Lebenshilfe feiert zusammen mit der Jugendfreizeitstätte – Außenaufzug geplant
Brakel trommelt für die Inklusion

Brakel (WB). »Barrierefreiheit ist eine zentrale kommunale Aufgabe.« Mit diesem klaren Bekenntnis sicherte Brakels Bürgermeister Hermann Temme seine Unterstützung für ein Vorhaben zu, das Hürden überwinden hilft: An der Jugendfreizeitstätte wünschen sich engagierte Menschen einen Außenaufzug, der Gehbehinderten Zugang und somit auch Teilhabe verschafft.

Sonntag, 03.09.2017, 18:00 Uhr
Brakel trommelt für die Inklusion: Der Workshop mit Anderson da Silva Dias (rechts) hat den Beteiligten viel Freude gemacht. Foto: Sabine Robrecht
Brakel trommelt für die Inklusion: Der Workshop mit Anderson da Silva Dias (rechts) hat den Beteiligten viel Freude gemacht. Foto: Sabine Robrecht

Fest an der Jugendfreizeitstätte: Brakel trommelt für die Inklusion

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Für dieses Vorhaben ist der Erlös eines Festes bestimmt, bei dem die Lebenshilfe Brakel am Samstag in Kooperation mit der Jugendfreizeitstätte Inklusion zur Entfaltung brachte. Rund um das Haus an der »Heiligen Seele« fächerte sich ein buntes Programm auf.

»Seit 50 Jahren bemühen wir uns darum, Menschen mit Behinderungen zu fördern. Wir tun dies beim Lernen, beim Wohnen, beim Arbeiten und in der Freizeit«, verwies Vorstandsvorsitzender Ingo Rüchel bei der Eröffnung auf das breite Portfolio der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung. Es umfasst Wohnstätten, Schulen, ein Kinderhaus, die Assistenzdienste und Freizeit- und Beratungsangebote. »Wir versuchen Brücken zu schlagen zwischen den Behinderten und dem öffentlichen Leben«, formulierte Rüchel ein zentrales Anliegen.

Die Lebenshilfe verwirklicht dieses Ziel auch mit Initiativen wie dem Freizeittreff Brakel: 15 Jugendliche und Erwachsene mit geistiger Behinderung starten einmal in der Woche unter der Leitung von Jana Wieners und Susanne Ziemann gemeinsame Unternehmungen. In der Jugendfreizeitstätte in Brakel absolvierte die Gruppe vor drei Monaten in Vorbereitung auf das inklusive Straßenfest einen Trommelworkshop unter der Leitung von Anderson da Silva Dias aus Brasilien.

Im Hinblick auf die Barrierefreiheit bilanzierte Corina Murawski vom Netzwerk »Barrierefreier Kreis Höxter«, dass Brakel schon viel erreicht hat. Eine Fotowand dokumentierte diesen positiven Eindruck.

Zusammen mit Lebenshilfe-Mitarbeiterin Silvia Vandieken und der Leiterin der Jugendfreizeitstätte, Ingrid Roland, ist Corina Murawski der »Motor« des Aufzugsprojekts. Der Lift soll außen an die Giebelwand der Jugendfreizeitstätte angebracht werden und barrierefreie Zugänge zum großen Saal und zum Werkraum in der ersten Etage verschaffen.

Karl Josef Günther mit der Notfalldose. Foto: Sabine Robrecht Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) bietet eine Notfalldose für den Kühlschrank an: Sie enthält keine Lebensmittel, sondern einen Zettel mit wichtigen Informationen über Erkrankungen des Wohnungsinhabers sowie über Hilfsmittel wie Herzschrittmacher oder Medikamente. Das Konzept erläuterte Karl Josef Günther von der BSK-Landesvertretung: »Sie bewahren die Dose in der Kühlschranktür auf. Sollte ein Ernstfall eintreten, zeigen kleine Aufkleber an der Haustür und am Kühlschrank, dass die Sanitäter dort Ihre wichtigen Daten finden.« Erhältlich ist die Dose (Kosten: drei Euro) bei Karl Josef Günther, Brakel, Telefon 05272/9498.

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