasfaserleitung direkt ins Schulzentrum stehen iPads, Displays und viel Zubehör in jedem Klassenraum zur Verfügung. In den Klassen 3 und 4 sollen ab dem Sommer alle Lernenden ein iPad zur Verfügung haben. Auch wird viel Geld in die Installation eines Lernmanagementsystems investiert.

Im Bereich der Sekundarschule wird die Digitalisierung ebenfalls weiter ausgebaut. Das „Lernen auf Distanz“ hat gezeigt, dass hier auf Schüler- aber auch auf Lehrerebene noch weiter verbessert werden muss. Es werden weitere Geräte gerade für sozial schwächere Lernende aus den Sofortmitteln des Digital-Paktes beschafft. Die gute Kooperation mit der Stadt Warburg hat sich hier in den letzten Jahren bewährt. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass der vor 4,5 Jahren eingeschlagene Weg der Digitalisierung für das Schulzen­trum absolut richtig war.

Hubertus Herbold (SPD):

Im Bereich der Schulen und Kindergärten habe ich als Ratsmitglied dazu beigetragen, dass wir momentan sehr gut aufgestellt sind. Mehrere Millionen Euro haben wir für die U3-Betreuung, Energieeinsparung, Sanitäranlagen und Sicherheit in städtische Kindergärten investiert. Es gibt sechs Kindergarten-Standorte in Borgentreich, wobei das Familienforum Borgentreich aus zwei separaten Gebäuden besteht. Das bedeutet ein Höchstmaß an Abstand und Sicherheit und im Fall der Fälle eine geringere Anzahl an betroffenen Kindern.

Auch im Schulzentrum haben wir zum Beispiel hervorragend frisch sanierte Sanitäranlagen und es gibt genügend Freiflächen, um Hygienekonzepte umzusetzen. Es ist auch ein Ausweichen auf andere öffentliche Gebäude denkbar. Die angefragte Unterstützung von Familien umfasst diverse Bereiche. Ich werde in der Kernstadt und allen Ortsteilen für attraktive Bauplätze sorgen und die Familien-Eigenheimzulage beibehalten. Mein besonderes Augenmerk gilt, wie eben schon beschrieben, den Schulen und Kindergärten. Für Familien sind auch die vielfältigen Sportanlagen im gesamten Stadtgebiet, wie auch Frei- und Hallenbad wichtig. Für den Erhalt sowie Neuerungen an Sportanlagen setze ich mich ein.

Auch werde ich prüfen lassen, ob Bedarf für längere Öffnungszeiten (früher öffnen, später schließen) eines Kindergartens im Stadtgebiet nötig ist, damit Eltern problemlos ihrer Arbeit nachkommen können. Möglicherweise ist auch eine interkommunale Lösung denkbar.

Ich habe immer ein offenes Ohr für Familien und stehe für unkomplizierte, schnelle Lösungen.

Peter Maier (unabhängig, mit FDP-Unterstützung):

a) Erarbeitung von gesetzeskonformen Lösungen mit den Schul- und Kindergartenleitungen, um eine optimale Betreuung für die Familien sicherzustellen

b) Einrichtung einer temporären Beratungsstelle bei der Stadtverwaltung, um optimale, individuelle Lösungen für Familien zu finden.

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