Fr., 17.08.2018

Fachmann rät bei trockenen Pflanzen zu besonnenem Vorgehen Braunem Rasen Zeit geben

So wie hier in der Brakeler Weststadt sieht es in den meisten Gärten aus. Wo einst saftig grüne Wiese wuchs, sind die Flächen derzeit vertrocknet. Allein Bäume und Büsche sorgen derzeit für Farbtupfer in grün.

So wie hier in der Brakeler Weststadt sieht es in den meisten Gärten aus. Wo einst saftig grüne Wiese wuchs, sind die Flächen derzeit vertrocknet. Allein Bäume und Büsche sorgen derzeit für Farbtupfer in grün. Foto: Frank Spiegel

Von Frank Spiegel

Brakel (WB). Auch wenn es jüngst ein paar Tropfen geregnet hat, sind die Bilder fast überall im Kreis Höxter gleich: Beige-braun statt satt-grün ist der Rasen, auch viele andere Pflanzen sehen aus, als hätten sie die Hitze nicht überlebt. »Jetzt nur nichts überstürzen«, rät Friedrich Meckelburg.

Ruven (von links), Friedrich und Jannis Meckelburg vom gleichnamigen Gartencenter in Brakel raten zu Besonnenheit. Foto: Frank Spiegel

Er ist zusammen mit seinen Söhnen Jannis und Ruven Geschäftsführer des Gartencenters Meckelburg in Brakel. »Die meisten Rasenflächen werden wieder grün«, verspricht Friedrich Meckelburg. Rasen könne lange Dürreperioden aushalten, komme dann aber in der Regel wieder. Wenn sich im kommenden Frühjahr an einigen Stellen allerdings immer noch kein Grün zeige, dann sei die Zeit für die Nachsaat gekommen. Jetzt schon großflächig umzupflügen sei nicht sinnvoll.

Guter Boden

Auch bei den Pflanzen warnt Meckelburg davor, diese zu früh in die Biotonne oder auf den Kompost zu befördern. Der Fachmann: »Manche von ihnen hören wegen der Hitze einfach früher auf zu blühen.« Das sei aber kein Grund, sie gleich zu entsorgen, vor allem da es im heimischen Raum sehr guten Boden gebe. »Problematisch sind sandige Böden«, weiß Meckelburg.

Schlecht sieht es nach Aussagen des Profis allerdings für die meisten Pflanzen aus, die in Kästen und Kübeln stehen und nun die Köpfe hängen lassen. »Die trocknen schnell aus und verbrennen. Da muss nur mal die Urlaubsvertretung vergessen haben zu gießen«, weiß er.

Obstbäume kommen

Hier biete sich an, sich zum Beispiel mit Chrysanthemen oder Astern langsam auf den Herbst einzustimmen. Denkbar wäre aber auch eine neue Bepflanzung mit zum Beispiel Mini-Petunien.

Da der Fachmarkt in Brakel eine Zweigstelle des Hauptgeschäftes in Brilon sei, könne man auch beim Pflanzenkauf schnell und flexibel auf die Kundenwünsche reagieren.

Auch wenn es einen Obstbaum bei der Trockenheit dahingerafft haben sollte, kann der Familienbetrieb helfen. In diesen Tagen bekommt das Unternehmen verschiedene Obstbäume, darunter auch den Brakeler Apfel, der als Lagerapfel gilt und von vielen geschätzt wird.

Neue Ideen

Vor einem Jahr haben die Meckelburgs aus Brilon das Gartencenter in Brakel übernommen. »Durch das Eintreten unserer Söhne in den Betrieb wollten wir uns ein zweites Standbein zulegen«, erläutert Friedrich Meckelburg. Sie sind mit der Entscheidung sehr zufrieden. »Der Trend geht wieder mehr dahin, selbst Gemüse, Salat und Kräuter anzubauen«, berichtet Friedrich Meckelburg. Da der Boden in Brakel ideal sei dafür, sei auch die Nachfrage entsprechend groß. »Wir sind auf einem guten Weg, aber es ist auch noch Luft nach oben«, ziehen er und seine Söhne Bilanz.

In den kommenden Monaten sollen im Gartencenter Meckelburg in Brakel Workshops angeboten werden. Kränze basteln, Kräutertürme fertigen und vieles mehr soll an verschiedenen Terminen angeboten werden. Interessierte können dann unter fachkundiger Anleitung kreativ sein.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5981484?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2851041%2F