Konzert rückt Kirchenmusik in den Blick – Orgel in Istrup erklingt seit 60 Jahren
Der Heiligen Cäcilia zu Ehren

Brakel-Istrup(WB/jk). Die Kirchengemeinde St. Bartholomäus feiert am Sonntag, 20. November, den 60. Geburtstag der Kirchenorgel. Organist Markus Grewe hat zum Jubiläumskonzert einige besondere musikalische Gäste eingeladen.

Dienstag, 15.11.2016, 11:55 Uhr aktualisiert: 15.11.2016, 17:48 Uhr
Die Orgel in der Istruper Kirche erklingt seit 60 Jahren. Aus diesem Anlass hat Organist Markus Grewe mehrere befreundete Musiker zu einem Konzert eingeladen. Es rückt die Kirchenmusik besonders in den Blick. Foto: Jürgen Köster
Die Orgel in der Istruper Kirche erklingt seit 60 Jahren. Aus diesem Anlass hat Organist Markus Grewe mehrere befreundete Musiker zu einem Konzert eingeladen. Es rückt die Kirchenmusik besonders in den Blick. Foto: Jürgen Köster

Bereits im Jahr 1703 wird eine Kirchenorgel in der Chronik des Dorfes erwähnt, wie Grewe nachgelesen hat. »Damals war das Amt des Organisten oft verbunden mit dem Amt des Küsters und Lehrers.

Der erste namentlich genannte Organist war Mauritius Kaiser«, weiß Grewe. Dieser sei im Jahr 1703 von der Äbtissin des Damenstiftes Neuenheerse ernannt worden. Die Äbtissin hatte in der Zeit das Recht diese Ämter zu vergeben und zu benennen. Später änderte sich dies: Der Pfarrer der Gemeinde entschied, wer die Orgel spielte.

Die Vorgängerorgel des heutigen Instrumentes wurde nach Vermutung der Chronisten vom Dringenberger Orgelbauer Arnold Isfording gebaut. Diese hatte damals acht Register und besaß ein Schleifladensytem. Grewe: »Der Klang dieser Orgel soll sehr harmonisch gewesen sein.«

250 Jahre alte Orgel ausgebaut

In den 1950-er Jahren wurde die alte, 250 Jahre alte Orgel ausgebaut, da sie Schäden hatte und den Anforderungen nicht mehr entsprach. Verschiedene Sachverständige hatten erklärt, dass eine Reparatur keine Abhilfe bringen würde. Daher entschloss sich damals der Kirchenvorstand eine neue Orgel anzuschaffen.

Eine zweimanualige Orgel mit elektrisch gesteuerten Kegelladen und 13 Registern wurde am 21. Oktober 1956 durch den damaligen Domorganisten Schürmann feierlich eingeweiht.

Im Rahmen der Kirchenrenovierung 2013 wurde auch die Orgel ausgebaut und renoviert. Ein neuer Spieltisch wurde angeschafft und auf der neu gestalteten Orgelbühne platziert, so dass Gläubige, Musiker und Sänger um den Spieltisch Platz finden können.

Im Spieltisch wurde eine Miditechnik eingebaut, die es zulässt, Musiker und Sänger moderne Kirchenlieder zum Beispiel auch mit Klavier zu begleiten. Anlässlich des Bartholomäusfestes 2014 wurde die Orgel neu gesegnet und wieder ihrer Bestimmung übergeben.

Immer wieder im Laufe des Kirchenjahres wird in der Pfarrkirche St. Bartholomäus Istrup musiziert. Musikkapelle, Chorgemeinschaft und Instrumentalisten gestalten besondere Gottesdienste zu Feiertagen und anderen Anlässen.

Konzert mit befreundeten Musikern

So ist es auch am letzten Sonntag des Kirchenjahres, dem Hochfest Christkönig. Gleichzeitig ist es der Abschluss des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit. Grewe: »Und am 22. November feiert die Kirche das Fest der Heiligen Cäcilia, der Patronin der Kirchenmusik, also ein Grund, die Orgel und die Kirchenmusik an diesem Tag besonders in den Vordergrund zu stellen.«

Der Istruper Organist hat einige Gäste eingeladen, die diesen Festtag musikalisch mitgestalten werden und die auch in der Vergangenheit immer wieder in der Pfarrkirche musiziert haben. An der Orgel werden unter anderem Max Jenkins und Janina Hüwe spielen. Als Solisten werden Bernhard Schmidt (Trompete) und Martin Rüther (Violine) den Gottesdienst bereichern. Dieser beginnt um 10.30 Uhr. Eine Orgelmatinee mit Werken von Johann Sebastian Bach schließt sich an.

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