Corona-Tote in Borgentreicher Heim
Kommt jetzt die Bundeswehr?

Borgentreich (WB/dal) -

Drei Menschen, die im Hesena-Seniorenzentrum Borgentreich an Corona erkrankt waren, sollen mittlerweile gestorben sein. Das hat das WESTFALEN-BLATT aus dem Umfeld der Einrichtung erfahren. Zudem sollen derzeit fünf Bewohner im Krankenhaus behandelt werden.

Mittwoch, 13.01.2021, 22:41 Uhr aktualisiert: 14.01.2021, 07:44 Uhr
Im Hesena-Seniorenzentrum Borgentreich könnte die Bundeswehr eingreifen, um die Senioren zu versorgen.
Im Hesena-Seniorenzentrum Borgentreich könnte die Bundeswehr eingreifen, um die Senioren zu versorgen. Foto: Silvia Schonheim

Nach Informationen von Radio Hochstift sind zudem mittlerweile 26 der 47 Bewohner positiv auf das Virus getestet worden, von den 55 Mitarbeitern sind es 15. Das verbleibende Personal müsse zum Teil Schichten von 15 Stunden fahren, um die Senioren zu betreuen, berichtet der Sender. Mittlerweile befinde sich das Seniorenzentrum gar in einer Pflegenotlage. Das habe Sylvia Wehrhahn, Hausleitung im Bereich Pflege des Seniorenzentrums, bestätigt. Auch die Heimaufsicht sei vor Ort gewesen.

Mittlerweile zeichnet sich aber wohl eine Lösung ab. So könnten Bundeswehrsoldaten einfache Tätigkeiten in dem Altenheim übernehmen, hat der lokale Radiosender erfahren. Dazu zähle etwa das Verteilen von Essen.

Das Borgentreicher Seniorenzentrum war lange corona-frei durch die Pandemie gekommen. Am Montag, 4. Januar, hatte Kerstin Minuth, Hausleitung für den Bereich Verwaltung, dann die schlechte Nachricht verbreiten müssen, dass das Virus im Heim angekommen sei. 25 der 47 Bewohner des Seniorenzentrums waren zu diesem Zeitpunkt positiv auf das Corona-Virus getestet worden, zudem sieben der 55 Mitarbeiter.

Die Hausleitung war am Mittwochabend nicht mehr für eine Stellungnahme zu erreichen.

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