Am Angerteich in Natingen hat die Dorfgemeinschaft kräftig angepackt
Enten haben ein neues Zuhause

Natingen -

Was ist ein Dorfteich ohne Enten und ohne ein Entenhaus? Auf dem Natinger Weiher gibt es den Brutplatz für das Gefieder schon seit über 20 Jahren. Die Initiatoren waren damals Josef Disse und August Rolf. Jetzt war da mal wieder eine Renovierung des Häuschens fällig, und zwar eine grundlegende.

Sonntag, 07.03.2021, 22:14 Uhr aktualisiert: 08.03.2021, 05:50 Uhr
Das Entenhaus auf dem Natinger Angerteich hatte im Laufe der Jahre stark gelitten und wurde von engagierten Dorfbewohnern ausgebessert werden. Auf dem Foto hinter dem Entenhaus und den drei Enten (von links) Karl Reitemeier, Markus Sander, Christian Rolf, Willi Ostermann, Meinolf Tewes, Jürgen Giefers, Louis Welling, Ortsvorsteher Bernd Tewes und Arnold Welling.
Das Entenhaus auf dem Natinger Angerteich hatte im Laufe der Jahre stark gelitten und wurde von engagierten Dorfbewohnern ausgebessert werden. Auf dem Foto hinter dem Entenhaus und den drei Enten (von links) Karl Reitemeier, Markus Sander, Christian Rolf, Willi Ostermann, Meinolf Tewes, Jürgen Giefers, Louis Welling, Ortsvorsteher Bernd Tewes und Arnold Welling. Foto: August Wilhelms

Auf Initiative von Ortsvorsteher Bernd Tewes gingen Jürgen Giefers, Willi Ostermann, Karl Reitemeier, Christian Rolf, Markus Sander, Meinolf Tewes und Arnold Welling daran, das schadhafte Entenhaus im Metallbaubetrieb von Christian Rolf auf Vordermann und wieder auf den Angerteich zu bringen.

Ende vergangenen Jahres wurde das Holzhaus aus dem Teich gezogen. Viele Teile, insbesondere das im Wasser stehende Untergestellt waren marode und der Innenraum war vollständig mit inzwischen faul gewordenen und nicht ausgebrüteten Eiern bedeckt.

Im Dezember begann das Team mit den Arbeiten. Nun hat das Entenhaus ein neues Dach, eine herausnehmbare Seitenwand zum Reinigen des Objekts und ein metallenes Untergestell mit Edelstahlstreben. Rings um das Häuschen sorgen eine breite Umrandung aus Aluminium für Lauf- und Sitzgelegenheiten für die Tiere. Auch eine Rampe führt vom Wasser nach dort. Unterhalb sind Kufen angebracht, auf denen das Gebäude über den Teichgrund zum Standort gezogen wurde und auf denen es nun im Wasser steht.

Mit vereinten Kräften wird hier das renovierte Entenhaus von Meinolf Tewes (von links), Christian Rolf, Arnold Welling und Bernd Tewes zum Angerteich getragen.

Mit vereinten Kräften wird hier das renovierte Entenhaus von Meinolf Tewes (von links), Christian Rolf, Arnold Welling und Bernd Tewes zum Angerteich getragen. Foto: August Wilhelms

Um bei den winterlichen Temperaturen beim zu Wasser lassen nicht selber in das etwa 70 Zentimeter tiefe Nass hineinsteigen zu müssen, befestigten die Natinger Männer zwei Seile an dem über 100 Kilogramm schweren Haus und zogen es dann auch mit Hilfe eines Traktors auf die Teichmitte.

Einer der Senioren unter den Helfern ist Karl Reitemeier. Er weiß, dass es sich bei den drei gefiederten Teichbewohnern um Sachsenenten handelt. Der Erpel und die beiden Weibchen sind seit drei Jahren auf dem Angerteich und wohl fünf bis sechs Jahre alt. Drei bis vier Wochen brüten die Enten auf ihren Eiern, bis die Jungtiere ausschlüpfen. Die beiden Entendamen gehen auch nur zum Eierlegen und Ausbrüten in ihr jetzt frisch mit einer Gummimatte ausgelegtes Domizil.

„Vor 10 bis 15 Jahren wurde das Entenhaus schon einmal renoviert“, erinnert sich der heutige Ortsvorsteher Bernd Tewes. Weiter berichtet er, dass der Teich früher ein Reservoir für Löschwasser war. Inzwischen stellt eine Zisterne unter dem Hof von Bauer Karl Reitemeier den Wasserbedarf für einen Feuerwehreinsatz sicher. „Somit ist er jetzt kein Feuerlöschteich mehr, der eines Zauns bedurfte, sondern ein Weiher“, berichtet Tewes.

Für seine Ehefrau und Ortsheimatpflegerin Gisela Tewes ist die Arbeit am Teich und dem Entenhaus ein soziales Projekt, das auch den Zusammenhalt der Gemeinschaft im Angerdorf fördert.

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