Anlagen veraltet: WCs in der Großenederer Ederhalle sollen behindertengerecht erneuert werden
Barrierefreiheit auf der Toilette

Borgentreich (WB). Die Toilettenanlagen in der Ederhalle in Großeneder sollen behindertengerecht umgebaut und dem heutigen Standard angepasst werden. Wie berichtet, hatte der alte Borgen­treicher Rat dies in seiner letzten Sitzung vor den Herbstferien beschlossen. Nur Peter Wille (SPD) sprach sich dagegen aus.

Montag, 26.10.2020, 03:00 Uhr
Sie trafen sich zur weiteren Planung der Umbaumaßnahmen in der Ederhalle (von links): CDU- Ratsmitglied Ansgar Henke, die Mitglieder des Hallenbetreibervereins Markus Kröger, Frank Peine, Doris Grundmann, Vorsitzender Michael Meier sowie Ortsvorsteherin Maria Hördemann.

Die Verwaltung geht für die Erneuerung der Toilettenanlage von einem Kostenaufwand in Höhe von 40.000 Euro aus. Entsprechende Mittel sollen im Haushaltsplan 2021 berücksichtigt werden. Bei der Bezirksregierung wurde bereits einen Antrag zur Förderung der Maßnahme im Rahmen des Programms „Dorferneuerung – Ländliche Entwicklung“ gestellt. Auf Grund des aktuellen Fördersatzes (65 Prozent) hat die Stadt eine Zuwendung in Höhe von 26.000 Euro beantragt.

Ortsvorsteherin Maria Hördemann, ihr designierter Nachfolger Frank Peine, der Vorsitzende des Betreibervereins Michael Meier sowie weitere Mitglieder des Vereins und CDU-Ratsherr Ansgar Henke haben sich nun vor Ort getroffen, um weitere Details der geplanten Sanierung zu besprechen.

Dass Peter Wille (SPD) sich im Rat gegen die Sanierung der Toilettenanlage ausgesprochen hatte, habe für „Verwunderung und Unverständnis bei einigen Sitzungsmitgliedern und Unmut in der Großenederer Bevölkerung gesorgt“, berichtet Ansgar Henke. „Schließlich geht es um den barrierefreien und behindertengerechten Ausbau einer Sanitäranlage in einer Mehrzweckhalle“, stellt das CDU-Ratsmitglied fest.

Keine Luxustoiletten

„Wir bauen hier keinen Luxus ein. Die Toilettenanlagen sind in großen Teilen über 50 Jahre alt. Es ist uns wichtig, endlich gut zu erreichende Behindertentoiletten zu haben“, erklärt Ortsvorsteherin Maria Hördemann. Die Mehrzweckhalle werde von den Gro­ßenederern, aber auch von Vereinen aus den Nachbarorten genutzt. „Die Musiker proben, die Sportler trainieren, die Grundschule und der Kindergarten nutzen die Räume, das Schützenfest wird dort gefeiert und auch Versammlungen werden in der Halle abgehalten“, weiß Maria Hördemann um die vielfältige Nutzung.

35 Prozent der Sanierungskosten soll die Stadt Borgentreich als Eigentümerin der Halle beisteuern. „Eigenleistung ist bei der Art der auszuführenden Arbeiten nur geringfügig möglich“, erklärte der Vorsitzende des Betreibervereins, Michael Meier. „Möglich werden aber Abriss- und Ausbauarbeiten sein. Der Rest muss von einem Fachbetrieb gemacht werden.“

Die Ederhalle war 1968/1969 in Eigenleistung erbaut und 1999/2000 zur Mehrzweckhalle umgebaut worden. Aus Kostengründen wurde dabei die Sanierung der Toilettenanlagen weitgehend ausgespart. Die alten Trennwände waren herausgenommen, gepinselt und wieder eingebaut worden. Die WCs und Armaturen waren erneuert, das Urinal mit Edelstahl ausgekleidet worden.

Die Mehrzweckhalle beherbergt eine voll ausgestattete Sporthalle mit Schwungboden. Dazu gibt es Umkleiden mit Toiletten und eine Behindertentoilette. Der abgetrennte Teil mit Thekenbereich kann für 250 Personen bestuhlt werden. Bei Nutzung der gesamten Halle finden bei Bestuhlung etwa 500 Personen Platz. Der Speiseraum mit Küche bietet bis zu 50 Personen, der Jugendraum ohne Stühle bis zu 60 Personen Raum. Dazu gehören dann die Sanitäranlagen.

Nutzung der vorhandenen Behindertentoilette schwierig

„Die Nutzung der vorhandenen Behindertentoilette bei den Umkleidekabinen ist schwierig, einerseits muss man die Halle verlassen, um dorthin zu gelangen, andererseits gab es dort schon oft Schäden durch Vandalismus“, erläutert CDU-Ratsmitglied Ansgar Henke die aktuelle Problematik. Außerdem solle ja nun bei den Herren und den Damen jeweils eine behindertengerechte Toilettenkabine eingebaut werden.

Auf den Herrentoiletten soll das alte Edelstahlurinal ausgebaut werden. Die Wände in dem Bereich sollen entsprechend gefliest und fünf einzelne Urinale angebracht werden. Auf der Fläche, wo sich bislang vier recht enge Kabinen befinden, sollen zukünftig eine große behindertengerechte und zwei einfache Kabinen mit neuen WCs errichtet werden.

Wickeltisch bei den Damen

Bei den Damen wird im Bereich der Waschbecken ein Wickeltisch angebracht. Statt bisher fünf WCs wird es dort dann eine WC-Kabine für Behinderte und drei Standard-WC-Kabinen geben. Die Waschbecken werden mit berührungslosen Armaturen ausgestattet. Der Fußboden der Toilettenanlagen wird ebenfalls erneuert. Allen Toilettenräume werden neu gefliest.

Erst wenn die Fördermittel bewilligt sind, kann die Sanierung beginnen. „Wir hoffen, bereits im Frühjahr 2021 anfangen zu können“, wünscht sich in Großeneder nicht nur Michael Meier, Vorsitzender des Betreibervereins.

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