Fr., 09.11.2018

Treffen im Jubiläumsjahr – 20 Jahre enger Kontakt Gehrdener Jahrgang 1938 hält zusammen

Gehrden (WB). Sie sind alle um die 80. Die meisten stammen aus alteingesessenen Gehrdener Familien. Als sie die Volksschule besuchten, herrschte Krieg und Besatzungszeit in Deutschland. Seit zwei Jahrzehnten treffen sich die Ehemaligen nun schon regelmäßig. Und das soll weiter so bleiben.

 

Da viele aus dem Jahrgang 1938 in den vergangenen Monaten 80 Jahre alt geworden waren, traf sich die Gruppe jetzt im Gasthof »Zur Post« mitten im Bundesgolddorf. Das Klosterdorf ist dieses Jahr 1150 Jahre alt geworden, die »Klasse Jahrgang 38« sei zusammen 960 Jahre alt, rechnen die Gehrdener vor. »Wenn das kein Anlass ist«, meinen die rüstigen Ehemaligen beim Herbsttreffen.

Seit Kinder- und Jugendtagen pflegen die Gehrdener des Jahrgangs 1938 gute Kontakte und haben sich nie aus den Augen verloren. Foto: WB

Maria Buthe (geb. Schonlau), Liesel Sürig (geb. Weitzenbürger), Sophia Robrecht (geb. Ridder), Paula Eßer (geb. Burges), Marlies Eike (geb. Meyer), Gertrud Mewes (geb. Backhaus), Adele Happe (geb. Wolff), Margret Mönnekes (geb. Vogt), Franz Meyer, Josef Pieper, Manfred Peters und Rainhard Baier gehören zum treuen Dutzend, das sich mindestens einmal im Jahr zum Erinnern, Klönen und gemeinsamen Essen trifft. Viele Jahre – bis ins hohe Alter mit 90 Jahren – saß auch der frühere Lehrer Herbert Dohmann immer mit am Tisch und tauschte alte Geschichten aus; doch Dohmann aus Siddessen ist 2016 verstorben.

Alle Gehrdener können auf ein ereignisreiches Leben zurück blicken. Viele sind in Gehrden geblieben, einige verschlug es mit ihren Familien in andere Städte und Dörfer im Kreis Höxter oder darüber hinaus. Prägend seien die Jahre in Kriegs- und Nachkriegszeit im Klosterdorf gewesen, sagen die Senioren. Höhen und Tiefen, Freud und Leid, Erfolge und Enttäuschungen habe man oft geteilt. Die Kontakte untereinander seien über die Jahrzehnte immer erhalten geblieben, was ein besonderer Wert sei, meinen die »Jubilare«. Alle blickten – trotz altersbedingter Einschränkungen – mit Optimismus in die Zukunft.

Die regelmäßigen Treffen wurden 1997 bei der Feier der Goldkommunion vereinbart. Als alle 1998 60 Jahre alt wurden, begannen die gemeinsamen jährlichen Geburtstagsfeiern. Daher feiert die Gruppe, die auch immer die Partner mit einlädt, dieses Jahr 20-Jähriges. Die Jubilare haben sich zu verschiedensten Anlässen auch privat besucht, man traf sich zu Ausflügen, Touren, Kaffeeklatsch oder immer im Herbst mit Ehepartnern in Gehrden im Gasthof »Zur Post« (»bei Roggen«) zum Jahresplausch. Das sei der Beginn einer Tradition gewesen, die es hierzulande so oft auch nicht gebe, sind sich die Gehrdener einig.

So ein Jahrestreffen beginnt immer mit dem Besuch der Sonntagsmesse in der Gehrdener Klosterkirche. Gerade an diese schöne alte Kirche haben viele Erinnerungen – sei es als Messdiener und als Schüler in den vielen Schulmessen oder bei privaten Ereignissen wie Hochzeiten, Taufen oder Kreuztracht. Gedacht wird immer an die früheren Klassenkameraden, die schon verstorben sind. Fünf Ehemalige sind bereits nicht mehr bei den Treffen dabei.

Die Gehrden-Gruppe hat auch über zwei Jahrzehnte jährliche Fahrten organisiert: Lübeck, Erfurt, Rostock, Suhl, York in England, Dresden, Belgien und Holland hießen die Ziele, an die alle noch viele schöne Erinnerungen haben. Und weil es der munteren Truppe nie langweilig wird, freuen sich alle auf die nächsten Treffen. Das letzte fand kürzlich wieder in Gehrden statt, wo sich alle im Jubiläumsjahr von den Schönheiten des Dorfes überzeugten.

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